Defeater

Ein Abend mit Melodic Hardcore. Ein Abend im Underground. Ein Abend mit Defeater.

Irgendwie stimmen einen die Gerüchte, dass der beliebte Club in köln bald abgerissen werden soll, schon traurig. In den vergangenen Jahren habe ich viele Stunden in dem kleinen Club in Köln Ehrenfeld in sämtlichen Gemütslagen eine Menge emotionale Shows gesehen. So wie auch beim letzten Defeater Konzert. Viel Lärm, viel Bewegung vor der Bühne und eine gut aufgelegte Band für wenig Geld. Sowas muss man ja heutzutage schon betonen, da man es nur selten geboten bekommt. Defearer perfomten ein munteres Set aus alten und neuen Songs und präsentierten sich sehr spielfreudig. Ohne viel Schnickschnack einfach nur die Musik im Vordergrund. Einfach nur eine tolle Band in einem tollen Club!

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Sara_Hartman

Sara Hartman – Satellite EP

Wer diese Stimme nicht zauberhaft findet, dem ist nicht mehr zu helfen! Aufgewachsen in der Gegend der Reichen und Geföhnten fand Sara Hartman ihren Platz in zahlreichen Restaurants und Kneipen als Musikerin und versüßte den speisenden und trinkenden Gästen mit ihrer Musik den Abend. Inzwischen lebt die Sängerin mit der stylischen Frisur und der entzückenden Stimme in Berlin und arbeitet professionell an ihrer Musik. Herausgekommen ist dabei schon einmal eine EP, die sich hören lassen kann. Mit Monsters Lead Me Home und Two Feet Of The Ground erschafft die Künstlerin tolle Ohrwürmer. Ich bin gespannt, was man von der bildhübschen Musikerin in Zukunft hören wird!

So hört sich das an:

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KMPFSPRT Intervention

KMPFSPRT – Intervention

Zwei Jahre ist es her, seit die Kölner Punker von KMPFSPRT die deutsche Musikwelt mit ihrem Erstling “Jugend Mutiert” und in Wut verpackter Gesellschaftskritik aufgemischt haben. Heute, im April 2016, kehrt die Band mit einem neuen Album namens “Intervention”, einem neuen Drummer und einem neuen Label zurück. Diese Neuerungen machen sich auch in der Musik hörbar.

Schon die Vorabsingle “Ich hör die Single nicht” deutete besonders thematisch eine neue Richtung an. Weniger wütend klang die Band. Vielmehr wurde auf parodistische Weise die Musikindustrie und

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Bergen_Zeiten für Kerle_Albumcover

Bergen – Zeiten für Kerle

Hier kommt die neue EP von bergen! Zeiten für Kerle heisst das gute Stück, welches  im März 2016 bei K&F Records erschien. Dresdens bergen klingt ein Bisschen nach Element of Crime, aber eigentlich auch nicht. Das, was sie teilen, sind Trompeten und Deutscher Sprechgesang. Dazu gibts ein paar süße Melodien. Um ein Urgestein zu werden, fehlt bergen aber etwas.

Sie selbst hätten angeblich nichts dagegen, in die Kategorie "Schlager" einsortiert zu werden. Ganz so anspruchslos sind bergen aber dann doch nicht. Ihr Auftakt ist ein kurzer Prolog mit dem Thema Alles entgleist, wofür auf der EP scheinbar ein paar Beispiele vertont wurden. Klötze thematisiert offenbar das weitere Ende einer Beziehung der Generation XYZ - trotz Zukunftsplänen. bergen singen bittersüß: "Wir hatten schön gebaut, mit dicken Säulen für den Halt und das Vertrauen, mit bunten Streben, hoch zu Eigentum und Kind."

Die laufenden Toten ist hingegen ein überraschend politischer Song, den man auf Anhieb jetzt nicht erwartet hätte. Er befasst sich mit der leider allzu präsenten Pegida-Bewegung in Dresden. Das Ganze hört sich aber weniger nach steineschmeißendem Protest an, als nach entwaffnender Ehrlichkeit und Melancholie."Irgendwann dann trägt man ein inneres Beige und dein Vertreterfuß findet von selbst einen Weg." Vielleicht der beste Song auf Zeiten für Kerle.

Für mich haben bergen ein riesiges textliches Potential, das derzeit wenige Bands haben. Aber um ein Urgestein des deutschen Musikgebirges zu werden, fehlt für mich die musikalische Variation trotz Background-Gesang und der Kooperation mit dem Dresdener Gnadenchor. Die 7-köpfige Band tourt mit allerhand Instrumentenkoffern. Wahrscheinlich ist eine EP einfach zu klein für sie. Um das beurteilen zu können, muss man sie wahrscheinlich einfach live genießen...

Kaufen kannst du Zeiten für Kerle auf Bandcamp!

Und so klingt das Ganze:

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ok kid zwei

OK KID können alles!

Die Kölner Indie-Rap-Band OK KID meldet sich drei Jahre nach ihrem Debütalbum mit einem neuen Werk wieder. “Zwei” heißt die neue Platte und fällt um einiges positiver als sein Vorgänger aus.

