Interview mit The Maine über „Lovely Little Lonely“!

(English Version below.) Vier Jahre war es her, seit die US-amerikanische Rock-/Pop-Punk-Band The Maine sich das letzte Mal nach Deutschland verirrt hatte. Grund genug, der Band die Band mit ein paar Fragen zu löchern! Bassist und Gründungsmitglied Garrett Nickelsen stand uns hierfür Rede und Antwort:

minutenmusik: Zu allererst: willkommen zurück in Deutschland! Wieso hat es so lange gedauert, bis wir euch hier wieder begrüßen konnten?

Garrett: Um die Wahrheit zu sagen – ich habe keine Ahnung! Jedes Mal wenn wir in Deutschland sind, haben wir eine großartige Zeit. Vielleicht war das Timing bisher einfach nie das richtige. Wir sind auf jeden Fall sehr aufgeregt wieder hier zu sein und ich denke, das ist es, was zählt!

minutenmusik: Ihr seid aktuell auf Tour mit eurem Album „Lovely Little Lonely“ das im April diesen Jahres erschienen ist. Kannst du uns mehr darüber verraten wie und wo die neuen Songs entstanden sind?

Garrett: John (Anmerkung der Redaktion: John C. O’Callaghan, Sänger der Band) hatte schon seit einiger Zeit angefangen, kleinere Ideen aufzuschreiben. Nachdem wir die Vans Warped Tour im letzten Jahr beendet hatten, haben wir uns einige Zeit frei genommen und haben alle zusammen mit dem Schreiben begonnen. Die meisten Songs entstanden bei mir Zuhause in Phoenix (da proben wir auch immer und so). Wir haben einige Songs in Nashville geschrieben und manche in New York City. Das war eine ganz neue Erfahrung für uns. Normalerweise schreiben wir immer in unserer Heimatstadt und fahren dann erst für die Aufnahmen woanders hin. Aber dieses Mal wollten wir gerne neue Dinge ausprobieren und sind deshalb zum Schreiben an verschiedene Orte gefahren.

minutenmusik: Ihr habt euren Schreib- und Aufnahmeprozess nicht nur in einem „Making Of“/“Behind The Scenes“ auf YouTube sondern auch im gleichnamigen Buch „Miserable Youth“ dokumentiert. War das Dokumentieren für euch ein wichtiger Bestandteil um eure Kreativität zu fördern oder habt ihr die Dokumentation vor allem so ausgeweitet, damit die Fans ein Teil des Prozesses werden und das Ganze mitverfolgen können?

Garrett: Normalerweise ist der Aufnahmeprozess für uns immer etwas, das wir alleine machen. Wir nutzen das Internet kaum und fokussieren uns völlig auf die Ideen für das neue Album. Aber wie schon gesagt: dieses Mal wollten wir gerne neue Dinge ausprobieren. Deshalb kam unser guter Kumpel Lupe vorbei und hat den ganzen Prozess dokumentiert. Ich denke, das war eine nette Idee um den ganzen Prozess näher zu beleuchten und die Hoch- und Tiefpunkte eines Aufnahmeprozesses mit uns zu zeigen. Man sieht dabei einfach die tiefsten Tiefpunke, aber auch die höchsten Hochpunkte. Es ist immer eine sehr interessante Zeit.

minutenmusik: Vergleicht man das neue Album mit der Platte davor – „American Candy“ – was würdest du sagen ist der größte Unterschied bzw. die größte Veränderung?

Garrett: Ich denke hauptsächlich ist es der Zusammenhang auf „Lovely Little Lonely„. „American Candy“ beinhaltet so viele verschiedene Ideen meiner Meinung nach. Das ist nichts schlechtes, fühlt sich aber nicht nach einem Grundgedanken an. Das neue Album hat einen bestimmten Ton der sich durch alle Songs zieht und dadurch fühlt es an wie eine Idee. Alle meine Lieblingsalben fühlen sich so an.

minutenmusik: Der erste Song des Albums beinhaltet die Botschaft, nicht nur die guten sondern auch die schlechten Zeiten zu feiern. Alles in allem betrachtet, wirkt „Lovely Little Lonely“ gut gelaunt und eingängig. Andere Bands aus eurem Genre haben sich auf ihren aktuellen Alben viel mit dem Thema Depressionen auseinandergesetzt. Seid ihr sowas wie die positive und glückliche Band des Pop-Punk-Geschäfts?

Garrett: Es ist lustig dass du das sagst, denn meiner Meinung nach gibt es viele Kämpfe in Johns Lyrics auf dem Album. Es beinhaltet gleichermaßen glückliche und traurige Seiten. Man muss beide Seiten kennen um zu wissen, wie sich das andere anfühlt. Wir haben den Ausdruck „glücklich traurig“ sehr sehr oft verwendet, während wir die Songs geschrieben und aufgenommen haben.

minutenmusik: Hast du einen Lieblingssong auf dem Album und falls ja, wieso gerade der?

