Rideau_Rideau_Albumcover

Rideau – Rideau

Das Intro von Rideaus erster Platte entführt einen schon beinahe in der Manier einer esoterisch angehauchten Traumreise im Unterricht für bildende Kunst, wie man ihn eventuell aus der Schulzeit kennt. Und dann schreit Gabriel Öberg plötzlich los. So beginnt das selbstbetitelte Debütalbum der schwedischen Punk-Rocker Rideau. Wieder einmal ein dreiköpfiges Punk-Monster, welches kräftig austeilen kann. Gekonnt vermischen sie Sounds aus Rock 'n' Roll, Punkrock und Hardcore zu einem tödlichen Cocktail. Das Album geht straight nach vorne, und reißt alles mit, was sich nicht festhalten kann. Ausnahmen gibt es kaum. Zu nennen wären dafür das verstörende Dvala oder das deutlich getragenere December, welches sich über mehr als 10 Minuten erstreckt. Besonders hier zeigt sich der schmale Grat, der zwischen Genie und Wahnsinn verläuft, binden Rideau doch tatsächlich ein Jazz-Saxophon ein, welches das Album zu seinem guten Ende begleiten darf. Diese Scheibe ist eine echte Achterbahnfahrt!

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Und so klingt das Ganze:

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Coppersky_If We'Re Losing Everything_Albumcover

Die Rockband Coppersky aus den Niederlanden veröffentlicht ihr Zweitlingswerk und geht auf Tour

Nach einem Paukenschlag von Debüt ziehen Coppersky jetzt ihr neues Album If We'Re Losing Everything aus der Wundertüte! Auf Uncle M Music erscheint die Scheibe, als CD sogar mit Hand-gesiebdruckten Cover und die angenehme, tiefe Stimme von Frontmann Erik Zwart kann man durch Betrachten der sehr dunkel gehaltenen Hülle fast schon hören. Wenn die Scheibe sich dann mal dreht, hört ihr es aber ganz sicher: Diese fünf wilden Jungs aus Utrecht haben sich ganz der Rockmusik verschrieben (man siehe nur die Genrebeschreibung auf Facebook, die da heißt: "rock/rock/rock/rock/rock") und spielen eine belebende Mischung aus amerikanisch anmutendem Heartland-Rock (deshalb: roadtriptauglich) und einer Prise Punkrock. Könnt ihr damit etwas anfangen, dann lautet die Devise: (Auto kaufen,) Auto tanken, einsteigen, Motor an, Platte rein, losfahren, ganz egal wohin. Denn diese Platte ist euer Soundtrack für den nächsten Roadtrip!

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The Tips_Twists'n'Turns_Cover_

Hiermit kannst du chillen und rocken!

Das Punkrock-Reggae-/Reggae-Punkrock-Trio The Tips sind wieder mit einem neuen Album am Start. Und einer dazugehörigen Tour! Auf Twists'n'Turns ziehen die drei Düsseldorfer ihr in deutschen Landen einzigartiges Konzept konsequent weiter durch. Mit anderen Worten: Klassische Reggae-Sounds laden zum Chillen ein, nur, um einige Augenblicke später wild abzurocken. Da könnte es auch passieren, dass einige Leute mit Headbangen anfangen. Wen das ganze Konzept ein bisschen an die Reggae-Metaller Skindred erinnert, der hat in der Musikszene gut aufgepasst! Kein Wunder also, dass gleich beim ersten Track Birds in the Trees Skindred's Frontmann Benji Webbe sich die Ehre gibt, ein fetter Opener für eine tolle CD! Die Genre-Mischung von Punkrock und Reggae ist den Jungs übrigens nicht genug. Bei einzelnen Songs auf dem Album werden andere Künstler "zitiert", so erinnert man sich ein wenig an Jimi Hendrix, wenn man "Wasting My Time" hört oder freut sich über Wild-West-Klänge in "Do It Right", die mich spontan an Muses "Knights of Cydonia" (Video bitte auch ansehen!) erinnerten. Bist du ein Fan ruhigerer Musik, würde ich von Twists'n'Turns abraten, ist doch nur das letzte der zwölf Lieder, "Still Turning", wirklich sanft. Alle anderen können getrost zugreifen, denn dieses Album macht viel Freude!

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turbostaat abalonia

Vielleicht trifft man sie in Abalonia!

Da ist sie wieder, die Band mit den kryptischen Texten, von vielen nicht verstanden, von anderen verehrt: Turbostaat veröffentlichten mit Abalonia ihr mittlerweile sechstes Studioalbum und tauchen dabei in die Geschichte einer Flüchtigen ein, die ihre Heimat verlassen muss und sich auf eine lange, anstrengende Reise nach Abalonia begibt. Verpackt ist diese Geschichte mit den schon zu Beginn erwähnten typischen Turbostaat-Lyrics und dem ebenfalls gewohnten Punksongs – jedoch neigte die Kapelle aus Flensburg vermehrt zu Experimenten, im Vergleich zu den Vorgängeralben. Ich persönlich tue mich mit diesen Experimenten zuweilen schwer und mir fehlt der gewissen Mitsing-Charme, welchen ich von Turbostaat einfach erwarte. Doch vielleicht ergibt sich bei den kommenden Livekonzerten ein anderes Bild – und auch die weiteren Hördurchgänge prophezeiten: Mit jedem Anhören wird Abalonia besser. Am Ende bleiben nur noch zwei Dinge festzuhalten: Turbostaat bleibt nach wie vor ein Juwel in der deutschen Musikszene und nichts, ja wirklich gar nichts ist besser als der Tod!

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Rogers Nichts zu verlieren

Punkrock-Hauptstadt Düsseldorf

Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen, "The Place To Be" für Modefans & Werbeagenturen und zudem noch der Ursprung zahlreicher deutscher Punkrockkapellen: Düsseldorf hat Einiges zu bieten! Unter anderem die Punker von Rogers, welche im Sommer letzten Jahres mit Nichts zu verlieren ein tolles zweites Album auf den Markt geworfen haben. Knallige Drums und Gitarren treffen auf gefühlvollen, aber harten Gesang.

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Und so hört sich das an:

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