Nathan Gray – Feral Hymns

Mit der Post-Hardcore-Band Boysetsfire hat Nathan Gray bereits Geschichte geschrieben. Seit nun mehr 24 Jahren veröffentlicht das Kollektiv bereits erfolgreiche Musik und ist auch aus der Festival- und Konzertlandschaft kaum wegzudenken. Dass Gray und seine Bandkollegen auch unter Musiker*innen beliebt sind, zeigen sie mit ihrem selbst kuratierten Family First Festival, das am 2. Februar 2018 starten wird. Gemeinsam mit anderen hochkarätigen Bands wie Dave Hause & The Mermaid, Fjørt, Great Collapse und AYS werden hier nochmal die großen Hits rausgeholt.

Wer von Grays Stimme generell nicht genug bekommen kann, hatte bisher die Möglichkeit, seinem Projekt Nathan Gray Collective zu lauschen – das zwischen Folk, Goth und Industrial doch mal etwas ganz anderes bot. Nun aber das erste tatsächliche Solo-Album des Sängers und das präsentiert Gray erstmals ganz ruhig und größtenteils ohne jede Art von elektronischen Instrumenten. Der Opener “As The Waves Crash Down” beinhaltet noch einige ruhige E-Gitarren und spricht von Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen – auch wenn alles auf einen einzuprasseln scheint. Nach diesem Mutmacher werden die folgenden Lieder ruhiger, größtenteils getragen von Akustik-Gitarre und Grays Stimme. Besonders stechen hier aber die Produktionen hervor, die dem gewohnten Singer/Songwriter-Muster etwas hinzufügen. So können die simplen Streicher-Melodien, die “Love & Light” untermalen, schon mal für Gänsehaut sorgen. Wenn dann eben diese Streicher auch im folgenden “Alone” fortgeführt werden und Gray über die “reasons why we go to bed alone” philosophiert, sind auch das ganz emotionale Momente, die ungewohnt fragil wirken. Manchmal wird es dann wieder etwas lauter wie in “Quixote’s Last Ride” oder ein Klavier wird eingesetzt (“Across Five Years”). Unglaublich viel Abwechslung kommt hier zwar trotzdem nicht auf, gefühlvoll und ehrlich wirkt das Album aber zu jedem Zeitpunkt.

Im Endeffekt bietet “Feral Hymns” also genau das, was sich Fans von Gray und Boysetsfire wohl gewünscht haben: ein bewegendes Solo-Album, in dem der Sänger auch mal seine verletzliche Seite zeigt, ohne dabei kitschig zu werden. Neben den erwähnten Boysetsfire-Shows wird Gray seine Platte im Anschluss auch gleich auf einer Tour präsentieren. Ungewohnt wird es hier wohl sein, Gray mal außerhalb seines Elements im Post-Hardcore zu sehen. Ob das genau so überzeugen kann wie die laute Variante des Sängers? Nach diesem Album kann man sich das gut vorstellen!

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Und so hört sich das an:

Nathan Gray live 2018:

  • 03.02.2018 Jungle Club Köln
  • 04.02.2018 Faust Hannover
  • 05.02.2018 Pension Schmidt Münster
  • 06.02.2018 Baumhaus Bar Berlin
  • 07.02.2018 Rosenkeller Jena
  • 08.02.2018 Club Stereo Nürnberg
  • 10.02.2018 Heppel & Ettlich München
  • 11.02.2018 Cafe Nun Karlsruhe

Coverrechte liegen bei End Hits Records.

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