Die Wahlkölner wollen sich nichts mehr vorschreiben lassen. Deshalb thront auch ein gereckter Mittelfinger auf dem Cover ihrer neuen Platte. Diesen richten sie vor allem gegen sich selbst. Gegen ihre Selbstzweifel, die sie noch zu der Zeit ihres selbstbetitelten Erstlings plagten. Nachdem schon die EP “Grundlos” eine positivere Richtung eingeschlagen hatte, scheffeln OK KID sich

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Burning Down Alaska Casey

Gefeierter Tourabschluss!

Vergangenen Samstag zelebrierten Burning Down Alaska im ausverkauften Kölner MTC den Abschluss ihrer ersten Headliner-Tour durch Europa. Mit im Gepäck hatte die Post-Hardcore Band ihre erste Platte “Values & Virtues” und Casey und Acres, welche den Abend eröffnen sollten.

Schon während Casey, die das Publikum mit ihrem atmosphärischen Sound, welcher von emotionalem Gesang und Shouts unterstützt wird, direkt in ihren Bann zogen, kam es vor und auf de Bühne zu massig Bewegung. Menschen enterten die Bühne und ließen sich auf die Menge herabfallen. Genauso kam es des Öfteren

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WhoMadeWho – Get Physical

Gut gemachte, verkopfte, elektronische Musik gibts nicht nur aus dem Hause Monkeytown Records. Grund genug sich auch mit Bands wie WhoMadeWho zu beschäftigen. Zuletzt gearbeitet hat die Band an der durch das Berliner Label Get Physical bekannt gewordenen Compilation "Body Language". Die von WhoMadeWho zusammengestellte Songauswahl lässt sich im Arbeitsalltag genauso gut hören, wie in vollkommener Entspannung mit einem Glas Wein auf der Couch am Abend. Da WhoMadeWho bei ihrer eigenen Musik sowie der hier vorherrschenden Songauswahl einen spannenden Vibe versprühen lassen, macht sich dies nicht nur bei der eigenen neuen Single "Hi & Low" bemerkbar, sondern auch bei den Stücken, die von Künstlern wie The Acid, Ghost Culture oder DJ Tennis auf der CD zu finden sind.

So hört sich das an:

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Neue Kontor-Compilation “Nassau Beach Club Ibiza 2016”!

Innerhalb kurzer Zeit konnte sich der Nassau Beach Club als eine der besten Adressen auf Ibiza etablieren. Die exklusive Location am Playa d’en Bossa ist gelungene Kombination aus Strand Club und Restaurant. Direkt am Meer gelegen konnte sie sich dank liebevoller Dekoration, exquisiter Speisen, exotischer Cocktails und toller Musik im Handumdrehen zu einem der angesagtesten In-Spots auf der Insel entwickeln.

Auch in der bereits neunten Saison bannen die Nassau Beach Club Resident DJs Alex Kentucky und David Crops die einmalige Atmosphäre dieses Strand-Paradieses auf CD und liefern mit einer exquisiten Zusammenstellung von Deep House und Lounge Tracks den offiziellen Soundtrack zu diesem balearischen Hot Spot.

Am 15.April erscheint die Nassau Beach Club Ibiza 2016 bei Kontor Records und ist damit ein Muss für alle Fans der In-Location sowie des Café Del Mar.

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MINE Rezension

Mine – Das Ziel ist im Weg

Da ist es endlich das Mine-Debütalbum auf das viele Fans schon lange gewartet haben. Nicht nur Popfans und Lyrikfanatiker aus der Poetryslammerszene spitzen bei Mine die Ohren, auch die HipHop-Welt feierte in der Vergangenheit zahlreiche Tracks mit Mine, Fatoni und Edgar Wasser. Großartiges Songwriting sowohl aus musikalischer als auch lyrischer Sicht gibt es auf dem Erstling zu hören und immer und immer wieder fällt der Zuhörer den raffinierten Zeilen des Kreativgeists und den tollen, musikalischen Variationen zum Opfer. Mine sprudelt nur so vor Ideen und ist eine Bereicherung für die deutsche Musiklandschaft, da sie eben nicht so "klingt wie". Definitiv einer der interessantesten Acts dieses Landes.

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Rideau_Rideau_Albumcover

Rideau – Rideau

Das Intro von Rideaus erster Platte entführt einen schon beinahe in der Manier einer esoterisch angehauchten Traumreise im Unterricht für bildende Kunst, wie man ihn eventuell aus der Schulzeit kennt. Und dann schreit Gabriel Öberg plötzlich los. So beginnt das selbstbetitelte Debütalbum der schwedischen Punk-Rocker Rideau. Wieder einmal ein dreiköpfiges Punk-Monster, welches kräftig austeilen kann. Gekonnt vermischen sie Sounds aus Rock 'n' Roll, Punkrock und Hardcore zu einem tödlichen Cocktail. Das Album geht straight nach vorne, und reißt alles mit, was sich nicht festhalten kann. Ausnahmen gibt es kaum. Zu nennen wären dafür das verstörende Dvala oder das deutlich getragenere December, welches sich über mehr als 10 Minuten erstreckt. Besonders hier zeigt sich der schmale Grat, der zwischen Genie und Wahnsinn verläuft, binden Rideau doch tatsächlich ein Jazz-Saxophon ein, welches das Album zu seinem guten Ende begleiten darf. Diese Scheibe ist eine echte Achterbahnfahrt!

Hier kannst du das Album kaufen!

Und so klingt das Ganze:

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