Seether, Live Music Hall Köln, 20.09.2017

Langsam beginnt sich die Live Music Hall zu füllen. Am heutigen Abend spielen hier Seether, die Grunge-Rocker, die uns dieses Jahr mit ihrem neuen Album „Poison the Parish“ (Rezension hier) überzeugen konnten. Bevor wir uns jedoch ein Bild von ihrer Live-Qualität machen können, wird die Menge von zwei Vorbands eingestimmt.

Als erste Überraschung des Abends fällt hier die Reihenfolge der Vorbands auf. Während Sons of Texas eine für eine Vorband relativ große Fanbase vorweisen können, sind LTNT doch um einiges unbekannter. Dennoch eröffnen

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The Killers – Wonderful Wonderful

Der Trend, sich der tanzbaren Musik anderer Jahrzehnte, insbesondere der 80er-Jahre zu widmen, zeigt sich momentan bei vielen Indie-Bands. Auch die Indie-Größe The Killers lassen sich von diesem Trend beeinflussen und zeigen mit „Wonderful Wonderful“ eine sehr energetische Interpretation dieser Musik.

Schon die bereits veröffentlichten Singles „The Man“, „Wonderful Wonderful“ und „Run for Cover“ gaben diese Stilrichtung an. Getragen werden diese hauptsächlich von retro anmutenden Synthesizer-Beats und glänzen mit ungemein eingängigen Refrains.

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KAR – Horizont

Als Musikfan freut man sich immer über verheißungsvolle Newcomer. Bei der ersten EP der Berliner Band KAR kann man da schnell hellhörig werden: schon der Opener "Kar" verspricht so einiges. Ganz bewusst lässt sich der Song Zeit, bis er sich vollends entfaltet. Zunächst empfängt die Hörerschaft sanfte Gitarrenmusik, die eindeutig dem Psychedelic-Rock zugeordnet werden kann. Schließlich beginnt der deutschsprachige Gesang und erste klare Songstrukturen können erkannt werden. Doch gegen Ende hin werden diese wieder aufgebrochen und enden in einem erneuten psychedelischen Gitarrenriff-Gewitter.

Im krassen Kontrast steht dann der

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Hot Water Music – Light It Up

Bei manchen Bands wird man mit jedem Album aufs Neue überrascht. Andere Bands durchleben während ihrer Karriere einen großen Wandel. Und dann gibt es noch Bands wie Hot Water Music, die ihrer Musik treu bleiben. Dass das überhaupt nichts Schlimmes sein muss, zeigen sie auf ihrem aktuellen Album „Light It Up“.

Erneut hat sich die Band rund um Sänger Chuck Ragan zum Ziel gesetzt, unterhaltsamen Punkrock zu machen. Zwischen ruhigeren Songs wie „Sympathizer“ oder punkigeren Stücken wie „Vultures“ bleibt der tatsächliche Held immer der Gleiche: die unglaublich

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Nothing More – The Stories We Tell Ourselves

Manchmal schaffen es Bands trotz sehr hoher Qualität nicht, das gerechte Maß an Bekanntheit zu erreichen. Seit 2003 veröffentlichen die Amerikaner Nothing More nun schon gemeinsam Musik. Dabei entstanden bisher fünf Alben, die sich wirklich hören lassen. Einordnen kann man sie im Bereich zwischen Progressive und Alternative Rock. Mit dem sechsten Album unter dem Titel „The Stories We Tell Ourselves“ könnten die Musiker nun vielleicht endlich den verdienten Erfolg einheimsen.

18 Songs auf einem Album, das ist erstmal eine Kampfansage. Bei so vielen Liedern kann schnell Langeweile

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So war das Zeltfestival Ruhr 2017!

Wer aus dem Ruhrpott kommt, kennt es sicherlich: wie jedes Jahr lädt eine große Zeltlandschaft am Kemnader See in Bochum-Witten zu einer schönen Zeit ein. Dieses Jahr feierte das Zeltfestival Ruhr 10 jähriges Jubliäum und konnte dabei mal wieder mit einem hochkarätigen Jubiläum überzeugen. Vom 18. August bis zum 3. September traten dabei Headliner und Rock-Größen wie Placebo, internationale Popstars wie Emeli Sandé oder nationale Acts wie Sarah Connor auf. Vor allem die Mischung fällt hier auf, nahezu alle Musikgeschmäcker werden abgedeckt. Anders als bei kurzen Festivals werden

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Judith Holofernes, Zeltfestival Ruhr, 02.09.2017

Judith Holofernes ist den meisten wohl als Frontfrau von Wir sind Helden bekannt. Lange Zeit veröffentlichte sie in diesem Format immens erfolgreiche Alben im Bereich des deutschsprachigen Poprock. Seit dem Erscheinen ihres Debütalbums „Ein leichtes Schwert“ 2014 zeigte sie, dass sie musikalisch auch selbstständig einiges zu bieten hat. Im Zuge ihres zweiten Albums „Ich bin das Chaos“ machte die Sängerin unter anderem Halt beim Zeltfestival Ruhr und bot eine beeindruckende Show!

Leider fand das Konzert lediglich im kleinsten Zelt, dem Zelt 3, des Zeltfestivals statt

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Jennifer Rostock, Zeltfestival Ruhr, 25.08.2017

Jennifer Rostock ist ohne Frage eine Band, die sehr polarisiert. Meist lassen sich Leute entweder als Fans einordnen – oder sie können gar nichts mit der Musik und dem Auftreten der Gruppe anfangen. Auf ihrem aktuellen Album „Genau in diesem Ton“ zeigen sich die Musiker*innen kompromisslos wie nie zuvor: ob Sexismus, Asylpolitik oder die Boulevardpresse, die Band nimmt zu nahezu keinem Thema ein Blatt vor den Mund. Im Zuge der zugehörigen Tour machten sie auch beim Zeltfestival Ruhr Halt und haben dazu noch eine Überraschung im Gepäck!

Erst am Vorabend des Konzerts wurde

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Iron & Wine – Beast Epic

Unsere heutige Gesellschaft ist durch Reizüberflutung bestimmt – permanent werden wir mit neuen Informationen und Ideen konfrontiert. Nur selten kann man in einem solchen Umfeld Ruhe finden und abschalten. Natürlich beeinflusst das auch die Musikwelt. Zwischen allen Neuerscheinungen aufzufallen erfordert daher immer Alleinstellungsmerkmale. Zunächst als Soloprojekt des Singer-Songwriters Sam Beam gestartet, besteht Iron & Wine mittlerweile aus einer ganzen Band. Diese steht vor allem für eines: Ruhe.

Ihr fünftes Studioalbum „Beast Epic“ scheint überhaupt nicht auffallen

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Queens of the Stone Age – Villains

Nur sehr wenige Rockbands schaffen es, über Jahre hinweg konstant sowohl Erfolg, als auch Qualität aufzuweisen. Mit Sicherheit gehören die Queens of the Stone Age zu diesen. Seit 20 Jahren veröffentlichen die Stonerocker um Frontmann Josh Homme nun schon Musik, bisher kamen dabei sechs Alben zustande. Mit „Villains“ erscheint also das siebte und es muss sich mit Meisterwerken wie „Rated R“ oder „Songs for the Deaf“ messen. Das letzte Album „…Like Clockwork“ liegt nun schon 4 Jahre zurück, was wohl auch an Hommes Projekt mit Iggy Pop

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