Garrett: Das ändert sich sehr häufig. Aktuell ist es wahrscheinlich „How Do You Feel“ weil es mir immer sehr großen Spaß macht, den live zu spielen. Der hat ziemliche Energie.

minutenmusik:Lovely Little Lonely“ ist bereits euer sechstes Album und ihr seid nun bereits fast sechs Jahre als Band unabhängig. Wenn ihr auf eure Karriere zurückblickt – was waren die Momente, die euch am stärksten in Erinnerung geblieben sind, sowohl gut als auch schlecht?

Garrett: Ich würde sagen, alles? Kann ich das so sagen? Das Leben, dass wir als Live Band führen, ist sehr einzigartig. Wir sind eine recht erfolgreiche Rockband, die kein Label braucht oder in eine Szene gesteckt wird. Wir können uns unsere Tourdaten selbst aussuchen. Wir haben leidenschaftliche Fans die verstehen, dass wir immer an unsere Grenzen gehen. Die guten Zeiten sind großartig und die schlechten helfen uns dabei, die guten Zeiten noch besser zu machen.

minutenmusik: Gibt es irgendeine peinliche Geschichte die du mit uns teilen magst?

Garrett: Nein. Hahaha

minutenmusik: Schade! Aber auf jeden Fall danke für das Interview!

Garrett: Danke euch!

Und so hört sich das an:

Website / Facebook / Instagram / Die Bildrechte liegen bei Selective Artists.

 

ENGLISH VERSION:

minutenmusik: Hey guys, thank you for taking your time for our questions. Who’s answering?

Garrett Nickelsen: No problem! This is Garrett.

minutenmusik: First of all: welcome back to Germany! (Probably not yet – but very soon.) What took you so long to come back here?

Garrett: To tell you the truth I’m not really positive! Every time we come to Germany we have a great time. Maybe it’s just a timing thing more than anything. We are super excited to be back though so I guess that’s all that matters.

minutenmusik: You’re on tour with your album “Lovely Little Lonely” that was released in April this year. Can you tell us more about how and where you wrote and created the new songs?

Garrett: John had been writing little ideas for a while and after we finished up on the Warped Tour last year we took some time off and started writing all together. Most the songs came together in Phoenix at my house actually ( that’s where we have rehearsals for shows and what not). We wrote some songs in Nashville and a few in New York City. That was a new experience for us. We usually only write in our home town and then leave to go record but on this one we wanted to try some new things so we traveled some different places to do the writing as well.

minutenmusik: You also documented the writing and recording process not only in a YouTube “Making Of”/”Behind The Scenes” but also in a book of the same title, “Miserable Youth”. Was documenting important for you in order to maximise your creativity or did you expand that whole album experience for the fans to become a part of the process as well?

Garrett: Normally when we record it’s kinda our alone time. We don’t really use the internet and focus all the ideas into the album but for this like I said earlier we wanted to do new things so we had our good buddy Lupe come out and document the process. I think it was a nice way to get into the process with us more and see the ups and downs of making an album. You really do get the lowest lows but also the highest highs.. It’s a very interesting time.

minutenmusik: Compared to your previous release “American Candy” – what would you say is the biggest difference or evolution from “American Candy” to “Lovely Little Lonely”?

Garrett: I think mainly it’s the cohesion of Lovely Little Lonely. American Candy is super scatter brain in my opinion. It’s not a bad thing it just doesn’t feel like one thought. The new album has a certain tone throughout the songs that make them all feel like one idea. All my favorite albums feel like that.

minutenmusik: The record’s first song includes the message to celebrate not only the good but also the bad times and all in all, “Lovely Little Lonely” turned out pretty fun and catchy. A lot of other bands with a similar genre have dealt with the topic of depression in their newest releases. Are you guys the positive and happy band in the pop punk business?

Garrett: That’s funny you think that cause in my opinion I feel like there is a look of struggle in Johns lyrics on this album. It’s both sides happy and the sad. You really need both to know what the other is. We used the term „happy sad“ super often while writing and recording.

minutenmusik: Do you have a favourite track on the album and if so, why is it this one?

Garrett: It changes a lot. Right now it’s probably How Do You Feel cause I’m having a good time playing it live. It’s got good energy.

minutenmusik: „Lovely Little Lonely“ is your sixth record already with you being independent as a band for almost six years now. Looking back at all that time – what have been your most memorable moments both good and bad so far?

Garrett: I mean, the whole thing? Can I say that? The life we live as a band is very unique. We are pretty successful rock band that doesn’t need a label or really put into one scene. We get to hope around a lot we our tour choices. We have very passionate fans who understand we like pushing out limits. The good time are great and the bad make the good times better.

minutenmusik: Any embarrassing story you might wanna share with us?

Garrett: Nope. Hahaha

minutenmusik: Too bad. But thank you for the interview.

Garrett: Thank you!

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