Frank Carter & The Rattlesnakes, Luxor Koeln, 25.03.2018

Frank Carter & The Rattlesnakes, Luxor Köln, 25.03.2018

Frank Carter steht mit seinen Klapperschlangen seit nunmal drei Jahren für Konzerte, bei denen niemand still steht und zerlegt regelmäßig Locations buchstäblich in ihre Einzelteile. Auch das Kölner Luxor – schon Monate zuvor ausverkauft – durfte das nun auf der Tour zu seiner zweiten Platte „Modern Ruin“, die bereits im Januar 2017 erschienen war, am eigenen Leib erleben, kam aber nochmal mit einem blauen Auge davon.

Der langgestreckte Club im Süden der Domstadt eignet sich mit seinem bei ausverkauften Shows notwendigen Wellenbrecher und seiner doch recht engen Tanzfläche

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Editors, Halle Muensterland Muenster, 24.03.2018

Editors, Halle Münsterland Münster, 24.03.2018

Nicht viele Bands können, ohne dass es von allen Seiten Kritik hagelt, zu ausufernden Stadiongesten greifen. Mit ihrem sechsten Album „Violence“ gelang es der britischen Indie-Rock-Band Editors erstmals ihre elektronischere mit der rockigeren Seite zu vermischen. Dieses Gebräu führte jedoch dazu, dass man nicht selten etwas wie Coldplay zu ihren besten Zeiten klang. Wir kamen zu dem Schluss, dass das Quartett trotz großer Gesten immer noch zu den wichtigsten Künstlern des ruhigeren Indie gehören. Auch für ihre Tour packen die Editors nun eine ordentliche Portion Theatralik

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Leoniden, E-Werk Köln, 22.03.2018

Leoniden (Donots-Support), E-Werk Köln, 22.03.2018

Das prallvolle Blue Shell in Köln im Frühling 2017, der Hexenkessel The Tube inklusive schwitziger Indie-Party im Herbst desselben Jahres, vor Franz Ferdinand im riesigen Palladium und nun vor den Donots im tausendfach entspannteren gegenüber gelegenen E-Werk. Wir konnten die Kieler Indie-Newcomer Leoniden schon in den unterschiedlichsten Settings erleben und konnten bislang von dem aufstrebenden Quintett ausnahmslos begeistert werden. Nun nahmen wir die Band bei ihrem knapp halbstündigen Donots-Warm-Up nochmal genauer unter die Lupe, suchten nach

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The World Is A Beautiful Place & I'm No Longer Afraid To Die, Gebäude 9 Köln, 21.03.2018

The World Is A Beautiful Place & I’m No Longer Afraid To Die, Gebäude 9 Köln, 21.03.2018

Manchmal deutet sich schon beim Voract an, wie ein Abend verlaufen wird. So auch bei The World Is A Beautiful Place & I’m No Longer Afraid To Die, die momentan ihr drittes Album „Always Foreign“ betouren – übrigens für uns eine der Emo-Platten des letzten Jahres – und sich die Kamikaze Girls aus der UK als Einheizer einpackten. Diese erwiesen sich als perfekten Opener für das amerikanische Sextett. Bestehend aus Sängerin und Gitarristin Lucinda Livingstone und Schlagzeuger Conor Dawson spielt die Band progressiven Riot-Punk und weiß mit seinem ersten

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Kmpfsprt - Gaijin Cover

Kmpfsprt – Gaijin

Kmpfsprt sind angepisst – und das so richtig. „Gaijin“ heißt das dritte Album der Kölner Punkband, auf dem das Quartett Missstände anprangert, ob in der Politik, im Konsum- oder Social-Media-Verhalten und immer wieder bemüht ist, seinen Außenseiterstatus zu betonen. Kein Wunder, „Gaijin“ ist ja auch das japanische Wort für Außenseiter und wird dort unter anderem als negativ konnotierte Bezeichnung für westliche Ausländer verwendet. Sich fremd in der eigenen Heimat und Haut zu fühlen, ist schrecklich. Der Band scheint es in Zeiten von Rechtsruck, Radio-EDM-Gedudel und

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Interview mit Jamie Lenman Devolver Reuben

Interview mit Jamie Lenman über “Devolver” und Reuben!

