Zum feministischen Kampftag präsentieren wir 10 Songs, die besonders zum Kampf für eine feministischere, offenere, freiere Welt beitragen.

Die Liste: 10 Songs für den feministischen Kampftag

Es ist der 8. März und damit feministischer Kampftag. Kämpfe wurden schon immer auch durch Kunst ausgetragen, weshalb wir euch hiermit zehn Songs präsentieren, die für uns besonders stark zum Kampf für eine feministischere, offenere, freiere Welt beitragen. Gleichzeitig starten wir damit ein neues Format – viel Spaß mit der ersten “Die Liste”!

Lizzo – Truth Hurts (2017)

Fest steht: Lizzo ist die unangefochtene Selflove-Queen. Für die Momente, in denen man selbst daran zweifelt, gibt es ihre Hymne “Truth Hurts”, … Weiterlesen

Review: Auch das "K.G."-Schwesteralbum bringt gewohnt hochklassige King Gizzard & The Lizard Wizard-Kost.

King Gizzard & The Lizard Wizard – L.W.

Natürlich dauert die Wartezeit auf das nächste King Gizzard & The Lizard Wizard Album gerade mal ein Vierteljahr an. Und natürlich musste auf den mikrotonalen Vorgänger „K.G.” auch das obligatorische Schwesteralbum „L.W.” folgen. Und natürlich vollzieht auch das wieder den bandtypichen Genre- und Einflussspagat. Und natürlich ist das auch wieder durchweg gut.

Brücken schlägt „L.W.” viele. Schon der Opener „If Not Now, Then When“ beginnt da, wo der erste Albumteil aufhörte. Bloß um dann die Spur zu wechseln und einem … Weiterlesen

Review: Julien Baker veröffentlicht mit "Little Oblivions" ihr Magnum Opus – zumindest in den Augen von Autor Jonas.

Julien Baker – Little Oblivions

Konnte „Turn Out The Lights“ noch als „überladen-reduziert“ umschrieben werden, aber blieb dem reduzierten Soundbild treu, so hängt Julien Baker mit „Little Oblivions“ nun endgültig den Songwriter-Perso an den Haken und meldet auf „Bandproduktion“ um.

Natürlich war „Turn Out The Lights“ kein schlechtes Album. Den Lofi-Charme des Debüts ertränkte das zweite Album der Musikerin aus dem US-Bundesstaat Tennessee aber dennoch im Pomp. Zu breit waren die Streicher, die im Mix mit Bakers angekratzter Stimme kuschelten, zu reduziert die Songideen, um … Weiterlesen

Review: Wie ein Mixtape bringt Title Fight Co-Leader Ned Russin auf dem zweiten Glitterer Album verschiedenste Stile zusammen.

Glitterer – Life Is Not A Lesson

„Life Is Not A Lesson“ ist knackig zusammengeschustert wie ein Mixtape mit dem Besten aus Indie, Punk und Rock. Doch wer braucht heutzutage noch liebevoll kuratierte, auf individuelle Interessen zugeschnittene, Songsammlungen?

Personalisierte Mixtapes haben in der verführerisch glitzernden Streaming-Welt tatsächlich kaum eine Chance. In der haben algorithmusbasierte Playlists die Aufgabe übernommen, Freund*innen neue Musik nahe zu bringen. Richtig gute Mixtapes hingegen für bestimmte Stimmungslagen, ein ganz anderes Phänomen, für die gibt es Platz. Der Mensch schlägt eben noch immer den … Weiterlesen

Turnstile live im Kölner Gebäude 9 im März 2020

Turnstile, Gebäude 9 Köln, 03.03.2020

Eine Subkultur funktioniert in erster Linie immer über Abgrenzung zum Obersystem und zu anderen Subkulturen. Nach einer gewissen Zeit verschwimmen diese Grenzen, sodass die Abspaltung von anderen Untersystemen nur noch schwerlich zu erkennen ist. Dieser Prozess kann sich über mehrere Jahrzehnte ziehen. Der Hardcore hat seine Ursprünge im flotten US-Punk der späten 1970er-Jahre. Bereits seit Ende der 80er entwickeln sich aus dem harten Punk-Ableger weitere Subgenres. So öffneten Bands wie Hüsker Dü und Fugazi die simple Hardcore-Formel in den kommenden … Weiterlesen

Review: Das zweite Album von Search Yiu pflegt mit seinem besinnlichen Sound alte Wunden statt sie aufzureißen.

