Leoniden, The Tube Duesseldorf. 27.10.2017

Leoniden, The Tube Düsseldorf, 27.10.2017

Erst das Albumrelease im Frühjahr dieses Jahres, dann die erste eigene Headliner-Tour, darauf ein ausgedehnter Festival-Sommer, bei dem man teils zwei Shows pro Tag spielte und nun schon wieder eine Tour durch die Clubs dieses Landes – dazu noch Millionen von Klicks auf Spotify und Youtube – und das alles nach Do-It-Yourself-Mentalität. Bei der Kieler Indie-Band Leoniden läuft es momentan. Konnten wir das Quintett schon auf der Frühjahrstour unter die Lupe

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Weezer - Pacific Daydream

Weezer – Pacific Daydream

Die Zeiten eines ehrlich andersartigen, nerdig komischen Rivers Cumo sind schon lange vorbei. Für die oft textlich ungewöhnlichen Songs des Fanlieblings „Pinkerton“ schämt sich der 47-Jährige Amerikaner. Kein Wunder, dass seine Band Weezer von diesem auch kaum Songs auf ihren Konzerten spielt. Also konzentriert man sich lieber auf die Gute-Laune-Seite seiner Band, schreibt Sommer-Songs und präsentiert bei seinen Shows auch hauptsächlich solche. Schon das letzte, zehnte Studioalbum von Weezer, das „White Album“ – das Cover zierte ein Strandhaus, vor dem das Quartett posierte

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Julien Baker - Turn Out The Lights

Julien Baker – Turn Out The Lights

Eine Tür wird geöffnet. Man hört Schritte. Dann erklingt ein Klavier. Streicher setzen ein. Beide Instrumente bauen gemeinsam Spannung auf. Die Streicher setzen aus. Plötzlich ersetzt eine Gitarre den Klavierpart. Der erste richtige Song beginnt. So einfach und doch so effektiv beginnt das zweite Album der amerikanischen Songwriterin Julien Baker. Dieses trägt den Titel „Turn Out The Lights“ und beweist mal wieder, warum die 22-Jährige in der Rock- und Emo-Szene so geschätzt wird.

Musikalisch probiert sich die Sängerin, deren Musik auf dem Debüt „Sprained Ankle“ sehr an E-Gitarre

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minutenmusik Wochenrückblick Nummer 1!

Beach Slang, MGMT, Trailerpark – Wochenrückblick KW 42 2017

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Auch das Wetter wird trotz kurzer Phasen, in denen der Sommer wieder kurz auflebt, immer grauer und trister. Ja, wir nähern uns dem Winter an. Passend zum Herbst, gab es in der vergangenen Woche wieder mal einige Neuigkeiten und Veröffentlichungen in der Musikindustrie.

Trailerpark – TP4L

Alligatoah, Sudden, Timi Hendrix und Basti sind zurück und stellen mit ihrem neuen Album „TP4L“ klar: sie sind die härtesten Kerle der Rap-Szene (härter als K.I.Z.!), nehmen mehr Drogen als gesund ist („Sterben kannst du überall“), schmeißen immer

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Jamie Lenman - Devolver

Jamie Lenman – Devolver

Deutschland war nie wirklich ein Land, in dem Reuben Fuß fassen konnten. Viel mehr spielte sich der Großteil der Karriere der britischen Post-Hardcore Band auf der großen Insel ab, auf der man zusammen mit den noch jungen Biffy Clyro Vex Red supporten durfte und bis zu seiner Auflösung im Sommer 2008 immer größere Hallen spielte. Wirklich raus aus dem Untergrund kam man aber nie. Sänger und Gitarrist Jamie Lenman konzentrierte sich nach der Auflösung seiner Band zunächst auf seine Karriere als Zeichner, bevor er 2013 sein Solo-Debüt „Muscle Memory“ veröffentlichte – ein

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Movements - Feel Something

Movements – Feel Something

Etwas zu fühlen, ja das wäre schon schön. Movements aus dem Süden Kaliforniens widmen direkt ein ganzes Album dem Fühlen und nicht Fühlen. „Feel Something“ heißt das und behandelt jegliche Themen, die mit dem menschlichen Empfinden zusammenhängen. Das Debüt des noch jungen Quartettes fährt dafür beachtliche Emo-Soundwände auf.

