Jahresrückblick 2017: Julia!

Jahresrückblick Julia

Und schon wieder ein Jahr rum. In der Gesellschaft haben sich dabei viele unterschiedliche Entwicklungen abgezeichnet: endlich wurde die „Ehe für alle“ eingeführt (hat ja auch gar nicht lange gedauert), endlich wurden Debatten um ein „drittes Geschlecht“ begonnen, die die Altertümlichkeit des Gender-Binarismus aufgezeigt. Mit #metoo wurde eine Debatte über die große Problematik von sexuellen Übergriffen jeglicher Art losgetreten. Die zwei größten Sorgenbereiter der letzten Jahre zeigten sich mal wieder von ihrer besten Seite: Populismus und Terror. Während die AfD mit sagenhaften 12,6 % in den Bundestag einzieht, sprengt sich ein radikaler Idiot auf einem Ariana Grande-Konzert in die Luft – und nimmt dabei gleich 22 Musikfans das Leben. Damit nur einige Themen des vergangenen Jahres, von denen man viele am liebsten nie wieder hören will. Im Gegensatz zu der Musik der letzten zwölf Monate! Selten konnte ich binnen eines Jahres so tolle neue Künstler*innen und Alben für mich entdecken. Live konnten mich dabei insbesondere INVSN und Prada Meinhoff begeistern, die somit zu meinen persönlichen Top-Newcomern zählen. Andere Acts wie zum Beispiel Der Wahnsinn oder Alex Lahey konnte ich hingegen über neue Alben kennen lernen. Bestenlisten sind ja immer eine schwierige Sache, meine würden wahrscheinlich jeden Tag anders aussehen, hier aber ein Versuch:

Top 10 Alben:
1. Kettcar – Ich Vs. Wir

Kettcar - Ich Vs. Wir
Album des Jahres, genau die richtigen Texte zur richtigen Zeit, dazu noch abwechslungsreiche Musik. (Rezension)

 

2. Fjort – Couleur

FJØRT - Couleur
Auch Platz 2 geht an eine deutsche Band, die mit starken Texten auftrumpft. Beeindruckende Weiterentwicklung, hartes Kopf-An-Kopf-Rennen mit Kettcar. (Rezension)

3. Blood Command – Cult Drugs

Blood Command - Cult Drugs
Größte musikalische Überraschung, da ich mit dieser Band bisher überhaupt nichts anfangen konnte. Durch absolut überragendes Songwriting hat mich das Album aber sofort abgeholt.

4. Arcade Fire – Everything Now

Arcade Fire - Everything Now
Wenige Alben haben dieses Jahr für so krasse Meinungsverschiedenheiten gesorgt. Ich bin ein großer Fan dieser Version von Arcade Fire, die doch immer wieder stark an ABBA erinnert. (Rezension)

5. Nothing But Thieves – Broken Machine

Nothing But Thieves - Broken Machine
Der Übersong „Amsterdam“ setzte die Erwartungshaltung hoch – Nothing But Thieves erfüllten diese voll und ganz, von vorne bis hinten unterhaltsam. (Rezension)

6. The XX – I See You
7. Enter Shikari – The Spark (Rezension)
8. Love A – Nichts ist Neu
9. K. Flay – Every Where is Some Where (Rezension)
10. Wolf Alice – Visions of a Life (Rezension)

Top 10 Konzerte:

  1. INVSN, 18.10.2017 Gleis 22 Münster (Bericht)
  2. Kate Nash, 17.08.2017 zakk Düsseldorf (Bericht)
  3. Jennifer Rostock, 03.02.2017 Palladium Köln
  4. Enter Shikari, 03.12.2017 Palladium Köln (Bericht)
  5. Judith Holofernes, 02.09.2017 Zeltfestival Ruhr (Bericht)
  6. Royal Blood, 06.11.2017 Palladium Köln (Bericht)
  7. Mando Diao, 21.11.2017 Phoenixhalle Dortmund (Bericht)
  8. Arcade Fire, 16.06.2017 Tanzbrunnen Köln (Bericht)
  9. Emma6, 22.04.2017 FZW Dortmund
  10. Milliarden, 31.03.2017 zakk Düsseldorf

Top 10 Songs:

  1. Alex Lahey – Everyday’s the Weekend
  2. The Beaches – Gold
  3. Body Count – No Lives Matter
  4. Kettcar – Mannschaftsaufstellung
  5. Nothing But Thieves – Amsterdam
  6. K. Flay – Blood in the Cut
  7. Shitkid – Alright
  8. Slothrust – Sex and Candy
  9. Jax Jones feat. RAYE – You Don’t Know Me
  10. Portugal. The Man – Feel It Still

Für das neue Jahr stehen mit Fjort, Kettcar, Lady Gaga, Guns ’n‘ Roses, Alt-J und den Marmozets schon jetzt Konzert-Highlights in den Startlöchern, auch unzählige neue Alben wurden bereits angekündigt. Auf, dass es musikalisch mit 2017 mithalten kann und ansonsten sogar noch besser wird!

Rechte an den Albencover liegen bei Grand Hotel van Cleef, Fysisk Format, Sonovox Records und RCA Records.

 

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