Search Yiu – SY (+ Gewinnspiel)

Leidvolle Kunst ist kein seltenes Gut: Von Munchs berühmtem „Der Schrei“ über einen Großteil des Emo-Segments der Musik hin zu Horror-Filmen gibt es eine Vielzahl prominenter Beispiele für äußerst populäre und doch erschreckend bedrückende Kunst. Doch warum zieht den Menschen das Leid an? Diese Frage treibt nicht nur Künstler*innen selber sowie verquere Feuilletonist*innen umher, sondern spielt auch in privaten Kontexten durchaus eine Rolle. Gibt uns das Erleben solcher Kunst vielleicht etwas mit, was wir alleine nicht aufbringen können? Das zweite … Weiterlesen

Review: Das Debütalbum von Claud bietet eine willkommene Oase der Besseren Zeiten. Können wir jetzt endlich Sommer haben?

Claud – Super Monster

Ein Lockdown-Album ist „Super Monster“ nicht. Dafür ruft das Debüt von Claud, dem ersten Signing von Phoebe Bridgers Label Saddest Factory, zu sehr nach sonnenreichen Park-Abenden mit vielen Freund*innen. Das Problem: Im Februar 2021 könnte nichts weiter weg erscheinen. Gerade deshalb bietet das Erstlingswerk der Amerikaner*in – Claud selbst schreibt sich die Pronomen they/them zu – Zuhörer*innen mit seinem melancholisch-verträumten Songs eine willkommene Oase der besseren Zeiten an.

Satte Farben dominieren das Soundbild: Das deutet schon das Cover an. … Weiterlesen

Review: Audio88 & Yassin setzen hinter 11 der 13 Punkte ihrer "Todesliste" einen Haken. Zwei Songs wollen aber nicht so wirklich überzeugen.

Audio88 & Yassin – Todesliste

Team Normal ist zurück und hat eine „Todesliste“ im Gepäck. Auf der: Namen von Mitläufern und innovationsarmen Newcomer*innen, von Dieter N*hr und Alice W**del. Doch geraten Audio88 & Yassin auf ihrem fünften Album in eine Wiederholungsschleife?

„WUP“ gibt als „Schellen“-Kopie eine eindeutige Antwort: Zu ähnlich sind die Perspektiven, zu vorhersehbar die ironischen Überzeichnungen, zu offensichtlich live-tauglich Beat und Mitgröhl-Hook. Dem Himmel sei Dank – es regnet Rapper-Pisse – setzen die 12 restlichen Songs zum Gegenbeweis an. Der gelingt bis auf … Weiterlesen

Review: Wie die kalten Nudeln von gestern Mittag. Die Foo Fighters klangen schonmal spannender als auf ihrem zehnten Album.

Foo Fighters – Medicine At Midnight

Neues Material von der Band, die Arena für Arena, Stadion für Stadion, Festival für Festival die immerselbe Spontan-Ultramonster-Vierstunden-Show spielt. Doch: „Fucking weird“, wie Dave Grohl schon Ende 2019 in einem Podcast behauptete, ist „Medicine At Midnight“ nicht wirklich.

Ja, die Corona-Pandemie hat auch den legendären Foo Fighters den ein oder anderen Plan versaut. Denn: Eigentlich war das zehnte Album der Band samt ausgiebiger Tournee schon für 2020 geplant. Naja, jetzt gibt es „Medicine At Midnight“ eben Anfang 2021. Das ändert … Weiterlesen

Review: Mit "Ok Human" kehren Weezer zu alter Stärke zurück. Und das ganz ohne verzerrte Gitarren.

Weezer – Ok Human

Nach dem enttäuschend faden „Black Album“ betreten Weezer wieder die heiligen Hallen von Relevant-City. Der Weggefährte: „Ok Human“, das 14. Studioalbum der Amerikaner.

Nein, es sind nicht die Gitarren, die Weezer zurück zu alter Größe führen. Es sind ein 38-köpfiges Orchester und ein Klavier! An letzterem schreibt Alt-Nerd Rivers Cuomo den Großteil der elf Album-Songs – man lasse das Geplänkel von „Everything Happens for a Reason“ außer Acht. Im Anschluss geht es im Pandemie-Sommer 2020 mit einer Legion an klassischen … Weiterlesen