So war das Mini-Rock-Festival 2017!

Getreu dem Motto „Horb macht Liebe!“ fand vom 04.-05.08.2017 das Mini-Rock-Festival in Horb am Neckar (Nähe Stuttgart) statt. Vorab hatte das Festival einiges an Kritik seitens des Gemeinderats einstecken müssen – für das Festival wurde mit Plakaten geworben, auf dem sich gleichgeschlechtliche Paare küssten. Dies sei laut Gemeinderat „Kindern gegenüber nicht zu verantworten“. Die rund 6.000 Besucher des Mini-Rock-Festivals ließen sich davon aber zum Glück nicht beirren und feierten ein ausgelassenes Festival-Wochenende.

Und das ist auch das Erste, was man direkt zu Beginn an positiven Dingen über das Mini-Rock-Festival erwähnen sollte: selten erlebt man solch eine entspannte und glückliche Stimmung auf einem Festival! Es mag am Funkloch gelegen haben, doch kaum ein Besucher vergrub sich während der Auftritte der Bands am Handy – es wurde schlichtweg gesungen, getanzt und im benachbarten Fluss gefeiert!

Und apropos feiern: die erste Band, die wir freitags sahen, waren die 257ers, die showtechnisch wirklich alles gaben! Tänzer, die mehrfach ihr Outfit wechselten und mit Holzbrettern eine unterhaltsame Choreographie zum Besten gaben („Holz„), wehende Figuren, obligatorische Holland-Fahnen („Holland„) und ein Meer aus Schaum!

Der Festival-Samstag startete für uns mit Delirious Mob Crew, einer jungen Band aus Frauenfeld, die uns mit ihrem progressive Indie-Pop begeistern konnten! Wer mal reinhören möchte, kann sich hier ihr erstes Musikvideo ansehen.

Da die Bands immer abwechselnd auf der kleineren Bühne im Zelt und auf der großen Hauptbühne spielten, ging es als nächstes wieder nach draußen, wo Milliarden auf uns warteten. Mit Hits wie „Marie“ und „Katy Perry“ brachte die Berliner Rockband das Publikum zum tanzen & singen.

Mit Eskimo Callboy ging es anschließend etwas lauter zur Sache! Mit geballter Energie und Konfetti präsentierte die Metalcore-Band ein buntgemischtes Set aus älteren und neuen Songs, des am 25. August erscheinenden Albums The Scene. Auch die neue Single VIP, die einen Tag zuvor ihre Videopremiere gefeiert hatte, durfte hier nicht fehlen. Schlagzeuger David, der vor kurzem das Herz der Bachelorette Jessica Paszka auf RTL gewonnen hatte, wurde vom Publikum mit Plakaten und Rosen geehrt. An Live-Energie hat die Band aus Castrop-Rauxel durch den Medienhype jedoch nicht verloren. Begeisterte Fans sangen, sprangen, bildeten eine Wall of Death und setzen sich schließlich sogar alle hin – siehe Beitragsfoto!

Im Zelt ging es anschließend mit Rapper Weekend weiter, der im Oktober sein neues Album „Keiner ist gestorben“ veröffentlichen wird. Dass nicht nur das Publikum sondern auch Weekend selbst sichtlich Spaß bei dem Auftritt hatte, zeigt sein Festivalblog-Video.

Weiter ging es mit dem Co-Headliner des Abends: Feine Sahne Fischfilet! Und wow, diese Band hat uns mit ihrem Auftritt wirklich geplättet. Nicht nur, dass Band und Sänger Jan Gorkow perfekt harmonierten, auch bauten sie immer wieder bunte Farbbomben in ihre Show ein, die dem Auftritt ein ganz besonderes i-Tüpfelchen verliehen. Spätestens bei „Komplett im Arsch“ tobte die gesamte Menge vor Begeisterung, während am Himmel langsam die Sonne unterging.

Ein absolutes Highlight, hier zusammengefasst in bewegten Bildern der Band. Geregnet hat es den Tag übrigens nur ganz kurz, falls sich jemand über das Wetter in den Videos wundern sollte! Die meiste Zeit untermalten helle Sonnenstrahlen die ausgelassene Festival-Atmosphäre.

Dann war es soweit: Enter Shikari, der Headliner des Abends! Im Vorfeld hatten wir bereits ein Interview mit der britischen Band geführt, die im September ihr neues Album „The Spark“ veröffentlichen wird. Das Ergebnis könnt ihr in den nächsten Tagen bei uns finden. Die erste Single des neuen Albums, „Live Outside“ feierte beim Mini-Rock seine Deutschland-Live-Premiere.

Weitere neue Songs wurden nicht gespielt – dafür gab es Highlights wie „Hoodwinker„, „Juggernauts“ und natürlich „Sorry, You’re Not A Winner„. Drummer Rob bat die ortsansässigen Festivalbesucher außerdem um eine Aufklärung, was es mit der Figur im Stadtzentrum auf sich habe. Die riesige Schwanen-Statue mit übermäßig großem Glied hatte die gesamte Band in Erstaunen versetzt. Leider konnte ihm niemand erklären, was es damit auf sich hatte! Stattdessen gab es einen riesigen Circle Pit und tosenden Applaus.

Wer nach Enter Shikari noch genügend Power hatte, konnte das Festival auf direkt zwei Aftershow-Parties ausklingen lassen: im Zelt legte ein DJ Rock- und Pop-Highlights auf, während draußen am fritz-Limonaden-Strand eher elektronischere Beats zu hören waren.

Und auch das sollte man noch positiv erwähnen: die Auswahl an Essens- und Getränkeständen! Cider, Nudeln, Frozen Yoghurt, fritz Limo oder – wer es lieber klassisch mochte – Pommes und Bier zu fairen Preisen und guter Portionierung. Nicht nur wegen dieser Vielfalt, sondern gerade wegen der wunderschönen Atmosphäre und der ausgelassenen Stimmung waren wir mehr als begeistert vom diesjährigen Mini-Rock und können dieses ehrenamtlich organisierte Festival nur jedem ans Herz legen. ♥

Und so hat das ausgesehen: MINUTENMUSIK BILDERGALERIE

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