The 1975, Palladium Köln, 21.06.2017

The 1975, Palladium Köln, 21.06.2017

Wer noch nie von The 1975 gehört hat, hat etwas verpasst – so viel ist sicher. Die britische Band erlangte 2013 mit ihrem selbstbenannten Debütalbum große Aufmerksamkeit in der allgemeinen Musikszene und legte 2016 mit einem nicht weniger guten Nachfolger nach. Mit letzterem befindet sie sich derzeit im letzten Tourzyklus und kam, bevor es so richtig an die Arbeiten zum dritten Tonträger gehen soll, noch einmal für ein paar bereits verschobene Konzerte nach Deutschland.

Das Kölner Palladium war am Mittwoch dennoch nicht gefüllt, aber ganz gut besucht. Viele „Tumblr Girls“ und einige „Tumblr Boys“ standen bereits vor Beginn der Supportband an ihrem Platz, den es den Abend über zu verteidigen galt. Pale Waves wärmten die Leute 25 Minuten lang auf und spielten Songs aus ihrem noch nicht veröffentlichten Debütalbum, dessen Sound dem der Hauptband nicht unähnlich ist. Dies mag daran liegen, dass es von Teilen von The 1975 produziert wird – eine ideale Einleitung in das Konzert.

The 1975 gaben dann ungefähr 110 Minuten lang Songs aus ihren beiden Alben und den zuvor veröffentlichten EPs zum Besten – ein bunter Mix aus ihrem bisherigen Schaffen. Das Publikum durfte wählen, ob es lieber „You“ oder „Undo“ hören wollte – „Undo“ bekam die knappe Mehrzeit. Auch die B-Seite „Medicine“ schaffte es in diese aufregende Songauswahl. Abgerundet mit allen Hits endete das Set mit „The Sound“, zu dessen Schlussteil das Publikum sprang und eine einzigartige Atmosphäre erzeugen konnte.

Nicht unerwähnt sollte die sensationelle Show von The 1975 bleiben. Während die Band spielt, ist ein tolles Bühnenbild und ein Lichtspiel zu beobachten, das in einigen Momenten für Gänsehaut sorgen konnte. Sänger Matty Healy singt dazwischen mit Zigaretten in der Hand -diese Haltung ist eine Art Markenzeichen und trägt zur Legendenbildung der Band bei. Als obendrein bei „Loving Someone“ ein Lichter-Regenbogen auf das Publikum sank, war die Begeisterung der immer lauter werdenden Fans wahrhaftig ansteckend.

Es bleibt zu hoffen, dass das dritte Album „Music For Cars“ den, nach Shows wie diesen, sehr hohen Erwartungen gerecht werden kann und The 1975 dann sofort wiederkommen. Solange schwelgen die Fans noch eine Runde in Erinnerung…

Und so hört sich das an:

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