Marmozets - Knowing What You Know Now

Marmozets – Knowing What You Know Now

Wenn Bands sich von ihren Wurzeln entfernen, geschieht dies oft, weil sie eine breitere Masse an Menschen erreichen möchten. Bei den Fans der ersten Stunde kommt eine solche Entwicklung immer eher mittelmäßig an – man hat die Band ja lieben gelernt, weil man bestimmte Eigenschaften an ihr schätzt, die diese von anderen Künstlern abgrenzen. Auf ihrem zweiten Album „Knowing What You Know Now“ geht das ursprüngliche Mathcore-Quintett Marmozets genau diesen Weg, entfernt sich, wie es sich schon auf ihrem Debütalbum angedeutet hatte, diesmal komplett von ihren wilden, unbändigen

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Farben/Schwarz - Drei Cover

Farben/Schwarz – Drei

Die bereits dritte EP der Hamburger Post-Hardcore-Band Farben/Schwarz trägt den simplen Titel „Drei“ – dabei ist die Musik des Quartettes überhaupt nicht so, wie es der Titel suggeriert, nämlich alles andere als einfach. Die fünf neuen Songs der Band pendeln allesamt zwischen verschmitzten Gitarrenriffs und Geschrammel, Delay-Sechsaitern und dem in der Musik schwimmenden Screamo-Gesang von Fronter Tobi, der sich in „Das dunkelste Bild“, dem zweiten Titel der kurzweiligen EP, auch mal an Spoken-Word-Vocals probiert. Der Tonträger lädt dabei dazu ein, ihn am Stück durchzuhören

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Zugezogen Maskulin, Club Bahnhof Ehrenfeld Koeln, 15.01.2018

Zugezogen Maskulin, Club Bahnhof Ehrenfeld Köln, 15.01.2018

Manche Bands steigen wie aus dem Nichts aus den Trümmern irgendwelcher Musikgefilde heraus, werden über Nacht zu Szenegrößen und erzeugen einen solchen Hype, dass sich ihre Konzerte massenweise ausverkaufen und sowohl der Feuilleton, als auch Szene-Medien die Musik mit Lob überschütten. Schaut man sich die Karriere von Zugezogen Maskulin, dem in Berlin gegründeten Rap-Duo, in den letzten Jahren an, kann man schnell zu dem Schluss kommen, dass es Grim104 und Testo ähnlich erging. Die Shows der aktuellen Tournee der Gruppe sind größtenteils entweder ausverkauft oder in

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Razz, The Tube Duesseldorf, 10.01.2018

Razz, The Tube Düsseldorf, 10.01.2017

Bereits zehn Tage nach Jahresbeginn ging es für uns wieder in das enge, schwitzige The Tube in der Düsseldorfer Altstadt, in das diesmal die Emsländer Razz einluden. Der Schuppen war schon im Voraus ausverkauft, was bei der Location eher immer zu Stress, als Entspannung führt, wobei vor allem die knapp drei bis vier Meter direkt vor der Bühne befindliche Säule zu dieser Situation beiträgt. Im Vergleich zu der sehr hektischen Leoniden-Show im vergangenen Oktober, stellte sich das Publikum der Indie-Band jedoch als deutlich gelassener heraus. Dies war sicherlich auch den älteren

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Feine Sahne Fischfilet - Sturm & Dreck

Feine Sahne Fischfilet – Sturm & Dreck

Wie ein Knall entladen sich die ersten Akkorde von „Zurück In Unserer Stadt“ in die Gehörgänge desjenigen, der die neue Platte der Mecklenburg-Vorpommerschen Punk-Rock Band Feine Sahne Fischfilet auflegt. Mit erstaunlich viel Druck schießt die Band mit dem Opener ihres fünften Albums „Sturm & Dreck“ drauf los, zieht dann bei „Alles Auf Rausch“ ein wenig die Handbremse an, um sich selbst eine Hymne zu widmen und später bei „Angst Frisst Seele Auf“ eine herrlich poppige Bläsermelodie über Gitarre, Bass und Schlagzeug zu legen, ohne dass ihrer Musik dadurch ihre Punkigkeit

