Interview mit Tim Hider von und über The One Hundred!

The One Hundred aus England sind laut, verrückt und vereinen verschiedenste Musikrichtungen auf eine individuelle Art und Weise. Müsste man sie vergleichen, so könnte man am ehesten frühe Alben von Enter Shikari oder Linkin Park heranziehen, was zur Beschreibung von The One Hundred jedoch in keinster Weise reichen würde. Vergangenen Monat war die Band erstmalig auf Headliner-Tour in Deutschland unterwegs – wir haben uns Gitarrist Tim Hider gepackt und ihn mit einigen Fragen zu Bandgeschichte und bisherigen Tourerlebnissen gelöchert:

Minutenmusik: Erzähl uns mehr über The One Hundred! Eure erste EP ist 2014 erschienen, wie habt ihr euch kennengelernt und seid zu einer Band geworden?

Tim Hider: Wir sind alle im gleichen Umfeld aufgewachsen und haben früher schon in den gleichen Bands gespielt oder kannten uns einfach aus der lokalen Bandszene. Als wir beschlossen haben, The One Hundred zu gründen, war sofort klar, wen wir in der Band haben wollten, weil wir alle bereits befreundet waren.

Minutenmusik: Wie würdet ihr jemanden, der eure Musik noch nicht kennt, euren Stil beschreiben?

Tim: Es ist eine Art Mix von vielen verschiedenen Dingen. Unsere älteren Sachen gehen eher in Richtung Metal, Grime und Dance. Das dieses Jahr erschienene Album repräsentiert mehr unsere Live Shows und klingt ein bisschen härter, aber wurde trotzdem von verschiedenen Genres wie Hip Hop, Metal, R’n’B oder Pop beeinflusst.

Minutenmusik: Wie du schon sagtest habt ihr in diesem Jahr euer erstes Album „Chaos & Bliss“ veröffentlicht. Wie lange hat es gedauert, das Album insgesamt fertig zu stellen?

Tim: Zu lange! (lacht) Einige der Lieder haben wir zur gleichen Zeit geschrieben wie unsere EP damals. Sie wurden über die Jahre etwas geändert und verbessert, aber es hat uns insgesamt wahrscheinlich so um die zwei Jahre gekostet, das Album komplett fertig zu stellen. Hoffentlich sind wir beim nächsten etwas schneller!

Minutenmusik: Ist „Chaos & Bliss“ denn so geworden, wie ihr es euch vorgestellt hattet?

Tim: Als wir damit angefangen haben, waren wir uns glaube ich gar nicht bewusst, dass wir gerade ein Album schreiben. Wir haben einfach nur Songs geschrieben, von denen wir dachten, sie seien ganz cool. Als wir ein paar Lieder zusammen hatten, haben wir beschlossen, ein ganzes Album daraus zu machen. Vom Sound her wussten wir so in etwa, in welche Richtung wir gehen wollten, aber wir schreiben eigentlich immer nur das, was uns gerade in den Sinn kommt, und wenn es cool klingt, behalten wir es. Wir wussten anfangs also gar nicht, wie sich das Endprodukt letztendlich anhören sollte, aber wir sind sehr zufrieden damit, wie es jetzt geworden ist!

Minutenmusik: Wenn du dich für einen Song vom Album entscheiden müsstest, der dein Favorit ist, welchen würdest du nehmen und wieso gerade diesen?

Tim: Für mich persönlich wäre es wohl „Boomtown“. Der hat einen frechen Groove und sticht für mich sehr heraus. Und es macht Spaß, ihn live zu spielen!

Minutenmusik: Gibt es irgendwelche Musiker oder Band, die euch bzw. euren Sound beeinflusst haben?

Tim: Ich denke, die Musik, die wir alle unabhängig voneinander hören, ist es, was den Sound von The One Hundred definiert. Wir haben alle einen sehr vielseitigen Musikgeschmack, da ist es schwer, den Einfluss auf eine bestimmte Band oder einen Künstler zu beschränken. Aber gerade dadurch, dass wir so viele verschiedene Genres hören und jeder seine eigene Lieblingsmusikrichtung hat, wird unser Sound beeinflusst.

Minutenmusik: Bist du lieber für Aufnahmen im Studio oder live auf der Bühne?

Tim: Für mich persönlich ist es die Zeit, auf Tour zu sein. Ich genieße es auch, im Studio zu sein und diesen „Moment“ zu haben, wo du etwas erschaffst und jeder weiß, das ist genial und alle werden ganz aufgeregt deshalb. Aber ich liebe es, Musik vor Publikum zu spielen, verschiedene Städte und Länder zu sehen. Das ist die beste Art zu reisen!

