Metric – Art of Doubt

Im großen Indie-Dschungel kommen und gehen jährlich so viele Bands und Acts, dass man schon mal schnell den Überblick verlieren kann. Gerade in solchen Gefilden ist es etwas ganz Besonderes, wenn Bands seit vielen Jahren Alben veröffentlichen und über einen großen Zeitraum hinweg relevant bleiben. Metric gehört genau zu diesen Acts, bereits seit 1998 spielen sie gemeinsam, mit “Art of Doubt” erscheint das mittlerweile siebte Studioalbum. Wie immer geht die Band dabei eine Gratwanderung zwischen Synthie-Indie und Gitarren-Indie. Ob das auch nach so vielen Jahren noch greift?

Vielversprechende

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Adam Angst – Neintology [Doppel-Review]

Am 28. September erscheint der langersehnte Nachfolger für das gefeierte Debütalbum der Punk-Band Adam Angst. Dafür beäugen wir das Werk aus zwei verschiedenen Perspektiven. Zuerst könnt ihr hier Maries Meinung lesen, danach folgt ein zweiter Blick von Julia:

Das mit den Erwartungen ist ja immer so eine Sache, denn eigentlich kann man ja nur enttäuscht werden. Und so erging es mir (zumindest beim ersten Hören) auch mit dem zweiten Album von Adam Angst. Meine Erwartungen an die neuen Songs waren groß, denn ihr selbstbetiteltes Debüt lief bei mir 2015 quasi durchgehend und hat sich

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Der Wahnsinn – Toy!

Den ersten großen Schritt Richtung erfolgreiche Punkband haben Der Wahnsinn schon hinter sich – das Debütalbum “Aus Liebe zum System” konnte bereits einen eindeutigen Trademark-Sound präsentieren. Dieses Jahr will die Band nun mit einer EP-Trilogie überzeugen. Mit dem ersten Teil “Toi!” hat das bereits funktioniert, denn wieder trafen ungemein eingängige Songs auf grandiose gesellschaftskritische Texte. Dementsprechend hoch ist natürlich die Erwartungshaltung für

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Garbage, E-Werk Köln, 17.09.2018

Frauen sind in der Alternative-Szene unterrepräsentiert. Das war früher so, das hat sich bis heute nicht geändert. Umso schöner ist es, eben jene Epigonen der alternativen Szene zu beobachten, die es auch mit weiblichen Musiker*innen auf die ganz großen Bühnen geschafft haben. Im E-Werk treffen dabei die jüngste Punk-Hoffnung Dream Wife auf die Urgesteine Garbage, die ihr Erfolgsalbum “Version 2.0” nicht nur mit einer Jubiläumsedition, sondern auch mit einer Tour feiern.

Wie es sich bei einer Jubiläumstour ja fast schon gehört, besteht das Publikum größtenteils aus den

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Shake Shake Go – Homesick

Der Sommer klingt ziemlich nass ab, gute Laune und Stimmung sind nicht nur musikalisch spärlich gesät. Shake Shake Go könnten da ein kleiner Lichtblick werden. Und Lichtblick ist ohnehin das richtige Wort für das zweite Album der Indie-Band.

Schon die Vorab-Single “Dinosaur”, die hier auch als Opener fungiert, kann einen ordentlich zum Tanzen animieren. Ein Chor singt im ohnehin schon sonnigen Refrain mit, nach diesem übernehmen auch mal die strahlenden Gitarren. Generell steht die gute Laune ganz weit oben im Kurs, was im nass abklingenden Sommer wohl sehr selten der Fall ist.

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Slothrust – The Pact

Jedes Genre verfügt über eigene Regeln und sogar die Subgenre folgen klaren Strukturen. Sobald man sich länger mit Musik ähnlicher Acts auseinandersetzt, erscheint einem irgendwann alles wie ein großer Einheitsbrei. Da stechen eben genau die Künstler*innen heraus, die einen ganz eigenen Trademark-Sound erschaffen und zudem über Genre-Grenzen hinweg arbeiten. Slothrust sind ein Alternative-Trio mit einer Frontfrau. Das sollte eigentlich keine Rolle spielen, häufig lässt sich jedoch auch schon bei Female Fronted Rockbands eine bestimmte Richtung vermuten. Wie sehr Slothrust jedoch darauf

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We Were Promised Jetpacks - The More I Sleep The Less I Dream - Artwork

We Were Promised Jetpacks – The More I Sleep The Less I Dream

In sachten Pastelltönen gehaltene Wolken schieben sich über eine Berglandschaft, die von weißen Strichen durchzogen ist. Über der idyllischen Szenerie schwebt in weißen Buchstaben der Titel “The More I Sleep, The Less I Dream”. Dieses Mal gilt tatsächlich, dass die Verpackung viel über den Inhalt zu sagen weiß, denn beim vierten Album der Indie-Band We Were Promised Jetpacks stehen alle Zeichen auf Melancholie. Knapp 9 Jahre ist es her, dass die Briten mit “Quiet Little Voices” einen der schönsten Indie-Songs überhaupt veröffentlicht haben – was hat

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Tash Sultana, Palladium Köln, 06.09.2018

2018 können Musiker*innen ohne einen großen Hit oder einem Album mal eben 15.000 Tickets verkaufen – das Internet macht es möglich. Rasend schnell verbreiteten sich die Videos einer Person, die alleine unzählige Instrumente bedient und damit einen ganz eigenwilligen Sound erschafft. Die Streaming-Zahlen rasen in die Höhe, die Hallen sind weltweit ausverkauft – die Rede ist natürlich von Tash Sultana. Mit Spannung wird die erste Show der Europa-Tour erwartet – und das Warten wird länger dauern, als man es sich vorstellen kann.

Punkt 8 eröffnen erstmal die Pierce Brothers

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Lygo – Schwerkraft

Schon ein Blick nach Chemnitz reicht, um die dramatische politische Lage in Deutschland zu erkennen. Was sich schon die letzten Jahre in Pegida-Märschen und AfD-Wahlergebnissen niedergeschlagen hat, zeigt sich nun in den krassesten Bildern. Bei solchen Geschehnissen gibt es voll genug Futter für die hiesigen Bands aus dem Punk-Gefilde, denn wer kann hier schon lange ruhig bleiben?

Lygo schon mal nicht, die genau jetzt ihre zweite Platte auf die Menschheit loslassen. Songs wie “Gründe” und “Festgefahren” machen in kurzen, knappen Sätzen jedoch klar, auf welcher Seite

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Darwin Deez – 10 Songs That Happened When You Left Me With My Stupid Heart

Darwin Deez ist schon ein schräger Vogel. Schon bei Pressefotos muss man manchmal schmunzeln, es gibt sogar eine Facebook-Seite für seine Haare. Auf seinen bisherigen drei Alben führte Deez die Zuhörer*innen durch ein waberndes, tuckerndes, tanzbares, verrücktes Land der wildesten Texte. Langeweile kommt hier nie auf, man fragt sich höchstens mal, was genau in seinem Kopf eigentlich los ist. Eingängig blieb es bisher immer und das ist ein großer Vorteil im Dschungel der undurchdringlichen Indie-Kontrahent*innen, die teilweise so abdrehen, dass das Mitsingen quasi unmöglich wird.

Hört

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