Lewis Capaldi Divinely

Lewis Capaldi – Divinely Uninspired To A Hellish Extent

Bei Lewis Capaldi läuft’s. Anders kann man das nicht bezeichnen. Als Support bei etablierten Musikern wie Rag’n’Bone Man, Milky Chance und Sam Smith machte er eine so gute Figur, dass die Fanschar stets wuchs und er als erster Künstler ohne Plattenvertrag 25 Millionen Klicks bei Spotify einsackte – und das mit lediglich einem Song. „Bruises“ war also das erste große Ding des 22-jährigen Schotten. Wer dachte, da geht nicht mehr, war nicht auf „Someone You Loved“ vorbereitet – das … Weiterlesen

We Never Learned To Live - The Sleepwalk Transmissions

We Never Learned To Live – The Sleepwalk Transmissions

Spielt sich der Hardcore meistens hauptsächlich im Lauten ab, so bewegt sich der Post-Hardcore zumeist im Spannungsfeld zwischen Laut und Leise. Hier sind den Künstlern und Künstlerinnen keine Grenzen gesetzt – es darf verletzlich gesäuselt, kraftvoll geschrien, melodisch gesungen werden. Auch We Never Learned To Live aus der britischen Musikhauptstadt Brighton machen es sich mit ihrem zweiten Album „The Sleepwalk Transmissions“ so richtig in der Freifläche zwischen den beiden Extremen bequem, schlagen mal ins eine, mal ins andere aus.

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Klatsch & Tratsch Podcast – Niemand muss ein Promi sein

Moment mal. Podcast? Neee, EP! Seit 134 Folgen begeistern Society-Expertin Elena Gruschka und Musiker Max Richard Leßmann mit ihrem Podcast „Klatsch & Tratsch“ zahlreiche Hörer*innen. Die von ihnen angeführte Facebookgruppe „Klatsch & Tratsch Ultras“ explodierte (nicht zuletzt während der letzten Staffel des Dschungelcamps) auf mittlerweile über 3.500 Mitglieder, die alle bestens über die neuesten Dramen der Kardeshians und Klums Bescheid wissen und gefühlt jede Trash-TV-Eskapade dieser Welt kennen. Und jetzt gibt es auch noch Musik von den beiden Meistern des … Weiterlesen

Defeater - Defeater

Defeater – Defeater

Ein alkoholkranker Kriegs-Veteran. Eine heroinabhängige Mutter. Zwei Jugendliche, die sich den ständigen Streitigkeiten ihrer Eltern ausgesetzt sehen. Alleine die Grundsituation, mit der sich die Familie aus Defeaters Nachkriegszeit-Narrativ herumschlagen muss, deprimiert schon. Alle bisherigen Werke der US-amerikanischen Post-Hardcore-Band drehen sich um diese fiktive Familie aus New Jersey an der Ostküste Amerikas. Erst lässt das Quartett um Frontmann Derek Archambault den Mann blutig von seinem jüngeren Sohn erschlagen, dann verstirbt der Ältere ebenfalls durch die Hand des Jüngeren, später die süchtige … Weiterlesen

Saint Agnes – Welcome To Silvertown

Kaum knarren die ersten rauen Takte des Openers durch die Boxen, müsste sich der schwarze Stiefel des Covers eigentlich im Takt bewegen. Was die Briten Saint Agnes auf ihrem Debüt auf die Beine stellen, ist nämlich ein unwiderstehliches Hexenwerk.

Würde man die White Stripes, July Talk und die Civil Wars vermengen, käme man dem Sound der Londoner wohl noch am nächsten. In den 10 knackigen Songs verarbeiten die Musiker*innen ihre Einflüsse zu einer düsteren Spirale, aus der es so schnell … Weiterlesen

An Horse – Modern Air

Mit krachigen, catchy Songs möchte das Indiepunk-Duo An Horse auch nach sechs Jahren Funkstille wieder in die Herzen der Genre-Fans. Auf ihrem dritten Album setzen die Australier*innen dafür auf Bewährtes, lassen aber auch kleine Experimente zu. Ob sie sich mit diesem Album ein gelungenes Comeback erspielen können?

Gut Ding will nun mal Weile haben und die hatten die beiden in den letzten sechs Jahren wohl zur Genüge. Herausgekommen sind bei den gemeinsamen Sessions in der Heimatstadt Brisbane 11 Songs, die … Weiterlesen

fettes brot lovestory

Fettes Brot – LOVESTORY

Es gibt wenige Rapformationen, die sich wirklich über Jahrzehnte halten können. Der aktuelle gigantische Erfolg der 187 Straßenbande, von Capital Bra, Mero, Ufo361 und vielen mehr ist zwar beachtlich, aber es bleibt abzuwarten, an wie viele von ihnen man sich noch in 10 oder 20 Jahren erinnern wird. Anders sind da zum Beispiel Fettes Brot, die mit ihrem Rap zwar nicht mehr den aktuellen Zeitgeist treffen, aber nichtsdestotrotz seit fast 30 Jahren existieren und auf unzählige Erfolge und Hits zurückblicken … Weiterlesen

Vampire Weekend – Father Of The Bride

“I can’t carry you forever, but I can hold you now” verspricht Danielle Haim dem Publikum, vielleicht aber auch ihrem Gesangspartner Ezra Koenig im Opener des neuesten Vampire Weekend-Albums. Doch so ganz mag man kaum glauben, dass dieser Indie-Epos nicht auch einen Hauch Ewigkeit in sich trägt.

Vor 5 Jahren verlässt das Gründungsmitglied Rostam Batmanglij Vampire Weekend – seitdem erschien auch kein neues Album mehr. Die ersten drei Alben der Band waren allesamt Publikums- und Kritiker*innen-Lieblinge. Diesem Erbe gerecht zu … Weiterlesen

Von Wegen Lisbeth – sweetlilly93@hotmail.com [Doppel-Review]

Drei Jahre nach ihrem Debüt “Grande” veröffentlichen Von Wegen Lisbeth endlich den lang ersehnten Zweitling namens “sweetlilly93@hotmail.com”. Andrea und Emilia haben sich die insgesamt 13 neuen Songs mal angehört und beurteilt, ob sie mit denen der ersten Platte mithalten können…

Andreas Meinung:

Lange haben die Fans auf das zweite Album der Berliner Band Von Wegen Lisbeth gewartet. Fast drei Jahre nach dem Debütalbum „Grande“ ist es nun soweit: der Nachfolger namens „sweetlilly93@hotmail.com“ kommt auf den Markt.

Für diejenigen, die … Weiterlesen

Marina – Love + Fear

Künstlernamen können Fluch und Segen zugleich sein. Manchmal kurbelt man damit die die Karriere erst an. Manchmal verliert man den Bezug zu sich selber. Marina Diamandis scheint zu der letzten Kategorie zu gehören. Fast zwölf Jahre arbeitete sie unter dem Künstlernamen Marina and the Diamonds und veröffentlichte drei preisgekrönte Studioalben. Songs wie „ Primadonna“, „How To Be A Heartbreaker“ oder „Hollywood“ stehen dabei stellvertretend für den Erfolg der Sängerin. Mit „Love + Fear“ meldet sich Marina nach knapp vier Jahren … Weiterlesen