Black Peaks, MTC Köln, 18.06.2017

Black Peaks, MTC Koeln, 18.06.2017

Was gibt es besseres, als zwei geniale Live-Bands für kleines Geld zu Gesicht zu kriegen? Eben, nichts! Genau deshalb machten wir uns auch vergangenen Sonntag Abend auf den Weg in das für seine Verhältnisse angenehm gefüllte MTC in Köln um erst den Riff-Giganten von Bad Sign und dann der wohl talentiertesten britischen Newcomer-Band, die es derzeit auf dem Musikmarkt gibt, Black Peaks zu lauschen.

Wobei lauschen eher falsch ist. Beide Bands verlangen nämlich sehr viel Aufmerksamkeit. Schon Bad Sign bewiesen, dass sie auch eine kleine Menge von Menschen so richtig rocken können. Musste Gitarrist Jonathan Harris zu Beginn noch die Zuschauer von der Bar vor die Bühne ziehen, konnte das Trio um Bassist, Sänger und knuffigen Teddybären Joe Appleford schnell mit ihrer energiegeladenen, gleichfalls aber auch emotionalen Show für sehr lauten Applaus und heftiges Kopfnicken sorgen. Heftig, was für einen fetten Sound die Drei heraufbeschwören können. Im nächsten Monat erscheint das Debütalbum „Live & Learn“ der Musiker aus London, von dem man auch in Köln schon einige Tracks spielte. So wie die Tracks live rüberkamen, kann das Album eigentlich nur grandios werden.

Danach durften die Zuschauer sich in die Hände von Black Peaks um Frontman Will Gardner begeben. Diese meisterten ihre Aufgabe sowohl als Entertainer, als auch als Musiker. Vor allem Gardner performte, als sei dies sein letzter Auftritt überhaupt, begab sich ins Publikum um mitten in der Menge kniend das Ende des heftigen „Hang ’Em High“ zu performen. Neben Gardner fiel auch auf, wie gut Drummer Liam Kearley und Gitarrist Joe Gosney jeweils ihre Instrumente beherrschen. Vor allem Kearley trägt wohl einen großen Mastodon-Einfluss mit sich – zumindest deutete sein Spiel das an. In wenigen Tagen dürfe man eben diese Metal-Giganten – Mastodon – in Portugal supporten, kündigte Gardner an. Wie freudig das Quintett diesem Auftritt entgegenfiebert, konnte man den strahlenden Gesichter der Männer ansehen. Hier geht wohl ein Kindheitstraum in Erfüllung.

Knapp eine Stunde lang hatten die Brightoner das Publikum fest im Griff. Nicht allzu oft findet man bei knapp 40 bis 50 Zuschauern Stagediver und Moshpits, die fast die gesamten Gäste miteinbeziehen. Neben Songs aus ihrem Debütalbum „Statues“ präsentierte die Band auch bereits drei neue Songs, an denen man momentan arbeitet. Nach den Festivals soll es dann in eine Pause gehen, in der man am kommenden Album arbeiten will. Von dem, was wir bereits gehört haben, können wir auf jeden Fall festhalten, dass wir auch hier sehr zuversichtlich sind, was das neue Album angeht. Wenn das erscheint, werden Black Peaks mit Sicherheit auch wieder nach Deutschland kommen. Wir freuen uns drauf. Dann sollten aber noch mehr Menschen die Möglichkeit ergreifen und eine solch gute Band für so niedriges Geld unterstützen! Dennoch haben Black Peaks gezeigt, dass es keinen ausverkauften Club braucht um für ordentlich Stimmung und einen schönen Abend zu sorgen.

Und so hört sich das an:

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Bad Sign: Facebook / Twitter

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