Refugees Welcome

Refugees Welcome – Gegen jeden Rassismus!

In Zeiten, in denen die AFD immer mehr Zulauf bekommt und mittlerweile in mehrere Landtage einziehen konnte, in denen man immer häufiger mit Fremdenhass, Ressentiments, Klischees und falschen Gerüchten konfrontiert wird, ist es desto notwendiger sich rassistischen Äußerungen in den Weg zu stellen. Während Politiker und andere wichtige Persönlichkeiten immer wieder für mehr Offenheit und Menschlichkeit plädieren, gibt es auch zahlreiche Musiker, die ihre Bekanntheit nutzen, um sich ganz klar für Flüchtlinge einzusetzen und damit eine wichtige Vorbildsfunktion, gerade im Musikbusiness für ihre oft junge Zielgruppe, einzunehmen. Mit Egotronic, Neonschwarz, Human Abfall, der Antilopen Gang, Feine Sahne Fischfilet, Frittenbude, A Tribe Called Knarf und vielen mehr haben sich einige Künstler zusammengetan und Songs zur CD "Refugees Welcome - Gegen Jeden Rassismus" beigesteuert. Das Album bietet nicht nur gute Musik von spannenden Nachwuchsacts, sondern zudem die ganz klare Botschaft gegen Neonazis und Rassisten: Wir haben keinen Bock auf euch! Wer also Lust hat etwas gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft zu unternehmen und gleichzeitig noch gute Musik zu kaufen, kann dies gerne über den folgenden Link tun. Sämtliche Erlöse werden lokalen, selbstorganisierten und antirassistischen Initiativen zur Verfügung gestellt!

Hier kannst du die CD kaufen!

So hört sich das an:

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Guts_Eternal_Albumcover

Das geht dir auf die Eingeweide!

Der französische Produzent Guts gibt sich wieder einmal die Ehre... und gönnt uns sein neues Album Eternal. Im Gegensatz zum normalerweise musikalischen Alleingang hat er sich diesmal etliche virtuose Musiker geschnappt, um als Gruppe vereint die Hörorgane der Zuhörer zu stimulieren. Von seinem wunderbar funktionierendem 80/20-Verhältnis was Sampling/Live-Instrumente angeht, wand er sich nämlich einem anderen Zugang zu. Einmal gespiegelt, weniger gesampled und mehr tatsächlich eingespielt, und schon entsteht Eternal. Einflüsse von Stilrichtungen wie Funk oder Soul von Orten wie Kuba oder Afrika lassen sich heraushören. Insgesamt präsentieren Guts und die etliche Meister ihres Fachs, seien es Bass, Streicher oder Keyboards ein herausragendes Hörerlebnis, welches man sich im Sitzen, im Stehen, im Liegen, im Fahren, im Fliegen oder auch im Tanzen bedenkenlos zu Gemüte führen kann! Zumindest, wenn Rap und Hip-Hop nicht abgeneigt ist.

Hier kannst du das Album kaufen!

Und so klingt das Ganze:

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Neue Deutsche House Welle

Neue Deutsche House Welle: Ist das Kunst oder kann das weg?

Lange ist es her, dass Deep House mit deutschen Texten so populär war. Gab es das überhaupt jemals zuvor? Jedenfalls landeten Stereoact, Glasperlenspiel, Gestört aber Geil, Philipp Dittberner, Sandkamel und wie sie alle heißen ganz oben in den Charts und begeistern gerade sehr, sehr viele Menschen in Deutschland. Gleichzeitig gehts einer großen Gruppe an Menschen aber auch unheimlich auf den Sack. Kann man diese Musik also nur hassen oder lieben und nichts dazwischen?

Finde es doch einfach heraus und leg beim nächsten Besuch deiner Freunde die neue Compilation "Neue Deutsche House Welle Vol.1" auf. Alles, was du an Hitfeuerwerk in den letzten Wochen und Monaten gehört hat, ist hier im Deep House-Flair verpackt, enthalten. Also probiers einfach mal aus, eventuell sitzt du am Ende des Abends alleine in deinem Wohnzimmer, eventuell feierst du aber auch eine fette Party und ihr liegt euch singend in den Armen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt 😉

Hier gibt es die Compilation!

Hier ein erster Vorgeschmack:

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Roots Manuva_Bleeds_Albumcover

Richtig schön dramatischer Rap

Schon eine ganze Weile draußen, aber immer noch hörenswert ist Roots Manuvas Album Bleeds. Englischsprachiger, gesellschaftskritischer Rap aus Großbritannien. Manuva tanzt mit seiner tiefen Stimme locker flockig über die mal härteren, mal jazzigeren Beats. Immer mit einer gewissen Prise Dramatik gewürzt, kann sich der geneigte Hörer aktiv berieseln lassen oder Manuva in den Hintergrund verbannen. Ohne konzentriert zuzuhören, werden aber große Teile der lyrischen Sprache verloren gehen. Dennoch verbreiten die dunklen genreüberschreitenden Beats eine ganz besondere Atmosphäre. Verbunden mit den Lyrics haut Roots Manuva ein riesiges rotes Ausrufezeichen 'raus! Besonders sehens- und hörenswert ist das Musikvideo zu Crying!

