Lesetipp: Max & Jakob, Beste Freundinnen

Vor einigen Wochen haben wir Max und Jakob vom Podcast „Beste Freundinnen“ interviewt. Heute ist nun ihr gleichnamiges Buch erschienen. Statt in die neuesten Musikveröffentlichungen bin ich also abgetaucht in die Gefühlswelt der beiden Freunde – und ein Stück weit auch in meine eigene.

Max und Jakob könnten wohl kaum unterschiedlicher sein: Max, der spießige Familienvater im Reihenhaus; Jakob, der unternehmungslustige Single (zumindest noch zum Entstehungszeitpunkt des Buches), bei dem die Partnerinnen zeitweise wechseln „wie bei anderen die Milchpackungen im Kühlschrank“. Was die beiden verbindet, ist das Bedürfnis und vor allem auch die Fähigkeit, unverblümt über die eigenen Gefühle, Wünsche und Ängste zu sprechen – so, wie es eben zwischen besten Freundinnen sein sollte. Seit über 2,5 Jahren machen sie das schon in ihrem Podcast, der alle zwei Wochen bei Mit Vergnügen erscheint. Wem das nicht reicht (und ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen, dass die Folgen süchtig machen!), der bekommt nun auf fast 300 Seiten noch tiefere Einblicke in die Psyche der beiden jungen Männer.

Das Themenfeld deckt dabei so ziemlich alle Bereiche des zwischenmenschlichen Lebens ab: Liebe, Freundschaft, Affären, Familie. Vom Dating über Sex mit der Ex bis hin zum Vaterwerden: Max und Jakob haben zu allem etwas zu sagen. Sind alle guten Frauen schon vergeben? Wie überwindet man seine Schüchternheit? Steht Intelligenz der Lust im Weg? Der Aufbau des Buches ist dabei angenehm abwechslungsreich. Während manche Fragen ausgiebig im Dialog diskutiert werden, gibt es zu anderen kurze, knappe Auflistungen mit den obligatorischen 11 Punkten, die Mit Vergnügen-Lesern schon bestens bekannt sein dürften. Und da die beiden in gewissen Hinsichten eben doch sehr unterschiedlich sind, gibt es auch Themen, zu denen nur jeweils einer seine Gedanken in Worte fasst. Überhaupt hat man den Eindruck, dass durch dieses „in (schriftliche) Worte fassen“ im Vergleich zum Podcast nochmal eine besondere Tiefe erreicht wird. Bestes Beispiel: Wann landen Frauen in der Kumpelecke? Und wie kommen sie da wieder raus? – Diesen beiden Fragen wurde schon jeweils eine ganze Podcast-Folge gewidmet. Man könnte also meinen, es wäre alles gesagt. Im entsprechenden Buchkapitel kommt beim Lesen dank neuer Anekdoten oder strukturierterer Gedankengänge trotzdem keine Langeweile auf.

Aber natürlich geht es nicht immer nur in die psychologischen Tiefen, wenn sich beste Freunde unterhalten. Da kann es auch mal oberflächlich und vielleicht auch ein kleines bisschen chauvinistisch werden und auch das sorgt für Abwechslung und einen guten Lesefluss im Buch. Was nach dem Lesen zurückbleibt, ist das Gefühl, dass hier tatsächlich zwei Personen einen ehrlichen Einblick in ihr Inneres gegeben haben und man wie ein stiller Beobachter an deren Freundschaft teilhaben darf. Was man daraus macht, bleibt jedem selbst überlassen. Man kann es als nette Unterhaltung sehen und sich freuen, dass man als Frau endlich mal hinter die Kulissen der Männerwelt schauen durfte. Oder man kann für sich selbst ein paar Denkanstöße mitnehmen und mit den eigenen besten Freundinnen in Gesprächen versinken.

Um dieses Erlebnis mit noch mehr Menschen zu teilen, gehen Max und Jakob übrigens auf eine Lesereise in den 25hours Hotels (Termine s. unten), für die die Tickets nach gerade mal 15 Minuten vergriffen waren. Das letzte große Geheimnis – nämlich ihre wahre Identität – wird aber auch dort nicht gelüftet.

25.08. – Berlin
27.08. – Hamburg
02.09. – Wien
03.09. – Frankfurt am Main
10.11. – München

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Die Rechte des Titelbildes liegen bei Mit Vergnügen.

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