The Hunna – Dare

Mit “100” veröffentlichten The Hunna aus England vor zwei Jahren ein vielversprechendes Debüt. Ohrwurmgarantie trifft auf abwechslungsreiche Songs trifft auf eine tolle Stimme trifft auf spannenden Sound. Wie so oft ist das zweite Album das schwerere, insbesondere bei einem derart grandiosen Start steigt der Druck auf die vier Musiker immens. Alles wagen, anstatt auf Nummer sicher gehen, sagt der Titel “Dare” aus – doch so wirklich passen der Titel und das Album dann doch nicht zusammen.

Als Opener wird direkt der Titeltrack gewählt, der mit einer zackigen Gitarre

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Deafheaven - Ordinary Corrupt Human Love

Deafheaven – Ordinary Corrupt Human Love

In der Musik des amerikanischen Blackgaze-Quintettes Deafheaven sah man neben den vielen post-rockigen Soundflächen, dem Gekreische George Clarkes und eingestreuten Blast-Beats als Konstante schon immer den ehrlichen Blick nach innen. Auf ihrem vierten Album, das den Titel „Ordinary Corrupt Human Love“ trägt, schmeißt die Gruppe dieses autobiographische Element nun komplett von Bord und widmet sich alltäglichen Geschichten und Erzählungen. Doch nicht nur der Blickwinkel stellt einen Bruch in der Entwicklung des wohl untruesten Black-Metal-Ablegers dar. Nach dem wieder sehr düsteren

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Yungblud - 21st Century Liability

Yungblud – 21st Century Liability

Yungblud ist 19 Jahre alt und steht vor der Veröffentlichung seines Debütalbums. Schon jetzt wurden sechs seiner Lieder über eine Millionen Mal bei Spotify gestreamt, 5 davon von seiner ersten EP, eines aus dem Soundtrack der Erfolgsserie “Thirteen Reasons Why”. Damit gehört er zu der Reihe neuester Hype-Acts wie Tash Sultana und Grandson – erstere schafft es noch vor Release ihres Debütalbums, das Kölner Palladium auszuverkaufen, letzterer überzeugt mit krassen Streaming-Zahlen- ebenfalls vor dem Debütalbum. Die ersten Singles und der Online-Auftritt scheinen überzeugt

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Gorillaz - The Now Now

Gorillaz – The Now Now

Pop-Musik muss keine nervigen EDM-Breaks haben. Pop-Musik kann auch noch immer kreativ sein. Pop-Musik kann ebenfalls noch immer Genregrenzen aufbrechen. Die fiktive Art-Pop-Band Gorillaz um Blur-Mastermind Damon Albarn und Illustrator Jamie Hewlett zeigt dem Pop-Mainstream bereits seit Ende des 20. Jahrhunderts auf, wie interessant eine Kernschmelze aus Pop, Hip Hop und Rock doch klingen kann und wie einfach es sein kann, gegen die breite Masse zu rebellieren. Trotz der oft unkonventionellen Art der Band, können alleine die Überhits „Feel Good Inc“ und „Clint Eastwood“

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Florence + The Machine – High as Hope

Florence + The Machine sind eine Ausnahmeerscheinung. Seit ihrem Debütwerk “Lungs” weiß das Kollektiv um Sängerin Florence Welch immer wieder zu begeistern und erspielte sich so verdient in Windeseile Headliner-Slots bei Indie-Festivals auf der ganzen Welt. Insbesondere die Vielseitigkeit der Band konnte viele Fans in ihren Bann ziehen und zeigte sich vor allem auf den drei bisher erschienen Alben. “Lungs” war ein buntes Kollektiv aus spaßigen Hits wie “Kiss with a Fist”und alles umarmenden Songs wie “You’ve Got the Love”, “Ceremonials”

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Bullet for my Valentine – Gravity

Ausruhen auf alten Erfolgen soll es für Bullet for my Valentine nicht geben, so Sänger Matthew Tuck. Das Ziel, das “Gravity” erreichen soll, ist klar: der Headliner-Slot fürs legendäre Download-Festival. Ein Schritt nach vorne. Dafür wurden alte Gewohnheiten abgelegt, neue Sounds integriert, ein unkompliziertes, aber spannendes Album geschaffen. Derart viele, große Aussagen für ein sechstes Album müssen erstmal musikalisch gerechtfertigt werden. Die letzten Werke “Temper Temper” und “Venom” galten nicht gerade als Kritiker*innenlieblinge und wurden

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The Carters Everything Is Love

The Carters – Everything Is Love

Na, das sah ja zwischenzeitlich gar nicht gut aus! Hat Jay-Z tatsächlich Beyoncé betrogen? DIESER Typ entscheidet sich dazu, DIESER Frau fremdzugehen? Dazu gehört definitiv ordentlich Mut. Und eine gehörige Portion Selbstverliebtheit. Vielleicht hat er es aber auch gar nicht getan und alles war geschickte PR? Dass man ein so intimes Thema gleich auf zwei Alben („Lemonade“, Beyoncé; „4:44“, Jay-Z) in unzähligen Songs ausschlachtet, ist schon eher fragwürdig. Aber als reichstes Musikpärchen der Welt hat man womöglich

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Blackout Problems - Kaos

Blackout Problems – Kaos (Doppel-Review)

Da kaum eine Band in unserer Redaktion so heiß geliebt und diskutiert wird, wie die Blackout Problems, widmen wir uns den Münchenern nicht in einfacher, sondern gleich in zweifacher Ausführung. Hier unsere Doppel-Review:

Meinung Nummer eins: Die Blackout Problems haben 2016 mit “Holy” ein ziemlich starkes Debütalbum rausgebracht. Seit dem sind die Jungs unentwegt getourt und haben außerdem mit Moritz Hammrich an der Gitarre noch ein weiteres Bandmitglied dazu bekommen. Für die Nachfolgerplatte wurde sich in einen Keller verzogen und ganz versunken in

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