Hier kannst du das Album kaufen!

Und so klingt und sieht das Ganze aus:

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face to face_2015_protection

Gebt uns mehr Systemkritik, bitte!

Face to Face sind wieder da! Wieder? Nach drei Jahren Pause haben die drei Kalifornier wieder ein Studioalbum herausgebracht. Dabei sind sie erneut zu Fat Wreck Records gewechselt, zu dem Label, bei dem sie auch ihr erstes Studioalbum aufgenommen haben. Die Band besteht eigentlich schon seit 1991, aber der einzige konstante Teil der Truppe ist der Frontmann mit den zwei Vornamen: Trevor Keith. Seine klare Stimme erinnert auf dem ersten Track "Bend But Not Broken" stark an Jimi Pop Ali von der Bloodhound Gang, hat aber sonst nichts mit ihm gemein. Ansonsten zählt das Album ganze elf Tracks und ist leider ziemlich einfältig. Die Songs sind alle melodisch und vielleicht befriedigend für eine College-Party, dem Kritikerohr fehlen allerdings die inhaltlichen Aussagen. Dass Punkrock sich meist nur drei Akkorden bedient, wussten wir ja schon. Und wir wissen, dass Trevor auch anders kann. Sein zweites Projekt Viva Death mit dem Bassisten Scott Shiflett hat eindeutig mehr zu bieten. Hoffen wir, dass Face to Face ihr Talent nicht weiterhin externalisieren. Gebt uns mehr Systemkritik, bitte!

Hier kannst du das Album kaufen!

Und so klingt das:

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marathonmann mein leben gehört dir

Neues im Alten!

Marathonmann sind zurück! Mit neuen Mitgliedern an der Gitarre und am Schlagzeug und einem neuen Album im Gepäck. Mein Leben gehört dir heißt das erste Werk in der aktuellen Besetzung, welches dem Hörer vieles neues, aber auch vieles altes bereithält.Natürlich haben Marathonmann ihren ausdrucksstarken kraftvollen Sound, der wohl am ehesten im Post-Hardcore anzusiedeln ist, nicht verloren, auch, wenn die nach dem Album betitelte Vorab-Single Mein Leben gehört Dir eine andere Richtung einschlägt. Der eher ruhigere Song erinnert vom Gesang teilweise stark an Die Toten Hosen und vom Songaufbau mehr an einen sich aufbauenden Heisskalt-Song, als an ein Marathonmann-Lied. Als Vorab-Song für Verwunderung bei den Fans gesorgt, funktioniert dieser im Kontext als Album-Closer jedoch gut.Es gibt neben diesem auch noch einige andere Stücke unter den zwölf neuen Songs, die auffallen. So findet man beispielsweise in Der Himmel bricht ein erstmals ein durchaus experimentelles Gitarrensolo in einem Marathonmann-Song. Dieses fügt sich geschmeidig in den Sound ein und fügt einen weiteren interessanten Aspekt zum Gesamtbild hinzu.Vor allem lyrisch bleibt sich die Band jedoch treu. Metaphorische Zeilen, wie “Wird die Welt sich weiterdrehen, wenn du deine Augen schließt? Wenn die Hoffnung dich verlässt, wirst du dein Leben mit jemand anderen sehn?” (Das Leben der Anderen) ist man seit Gründung des Quartettes von Texter und Bassist Michael Lettner gewöhnt.Alles in allem ist Mein Leben gehört dir eine sehr runde Sache und eignet sich perfekt für verregnete Herbstabende alleine zu Hause. Die Band hat sich weiterentwickelt und ihren Sound auf eine neue Ebene katapultiert. Wer auf den alten rauen Marathonmann Sound steht und offen für neues ist, sollte sich dieses Album auf jeden Fall zulegen.

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Und so hört sich das an:

Tour 2015 mit Wolves Like Us: 
26.03.16 (D) Leipzig – Felsenkeller
27.03.16 (D) Nürnberg – Z-Bau
28.03.16 (AT) Wien – B72
29.03.16 (H) Solothurn – Kofmehl
30.03.16 (D) Trier – Exhaus
31.03.16 (D) Hamburg – Hafenklang
01.04.16 (D) Köln – Underground
02.04.16 (D) Dortmund – FZW
03.04.16 (D) München – Backstage

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verena von horsten

Wir müssen reden!

