Kings of Leon sind mit ihrem 8. Album zurück im Ring. WHEN YOU SEE YOURSELF ist typischer Bandsound, aber auch eine Spur zurückgefahren.

Kings Of Leon – When You See Yourself

Was ist für die aktuelle Situation der passende Sound? Chillige Hintergrundbeschallung, die sich während des Home-Office abspielen lässt? Nach vorne preschende Banger, die von der Einöde ablenken? Retromucke, die einen permanent das Wort „Damals“ vors innere Auge hervorholt? Kings of Leon zocken nach viereinhalb Jahren Abstinenz wieder in Albumlänge und wirken fast schon tiefenentspannt.

Als man 2008 noch im großen Stile CDs verkaufen konnte, ging die vierte LP „Only by the Night“ der drei Brüder Followill und des gleichnamigen Cousins … Weiterlesen

Review: Mit "Poster Girl" schafft Zara Larsson ein Pop-Album, das Spaß bereitet. Zumindest Autorin Alina sieht das so.

Zara Larsson – Poster Girl

‘Cause now that you’re gone/ I’m number one/ Boy, I should thank you for who I’ve become/ Don’t need no one/ This girl’s having fun/ Watch me catch fire/ Yeah, look what you’ve done”

Knapp vier Jahre ist es her, dass Zara Larsson ihr hochgelobtes Album „So Good“ veröffentlicht hat. Mit Songs wie „Lush Life“, „Ain’t My Fault“ oder „Never Forget You” konnte sie in den Jahren 2015 bis 2017 den großen Durchbruch feiern. Und das, obwohl die Sängerin … Weiterlesen

Review: Das neue A Day To Remember Album "You're Welcome" ist für Autorin Lucie eine Achterbahnfahrt mit Höhen und vor allem mit Tiefen.

A Day To Remember – You’re Welcome

A Day To Remember sind seit über 10 Jahren eine der größten „Szene-Bands“. Dank des eingängigen Clean-Gesangs im Mix mit Gitarren-Riffs und Breakdowns findet die Band Zuspruch von Pop-Punk- bis hin zu Metal-Fans. Über die Jahre hin entwickelte sich die Band qualitativ stets weiter, blieb diesem Stil aber treu. Nach dem Longplayer „Bad Vibrations“ (2016) wurde es erstmal ruhig um die fünf Amerikaner. 2019 erschien dann die Single „Rescue Me“ zusammen mit DJ Marshmello, die deutlich poppiger und elektronischer … Weiterlesen

Review von Blu DeTigers "How Did We Get Here?".

Blu DeTiger – How Did We Get Here?

Wer bei dem Cover mit einem eher mau produzierten Alanis Morissette-Coveralbum rechnet, hat sich aber ordentlich geschnitten. Trotz all dem Retro-Chic ist Blu DeTiger nämlich so sehr am Puls der Zeit, wie es eben geht. Der kleine Hype um die Bassistin ging nähmlich auf – man ahnt es schon – TikTok los. Man mag über das soziale Netzwerk denken, was man will, aber die dort groß gewordenen Hits haben durchweg einen überraschend hohen Qualitätsstandard. Diese Messlatte überspringt die gebürtige New … Weiterlesen

Review: Autorin Lucie sieht in der Soundentwicklung des neuen Architects-Albums einen ganz klaren Trend rein in die Arenen.

Architects – For Those That Wish To Exist

Neben „wann finden endlich wieder Konzerte statt?“ ist eine der größten Fragen in der Szene, wie es mit der Metalcore-Band Architects weitergeht. Denn die vervollständigte vor etwa 2 Jahren die Album Triologie „Lost Forever//Lost Together“ (2014), „All Our Gods Have Abandoned Us“ (2016) und „Holy Hell“. Die ersten zwei Platten drehen sich um das Leben des Gitarristen und Songwriters Tom Searle nach einer Krebs-Diagnose. 2016 verstarb der gerade mal 28 Jahre alte Hauptcharakter der britischen Gruppe. Für „Holy Hell“ verwendeten … Weiterlesen

Review: Auch das "K.G."-Schwesteralbum bringt gewohnt hochklassige King Gizzard & The Lizard Wizard-Kost.

