Hurts – Desire

Hurts_Desire

Seit 2009 begeistern Theo Hutchcraft und Adam Anderson als Duo Hurts mit einem unverwechselbaren Synthie Pop- und Achtzigerjahre Sound. Bereits mit ihrem ersten Album „Happiness“ und den Songs „Wonderful Life“ und „Stay“ konnten sie immense Erfolge feiern. Acht Jahre später veröffentlichen Hurts nun ihr viertes Studioalbum „Desire“ und wagen damit so einiges.

Wer auf „Desire“ tragische und düstere Songs á la „Stay“ oder „Blood, Tears and Gold“ vermutet, mag wohl anfänglich etwas enttäuscht sein. Der dunkle Sound, der sich durch die drei Vorgänger Alben zieht, ist auf „Desire“ kaum noch vorzufinden und weicht einer lebensfreudigen Grundstimmung, die an manchen Stellen fast schon nach Euphorie klingt. Dies tut den Liedern an sich allerdings keinen Abbruch, was bereits die vorab Single „Beautiful Ones“ beweist.

Theo Hutchcraft überzeugt in gewohnter Manier mit seiner absolut fantastischen Stimme, die Adam Anderson mit perfekt arrangierten Melodien und Beats untermalt. Die beiden schaffen es so immer wieder den Zuhörer mitzureißen und zu fesseln. Auch die Texte sind tiefgründig und weisen grandiose Botschaften auf. Absolut auffällig ist dabei die Ballade „Something I need to know“, die nur so vor Emotionen und Harmonie sprüht.

Als Wermutstropfen lässt sich die Tatsache nennen, dass Hurts auf „Desire“ ihren Sound ziemlich verändert haben. Der Synthie Pop zieht sich zwar noch immer durch die Lieder, allerdings haben Hurts einen Einschlag in die Mainstream-Pop-Schiene gewagt. Bei einigen Songs wie „Hold on to Me“ ist ihnen dies auf jeden Fall gelungen. Andere Tracks, wie beispielsweise „Boyfriend“ oder „Spotlights“ fallen eher negativ auf. Es fehlt dabei an der Tiefgründigkeit, die Hurts sonst sehr gut in ihren Songs verpacken können.

Dennoch trägt „Desire“ die Handschrift von Theo Hutchcraft und Adam Anderson. Die Arrangements sind wie immer absolut klasse, das Ganze wirkt stimmig und es macht nach wie vor unheimlich Spaß Hurts zuzuhören. „Desire“ ist eine fantastische Platte, hinter der viel Mühe und Arbeit steckt. Die stilistischen Veränderungen sind ungewohnt und nicht bei jedem Lied geglückt, allerdings haben Hurts einen mutigen Schritt gewagt, der durchaus gewürdigt werden sollte. Vielleicht muss man die Songs auch mehrmals hören, damit sie ihr volles Potenzial entfalten. Man darf gespannt sein, was von Hurts noch kommt und vor allem wie die Band das Album Live präsentiert.

So hört sich das an:

Website / Facebook / Instagram Theo Hutchcraft / Instagram Adam Anderson

Die Rechte des Covers liegen bei Sony Music.

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