Beach Slang, Gebäude 9 Köln, 31.01.2017

Beach Slang, Gebäude 9 Köln, 31.01.2017

Beach Slang sind eine dieser Bands, die immer einige Songs brauchen um in Shows reinzufinden und richtig in Fahrt zu kommen. Sind die Musiker um Songwriter James Alex aber einmal im richtigen Modus, ist den Zuschauern eine einzigartige Show zwischen Musik und anderen Arten der Unterhaltung garantiert. Ähnlich war es auch im Gebäude 9 in Köln, in dem die Gruppe anlässlich ihres zweiten Albums „A Loud Bash Of Teenage Feelings“ Stopp machte.

Schon sichtlich angetrunken betrat James Alex mit seinen Mitmusikern an diesem Winterabend die Bühne des Gebäude 9. Der Alkoholpegel des Amerikaners sollte im Laufe der Nacht auch nicht mehr abnehmen, eher noch zunehmen – anders ist man es von dem Mittdreißiger aber auch nicht gewohnt. Die erste Hälfte des gut anderthalbstündigen Sets orientierte man sich noch klar an der von der Setlist vorgegebenen Showstruktur, wich dann aber deutlich ab. Die Ansagen wurden immer länger, humorvoller und kreativer. Ebenso wurde die Songauswahl ein wenig umgestellt. Hatten zu Beginn nur eigene Songs das Konzert bestimmt, wurden in der zweiten Hälfte auch einige Cover von Rock-Klassikern unter die Eigenkompositionen gemischt. Hier waren Alex und Co offen für Songwünsche auf Zuruf. Highlights waren hier mit Sicherheit das Cover von Oasis „Wonderwall“ im Rockgewand und des Pixies Klassikers „Where Is My Mind?“. Dass Alex dabei nicht jeden Ton traf, unterstrich nur den spontanen Punk-Rock-Charakter des Auftrittes.

Man merkte, dass James Alex auf der Bühne zu Hause ist. So riss er mal seine Gitarre rum, sprang dann in die Luft und schrie darauf seine ehrlichen Texte in das Mikro, als ob dieses ihn persönlich angegangen hätte. Ein Knoten in seinen Schnürsenkeln bewegte ihn schlussendlich sogar dazu die Zugabe barfuß zu performen. „A Punk-Rock-Band in hippie clothes“ witzelte Bassist Ed McNulty. Dass die Band nach zwei Besetzungswechseln im letzten Jahr musikalisch noch nicht 100 prozentig eingespielt und die anderen Mitglieder neben dem hyperaktiven Sänger fast unauffällig wirkten, verzeiht man Beach Slang schnell. Dafür ist die Unterhaltung, die einem James Alex alleine bietet viel zu gut. Wer demnach einen unterhaltsamen Abend unterlegt mit guter Musik erleben möchte, ist auf einer Beach Slang Show richtig aufgehoben.

Und so hört sich das an:

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Beach Slang Live 2017:

10.02.17 – München, Ampere
19.02.17 – Berlin, Musik & Frieden
20.02.17 – Hannover, Lux
21.02.17 – Münster, Sputnikhalle
22.02.17 – Hamburg, Molotow
23.02.17 – Leipzig, Conne Island

Foto von Jonas Horn.

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