Schon der Opener dieses elf Songs umfassenden Albums, deutet an, wohin man sich mit den folgenden Songs wagen wird. „Full Circle“ hat seine ruhigen, zurückhaltenden Momente, wie das von Sänger Patrick Mirandas „Spoken Word“-Vocals getragene Outro.

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Zugezogen Maskulin - Alle Gegen Alle

Zugezogen Maskulin – Alle Gegen Alle

Ich weiß, Alben mit ihren Vorgängerwerken zu vergleichen ist scheiße und bringt oft nichts. Hat eine Band aber einen derartigen Meilenstein wie Zugezogen Maskulin 2015 mit „Alles Brennt“ herausgebracht, muss das Nachfolgewerk einem Vergleich standhalten können. Das eben genannte Werk schlug 2015 wie eine Bombe in die Rap-Landschaft ein, brachte die Band in den Aufmerksamkeitsfokus von Feuilleton-Medien und vielen gar nicht der Hip-Hop-Szene ansässigen Hörern und bescherte dem Duo einen beachtlichen Bekanntheitsschub. Über zwei Jahre mussten Fans und Presse nun auf das Nachfolgewerk

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Lirr Interview 2017

Interview mit Lirr über „God’s On Our Side; Welcome To The Jungle“!

Seit dem Release ihrer EP „Ritual“ im Jahr 2016 sind die Jungs der Flensburger Rock-Band Lirr in der Untergrund-Szene in aller Munde. Kein Wunder, die Mischung aus Post-Rock und Emo, die man in  vier Tracks und knapp 20 Minuten darbot, klang für eine derart junge Band – und jung sind auch die Mitglieder – ungewöhnlich neu und reif. Anfang August dieses Jahres veröffentlichte das Quintett dann bereits sein Debütalbum „God’s On Our Side; Welcome To The Jungle“, das sich vom Sound sehr von der Debüt-EP distanziert und sich in rockigere und experimentellere Gefilde

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Von Wegen Lisbeth, E-Werk Koeln, 12.10.2017

Von Wegen Lisbeth, E-Werk Köln, 12.10.2017

Wirklich gewagt ist der Schritt nicht und überraschen tut es auch keinen so wirklich. Als die Berliner Indie-Pop-Band Von Wegen Lisbeth im Frühjahr die „Hallo Dispo“-Tour für diesen Herbst angekündigt hatte, war die Verwunderung jedoch erstmal groß. Die Hallen, die man sich diesmal, knapp über einem Jahr nach dem Release seines erfolgreichen Debütalbums „Grande“, ausgesucht hatte, waren größer, als alle der zuvor als Headliner gespielten Locations. So sollte man im E-Werk in Köln, das 2000 Menschen fasst, die größte Show seiner bisherigen Bandgeschichte spielen. Dass die

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Van Holzen Interview Vergangenheit Zukunft Teil 3

Interview mit Van Holzen über die Zukunft und die Vergangenheit – Teil 3!

Von der Musiklandschaft kann man halten, was man will. Dass die Industrie in der Vergangenheit aber sehr viele Fehler begangen hat und oft zu langsam war, lässt sich nicht abstreiten. Das sieht auch Florian Kiesling (Gesang, Gitarre) von Van Holzen so. Wir haben uns im Rahmen des Way Back When Festivals in Dortmund mit ihm und seinen beiden Kollegen Jonas Schramm (Bass) und Daniel Kotitschke (Schlagzeug) getroffen, um unter anderem genau darüber zu sprechen. Außerdem thematisierten wir im dritten Teil des ausführlichen Interviews mit dem Trio, ob man schon an neuer Musik arbeitet und

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