Minutenmusik: Euer Musikstil ist sehr außergewöhnlich – habt ihr jemals schlechte Reaktionen von einem Publikum erhalten, als ihr zum Beispiel als Vorband unterwegs gewesen seid? Und falls ja, wie geht ihr mit solchen Situationen um?

Tim: Ja, dadurch dass unser Sound ein Mix verschiedener Richtungen ist, hatten wir die Chance mit vielen verschiedenen Künstlern auf Tour zu gehen. Wir haben in der Vergangenheit mit einigen Dubsteb Bands und DJs gespielt, mussten aber feststellen dass das nicht so unsere Zielgruppe ist. (lacht) Was mir da aber als erstes in den Sinn kommt ist die Tour, die wir zusammen mit Mötley Crüe gespielt haben. Offensichtlich klangen wir etwas anders und das Publikum fand uns nicht ganz so gut. Jacob ist aber ein guter Frontmann und ist sehr gut damit umgegangen, indem er denen gesagt hat, dass sie uns nur noch 15 Minuten aushalten müssen und bis dahin die Klappe halten sollen. (lacht)

Minutenmusik: Ihr habt gerade eure erste eigene Headline Tour durch Europa beendet – was zieht ihr für ein Resümee und wie war das deutsche Publikum so?

Tim: Oh ja, die ganze Tour war echt krass! Wir hätten echt nicht erwartet dass die Shows so viel Spaß machen würden, wie sie es letztendlich getan haben. Deutschland ist auf jeden Fall eines der Länder, die wir am liebsten besuchen und die Tatsache, dass Menschen zu unseren Konzerten gekommen sind, mit uns getanzt und nachher noch mit uns abgehangen oder uns was zu trinken ausgegeben haben, war wirklich klasse!

Minutenmusik: Konntet ihr denn Unterschiede zwischen den europäischen Shows/Fans/Locations und denen in der UK feststellen?

Tim: Durch die UK sind wir jetzt schon einige Zeit getourt und wissen da mittlerweile immer schon so ein bisschen, was uns an Locations oder Städten erwartet. Die Fans in der UK sind der Wahnsinn und lieben es, zusammen mit uns abzugehen! Ich denke dadurch ist Europa ein bisschen aufregender für uns, weil wir dort erst ein paar Mal gewesen sind und noch nicht so richtig wissen, was uns dort dann erwartet. Die europäischen Fans haben uns auf jeden Fall mit ihrer großartigen Energie völlig beeindruckt! Selbst als wir nur als Vorband unterwegs waren, haben sie uns schon genauso viel Liebe entgegengebracht wie bei den Headliner Shows!

Minutenmusik: Habt ihr während der Tour auch ein bisschen Sightseeing gemacht? Was war das merkwürdigste oder lustigste, was euch unterwegs passiert ist?

Tim: Bei der Tour jetzt haben wir leider nicht so viel gesehen, weil wir die meiste Zeit im Van waren und gefahren sind… Wir konnten aber ein bisschen durch Berlin laufen und haben Checkpoint Charlie und einige Museen in der Ecke gesehen, das war ziemlich cool. Außerdem hatten wir eine ziemlich verrückte Zeit auf Tour mit Don Broco. Die Typen wissen echt, wie man feiert! Mehr als das sollten wir wohl aber besser nicht erzählen. (lacht)

Minutenmusik: Und was können wir von The One Hundred in Zukunft erwarten? Werdet ihr nächstes Jahr noch einmal nach Europa kommen oder gibt es bisher noch keine weiteren Pläne?

Tim: Nächstes Jahr ist auf jeden Fall geplant, dass wir noch mehr mit dem Album auf Tour gehen werden! Im Januar werden wir in der UK mit Hollywood Undead unterwegs sein – das wird sicher ein großer Spaß. Sonst haben wir bisher nichts bekannt gegeben, aber wir hoffen natürlich sehr, dass wir bald nochmal nach Europa kommen werden!

Minutenmusik: Dankeschön für das Interview!

Hier kannst du dir das aktuelle Album von The One Hundred kaufen!

Und so hört sich das an:

Website / Facebook / Twitter / Die Rechte des Fotos liegen bei BlackChester – danke!

 

ENGLISH VERSION:

Minutenmusik: Can you tell us more about The One Hundred? Your debut EP came out in 2014, how did you guys find each other, how did you start as a band?