King Gizzard & The Lizard Wizard – L.W.

Natürlich dauert die Wartezeit auf das nächste King Gizzard & The Lizard Wizard Album gerade mal ein Vierteljahr an. Und natürlich musste auf den mikrotonalen Vorgänger „K.G.” auch das obligatorische Schwesteralbum „L.W.” folgen. Und natürlich vollzieht auch das wieder den bandtypichen Genre- und Einflussspagat. Und natürlich ist das auch wieder durchweg gut.

Brücken schlägt „L.W.” viele. Schon der Opener „If Not Now, Then When“ beginnt da, wo der erste Albumteil aufhörte. Bloß um dann die Spur zu wechseln und einem … Weiterlesen

Review: Julien Baker veröffentlicht mit "Little Oblivions" ihr Magnum Opus – zumindest in den Augen von Autor Jonas.

Julien Baker – Little Oblivions

Konnte „Turn Out The Lights“ noch als „überladen-reduziert“ umschrieben werden, aber blieb dem reduzierten Soundbild treu, so hängt Julien Baker mit „Little Oblivions“ nun endgültig den Songwriter-Perso an den Haken und meldet auf „Bandproduktion“ um.

Natürlich war „Turn Out The Lights“ kein schlechtes Album. Den Lofi-Charme des Debüts ertränkte das zweite Album der Musikerin aus dem US-Bundesstaat Tennessee aber dennoch im Pomp. Zu breit waren die Streicher, die im Mix mit Bakers angekratzter Stimme kuschelten, zu reduziert die Songideen, um … Weiterlesen

NOFX - Single Album

NOFX – Single Album

Mit “Single Album” meldet sich der trotzige Punkrock-Pöbel rund um Mastermind Fat Mike zurück. Dabei gibt sich das kalifornische Quartett aufmüpfig und unbequem wie eh und je. Produziert wurde ihr aktuelles Werk von Descendents-Trommler Bill Stevenson. Natürlich erscheint das Werk auf Fat Wreck Chords, dem Label mit dem besten Labelnamen der Welt. “Single Album“ zeigt die Band von ihrer gewohnt schamfreien Seite. Wobei in den vergangenen Jahren durchaus der Anschein geweckt wurde, dass sich die Gruppe etwas von ihren Wurzeln … Weiterlesen

Review: Wie ein Mixtape bringt Title Fight Co-Leader Ned Russin auf dem zweiten Glitterer Album verschiedenste Stile zusammen.

Glitterer – Life Is Not A Lesson

„Life Is Not A Lesson“ ist knackig zusammengeschustert wie ein Mixtape mit dem Besten aus Indie, Punk und Rock. Doch wer braucht heutzutage noch liebevoll kuratierte, auf individuelle Interessen zugeschnittene, Songsammlungen?

Personalisierte Mixtapes haben in der verführerisch glitzernden Streaming-Welt tatsächlich kaum eine Chance. In der haben algorithmusbasierte Playlists die Aufgabe übernommen, Freund*innen neue Musik nahe zu bringen. Richtig gute Mixtapes hingegen für bestimmte Stimmungslagen, ein ganz anderes Phänomen, für die gibt es Platz. Der Mensch schlägt eben noch immer den … Weiterlesen

Normandie - Dark & Beautiful Secrets

Normandie – Dark & Beautiful Secrets

Es ist nicht leicht sich seinen Ängsten und Geheimnisse zu stellen: „It’s buried deep, a state of mind But I won’t coward out of this fight“, singt Normandie Sänger Philip Strand im Song „Jericho“, der genau diese Schwierigkeit fokusiert. Das ganze Album „Dark & Beautiful Secrets“ des schwedischen Trios behandelt diese Thematik. Die Band, die sich in keine Schublade stecken lässt, wagt mit dem dritten Album einen Schritt ins Unbekannte. Strand erforscht therapeutisch sein Inneres und stößt auf dunkle Geheimnisse. … Weiterlesen