 [English version below!] Es war im Jahr 2006 als die britische Post-Hardcore-Band Reuben gemeinsam mit Billy Talent die Hallen Deutschlands unsicher machte. Erstere um Frontman Jamie Lenman waren kurze Zeit später in ihrer Heimat kleine Szenen-Stars und füllten selber ähnlich große Hallen, wie die Bühnen, die sie jeden Abend auf der Tour betraten. Keine zwei Jahre später löste sich die Band relativ abrupt auf. Lenman betätigte sich einige Jahre als Illustrator, bevor er im Jahr 2013 mit seinem Solodebüt, einem schrägen Doppelalbum, zurück auf die Bühne kehrte.

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Turbowolf - The Free Life

Turbowolf – The Free Life

Turbowolf sind wild, oder eher: Noch immer wild. Auch mit ihrem dritten Album „The Free Life“ hat sich die Rock’n Roll-Truppe noch nicht ausgetanzt und schreibt noch immer so hibbelige, flotte Rock-Nummern, wie zu ihren Anfangstagen.

Für sein drittes Album hat sich die Band in der Wohnung von Sänger Chris Georgiadis verschanzt und dort unter Eigenregie ihr erstes Album seit drei Jahren aufgenommen. Gemixt hat das ganze darauf Tom Dalgety, der bereits mit Royal Blood und den Pixies zusammengearbeitet hat.Diesen Do-it-Yourself-Spirit hört man aus den

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Feine Sahne Fischfilet, Palladium Koeln, 09.03.2018

Feine Sahne Fischfilet, Palladium Köln, 09.03.2018

Es war im Winter 2016, als die Mecklenburg-Vorpommerschen Punk-Rocker Feine Sahne Fischfilet im Kölner E-Werk unter Beweis stellten, dass sie auch in Hallen absolutes Clubfeeling rüberbringen können. Dieser erste Schritt in größere Locations damals kann wohl als mehr als gelungener Testversuch gesehen werden. Seitdem hat die Band ein neues Album aufgenommen, das im vergangenen Januar erschien, Platz drei der deutschen Charts erklomm und den Titel „Sturm & Dreck“ trägt. Die Tour zu diesem Album führt die Band nun in nochmal größere Hallen, so beispielsweise in das gegenüber

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Black Foxxes - Reidi

Black Foxxes – Reiði

Mit „I’m Not Well“ setzten Black Foxxes aus dem Südwesten der britischen Insel im Sommer 2016 ein feinfühliges, hochemotionales Werk in die Welt, das am Großteil der Emo- und Rock-Szene leider zu unrecht komplett vorbeirauschte. Lange gab es keine Band, die ihre Traurigkeit ähnlich direkt und unverblümt in die Welt hinausschrie und damit an die mittlerweile sehr kontrovers diskutierte Emo-Größe Brand New erinnerte. Die Musik vertonte die emotionale Achterbahnfahrt, die Sänger Mark Holley in sich trug – hier wechselte sich laut und leise in Sekundenbruchteilen

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Editors - Violence

Editors – Violence

Seit gut 15 Jahren stehen die Editors aus der zweitgrößten Stadt Englands, Birmingham, zu den einflussreichsten Bands des Indie-Genres und mischen neben The National vor allem den düstereren Flügel der Szene auf. Entwickelte sich der Stil der Band immer mehr von gitarrengetriebenen Stücken zu elektronischeren, vor allem synthielastigen Songs, so stellte vor allem immer die markante Baritonstimme von Frontmann Tom Smith eine Konstante im Sound des Quintettes dar. „Violence“ heißt das sechste Album der britischen Gruppe und bietet ein Sammelsurium aus wieder gitarrenlastigeren

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