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Haiyti - Montenegro Zero

Haiyti – Montenegro Zero

Es fing an mit Moneyboy, dann kamen LGoony und Crack Ignaz, fast zeitgleich Yung Hurn und zuletzt Rin und Trettmann – den neuen Rap-Stil, den man seit einigen Jahren von Nordamerika nach Deutschland importiert, gibt es noch nicht wirklich lange. Schnell bekam diese Bewegung, deren Musik sich vor allem durch die ausgiebigen Verwendung von Autotune und oftmals atmosphärischen, mal knalligen Trap-Beats auszeichnet, von der Presse den Titel „Cloudrap“ aufdiktiert – einen wirklichen einheitlichen Szenegedanken gibt es jedoch kaum. Sinnvoller

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Razz Pressebild 2018 Live

Indie aus dem Emsland: Razz gehen auf Tour!

Razz aus dem Emsland noch als Newcomer zu bezeichnen scheint nach Support-Shows für Jimmy Eat World und Mando Diao und Massen an ausverkauften Clubshows fast schon lächerlich. Mitte letzten Jahres hatte das junge Quartett um Sänger Niklas Keiser (mit wunderbar rauchiger Stimme) sein zweites Album „Nocturnal“ veröffentlicht, den Nachfolger des Debüts „With Your Hands We’ll Conquer“, das schon dafür sorgte, dass es mehrere hundert Gäste zu den Konzerten der Band zog.

Die zu dem aktuellen Werk gehörige Tour verschob man letztes Jahr recht spontan, weil man

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Jahresrückblick 2017 Jonas

Jahresrückblick 2017: Jonas!

Das Jahr der großen Neuentdeckungen waren die letzten zwölf Monate nicht. Zwar erschienen vor allem im ersten Quartal eine Handvoll Debüts von einigen wenigen in den vorigen Jahren gefundenen Musikschätzen, wirklich neue, spannende Bands wollten jedoch nicht aus dem Nichts auftauchen – zumindest in meinem Musikkosmos. Dafür veröffentlichten gleich mehrere spannende, erfahrenere Bands und Künstler in diesem Jahr Nachfolgewerke, die es nicht selten schafften die Vorgänger bei weitem zu übertrumpfen.

Neben lobenswerten Werken, will ich nun aber erst einmal auf ein paar Enttäuschungen

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Suicideboys Tour 2018

Die Suicideboys bringen den Horror nach Deutschland.

Sie wünschen etlichen Menschen den Tod, bringen Mordphantasien in ihren Texten zum Ausdruck und sorgen trotzdem immer und immer wieder für komplett abgerissene Hallen. Die Rede ist von der amerikanischen Horrorcore-Kombo Suicideboys. Horrorcore?

Das Duo aus New Orleans vermischt düstere Trap-Beats mit deftigen Texten und verkauft sich in ihren Musikvideos, Artworks und auf ihren Auftritten sehr ernst und provokant. Horrorcore stellt somit das Pendant zum Horropunk im Hip-Hop dar. Wer auf extrem tanzbaren New-School Ami-Rap steht, sich eh schon immer zu (Selbst-) Mord, Tod und Drogen hingezogen

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Heisskalt, Gebaude 9 Koeln, 12.12.2017

Heisskalt, Gebäude 9 Köln, 12.12.2017

Vor einigen Wochen sprach FJØRT-Bassist David Frings in unserem Interview mit seiner Band noch davon, dass Heisskalt um Kreativkopf Mathias Bloech, Know-How-Genie Philipp Koch und Trommel-Affe Marius Bornmann seiner Meinung nach die technisch beste Band Deutschlands seien. Im rappelvollen Gebäude 9 in Köln konnten wir uns von diesem Fakt ein wiederholtes Mal überzeugen und uns die Post-Hardcore Band, die mittlerweile im ganzen

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