Es ist das zweite Album von Verena von Horsten, größtenteils selbst geschrieben und produziert und nicht nur deshalb ein sehr persönliches Werk. Die Texte handeln von den Ursachen und Folgen von Suizid und dementsprechend finster und melancholisch ist die Musik auch über weite Strecken. Die zehn Stücke machen die Entwicklung deutlich, die die Künstlerin in der Zeit nach dem Suizid ihres Bruders Hakon durchgemacht hat. Von der tiefen Depression startend geht es langsam aufwärts, bis zur hoffnungsvollen Auferstehung. Bei diesem Prozess kann man dank dieses Albums teilhaben. Man muss sich für dieses Album auf jeden Fall Zeit nehmen, zum beiläufigen Hören oder als Hintergrundmusik für andere Aktivitäten eignet es sich definitiv nicht. Wenn man sich die Zeit aber nimmt, kann man durchaus Gefallen finden an der äußerst abwechslungsreichen Stimme der Schweizerin und ihrer Musik, die sich irgendwo zwischen Synth-Rock und Dark-Pop befindet. Das Album ist nicht „nur“ Musik, sondern gleichzeitig ein lauter Aufruf, gar ein Befehl, das Thema Suizid in der Gesellschaft zu enttabuisieren und offen anzusprechen.

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So hört sich das an:

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The Bennies_Wisdom Machine_Albumcover

Gentleman meets Drehorgel Out of Space meets blink-182, oder so!

The Bennies sind zurück! Nach dem letzten Album 2013 kommt ihr lang ersehntes Album Wisdom Machine (VÖ 25.03.) auf den Markt. Die 11 Lieder lange Spaßfahrt geht über Zwischenstopps wie Reggae, psychedelische Tanzeinlagen (passend zum Albumcover) in Richtung College-Rock. Gentleman meets Drehorgel Out of Space meets blink-182, oder so. Besonders schön: Das neue Musikvideo zu Detroit Rock Ciggies, eine Hommage an einen meiner absoluten Lieblingsfilme (Back To The Future)! Bei dem ganzen bunten Treiben darf natürlich ein Hidden Track nicht fehlen! The Bennies schmeißen Vieles in einen Topf und wagen sich mit den Psycho-Sounds in neues Terrain. Wer etwas mit einer Melange aus Reggae und College-Rock anfangen kann, der wird mit dem Album viel Spaß haben. Dass es definitiv Abnehmer gibt, zeigt sich übrigens auch deutlich mit Blick auf die Headline-Tour in Australien. The Bennies haben noch etwas vor!

Hier kannst du das neue Album kaufen!

Und so klingt und sieht das Ganze aus:

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Beastmaker_Lusus Naturae_Albumcover

Und Latein können sie auch!

Die kalifornischen Metaller Beastmaker präsentieren ihr neuestes Werk Lusus Naturae (VÖ 25.3) [lateinisch: Spiel der Natur] ! Ähnlich wie in der Rezension zu In The Old Forest  haben die Künstler sich zurück auf die Natürlichkeit besinnt. Bloß: Während Mieke Miami behäbig durch den Wald spaziert, entfesseln Beastmaker wahre Naturgewalten, vergleichbar mit den – zugegeben fantastischen – Ents aus der Herr der Ringe. Oder aber einem natürlichen Wasserfall, der brachial alles mit sich reißt, was sich nicht vorher in Sicherheit bringen kann. Dementsprechend heavy ist Beastmakers Machwerk, Fans von Black Sabbath oder Slayer könnten ihr helle Freude haben. Wer sich auf säuberlich fein abgrenzten Doom-Metal einschießt, der sei gewarnt! Beastmaker lassen es sich nämlich nicht nehmen, auch den Grenzübergängen zu anderen Subgenres große Schritte in andere Territorien zu gehen. Dennoch, wer etwas mit sich rückbesinnendem Metal auf die gute alte Zeit anfangen kann, ist bei Beastmaker gut aufgehoben. Und Latein können sie auch!

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Und so klingt die EP von 2015:

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Mieke Miami_Into The Old Forest_Albumcover

Ein nächtlicher Spaziergang durch den dichten Wald

Die Wahl-Berlinerin Mieke Miami präsentiert ihr neues Album In the Old Forest (VÖ: 25.3.) und nimmt den geneigten Hörer hier direkt mit auf einen Spaziergang! Verspielte Klänge, man mag fast ein Rauschen in den Blättern erwarten... der Albumname passt wie die Katze durch die Katzenklappe! Mal nehmen Mieke und die Restband (Carolina Bigge, Thomas Stieger und Johannes Saal) sich instrumental sehr zurück und der Gesang nimmt eine umso wichtigere Rolle ein. Mal werden die Songs sogar zu einem leicht psychedelischen Erlebnis beispielsweise, wenn Mieke die Freundschaft zu einem Baum besingt ("Looking at the tree, tree looks back at me"). Das Album ist für all die Menschen, die sich nach dem Frühling sehen, besonders empfehlenswert. Denn der ist nach dem Hören von In The Old Forest vielleicht noch nicht draußen, aber im Herzen ganz sicher angekommen!

Hier kannst du das Album kaufen!

Und so klingt und sieht das Ganze aus:

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