Tim Hider: We all grew up in the same area and had played in bands together before or knew each other from other local bands in the scene. When we decided to start The One Hundred it was easy to decide who we wanted in the bands we were all mates already.

Minutenmusik: For anyone who hasn’t heard of you before: How would you describe your style of music in your own words?

Tim: It’s kind of a mash of a whole bunch of things. The early stuff leans more towards a mix of metal, UK grime and dance music. The album is more of a representation of our live shows and is probably a bit heavier in sound, but still has loads of random influences from different genres such as hip hop, metal, r’n’b and pop.

Minutenmusik: Earlier this year, you released your first album Chaos & Bliss. How long did it take you to finish that album?

Tim: Too long! Haha we started some of the songs on the album at the same time we wrote the EP. They’ve been changed and updated over the years but it probably took us around 2 years to finish completely… Hopefully the next one will be quicker!

Minutenmusik: Did it turn out the way you expected it to sound when you started?

Tim: When we started it I don’t think we knew we were even writing an album. We were just writing new songs that we thought were cool. As we started getting a few together we decided to make a full album. In terms of the sound I think we had a rough idea of what we wanted it to sound like, but we kind of just write whatever comes into our heads at the time and if it’s cool we’ll keep it. So we didn’t really know what the end product would sound like, but we’re stoked with how it turned out!

Minutenmusik: If you had to choose your favourite song off the album, which one would it be and why?

Tim: For me personally I think it would be Boomtown. It’s got a wicked groove and it’s a stand out track for me. Plus it’s a lot of fun to play live!

Minutenmusik: Are there any musicians or bands that have influenced you / your sound?

Tim:  I think the music we all listen to as individuals is what creates the sound of The One Hundred. We all have such eclectic tastes that it’s hard to nail it down to specific bands or musicians. But because we listen to so many different genres, and each have our favourite genres, it works it’s way into our sound.

Minutenmusik: Do you prefer being in the studio, recording, or being on tour and playing live?

Tim: For me personally I prefer being on tour. I enjoy being in the studio when you have that „moment“ where you create something and everyone knows it’s wicked and you all get excited about it. But I love playing the music in front of an audience and getting to see different towns, cities and countries. It’s the best way to travel!

Minutenmusik: Your style is very unique – did you ever receive any bad reactions from a crowd f.e. when you were on tour as a support band for someone? (How do you deal with situations like that?)

Tim: Yeah because our sound is such a mix of different things it’s allowed us to play with some varied artists. We’ve played with dubstep bands/dj’s in the past and we quickly realised that’s not our crowd haha. The main time that comes to mind is the tour we did with Mötley Crüe. Obviously we were very different to them and a couple of people in the audience weren’t into our sound. Jacob’s a good frontman though and dealt with it well, telling them we’ve still got 15 minutes left and to suck it up haha.

Minutenmusik: You just finished your first European headline tour – what’s your result of the shows and the German crowds?

Tim: Yeah the whole tour was wicked. We didn’t really expect the shows to be as fun as they were! Germany is one of our favourite places to visit and the fact that people showed up to the shows, danced with us and hung out after to say hey or buy us a drink was awesome!

Minutenmusik: Did you notice any differences between the European shows/fans/venues and the ones in the UK?

Tim: We’ve toured the UK quite a bit now so we kind of know what to expect in terms of the venues and the towns/cities. The UK fans are rad though and love to get wild with us! I think Europe’s slightly more exciting for us right now because we’ve only toured there a couple of times before and we never really know what to expect. The European fans always blow us away with how much energy they have though. Even when we’ve come as a support band they’ve shown us almost as much love as the headliners!

Minutenmusik: Did you do any sightseeing while you’ve been on the road? What was your weirdest or funniest experience?

Tim: We didn’t manage to see much on this last run because we were in the van and spent most of our time driving.. We did manage to have a wander around Berlin though and saw Checkpoint Charlie and some of the museums in the area which was cool. We had some pretty crazy experiences on the Don Broco tour. Those guys like to party! We probably shouldn’t say any more than that haha

Minutenmusik: What can we expect from The One Hundred in the future? Will you be back next year or haven’t you made any plans yet?

Tim: Next year we plan on touring the record more! We’re heading out around the UK in January with Hollywood Undead which is going to be a lot of fun. Other than that we’ve not got anything we can announce just yet, but hopefully we’ll be back to Europe at some point soon!

Thank you!

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