Im Interview berichtet Bassist Tord Øverland Knudsen von der Entstehung des fünften The Wombats-Albums "Fix Yourself, Not The World".

Interview mit The Wombats über „Fix Yourself, Not The World“

Es war wie im Rausch als zwischen 2005 und 2010 zuckelige Rhythmen, schrammelige Gitarren und sülzig-eingängige Refrains durch europäische Hallen fegten. Deren Urheber: Die Class of ’05, eine Gruppe vorweg britischer Indie-Rock Bands. Unter ihnen: Bloc Party, die Arctic Monkeys, Maximo Park. Knapp fünf Jahre lang hielt der Hype an. Bis unter die Decke volle Clubs, zunehmend zu groß um als „Clubshows“ durchzugehen. Pogo. Viel Tanz. Herzschmerz. All das kennzeichnende Merkmale der Welle. „Die Shows – Weiterlesen

Wer wird 2022 durchstarten? Wie gewohnt blicken wir Anfang des Jahres in die Glaskugel undgeben einen Überblick über die aktuell spannendsten Newcomer*innen.

Unsere Newcomer*innen für das Jahr 2022

Wer wird 2022 durchstarten? Wie gewohnt blicken wir Anfang des Jahres in die Glaskugel und versuchen einen Überblick über die aktuell spannendsten Newcomer*innen zu geben.

Einige Dinge fallen bezüglich unserer diesjährigen Auflistung ins Auge: Rock-Musik steht weniger im Fokus denn je. Und dafür Rap so sehr wie noch nie. Außerdem: Genre is dead! Viele der aufgeführten Künstler*innen lassen sich nicht klar einem Genre zuordnen. Zudem: Gleich zwei Künstlerinnen sammelten in ihren Jugendjahren schon im Schauspiel Erfahrung, starten jetzt aber auch … Weiterlesen

Doppelreview: Das zweite OG Keemo-Album "Mann Beisst Hund" wird 2022 neue Maßstäbe setzen. Grund genug das Ganze von zwei Seiten zu beleuchten.

OG Keemo – Mann Beisst Hund [Doppel-Review]

Zweieinhalb Jahre ohne größeres Release sind eine Ewigkeit im Deutschrap-Game. Es spricht also Bände, dass OG Keemo derart lange brauchte, um dem hochgelobten „Geist“ einen Nachfolger hinterher zu schieben. „Mann Beisst Hund” heißt der und schlägt mit ähnlicher Wucht ein wie das 2019er Debüt. Grund genug sich dem Ganzen von zwei Seiten zu nähern.

Jonas sagt:

Es gibt Alben, die haben Aura. Diese Aura – die PR, visuelle Aufmachung, Vorabveröffentlichungen – signalisiert schon vor dem ersten Hördurchgang: Das wird groß. … Weiterlesen

Von Turnstile, über Tristan Brusch, Girl In Red zu Billie Eilish: Jonas blickt auf sein Musikjahr 2021 zurück.

Jahresrückblick 2021: Jonas

2021 lässt sich in wenigen Worten umschreiben: Das erste Halbjahr war stressig und trist, das zweite zumindest größtenteils ertragbar. Dementsprechend überrascht war ich beim Durchstöbern diesjähriger Veröffentlichungen, dass doch auch die ein oder andere Platte aus der ersten Hälfte hängen blieb. Doch dazu im Verlauf mehr, beginnen möchte ich zunächst gewohnt schattig.

Die Flops des Jahres:

3. Alternative Rock
Meine Beziehung zum Alternative-Genre neigt sich schleichend dem Ende zu. Das mag zum einen an der schwindenden Einfältigkeit seiner Vertreter*innen liegen.… Weiterlesen
TikTok Hits Edwin Rosen

Die Liste: 10 Songs, die mehr sind als ein viraler TikTok Trend

„Auf TikTok gibt es doch nur Tanzvideos und das benutzen doch sowieso nur 14-Jährige“ – dass dieses Vorurteil mittlerweile nun wirklich nicht mehr stimmt, sollte den meisten mittlerweile klar sein. Aber nicht nur das: Für Musikfans eröffnet sich auf TikTok fast schon eine ganz neue Welt, in der man jeden Tag neue Songs entdecken kann. Da wären natürlich zum einen die Tracks, die quasi schon für die Plattform konzipiert wurden und deshalb dort viral gehen. Es gibt aber auch eine … Weiterlesen

Review: Mit "Bloom" verpassen Kid Dad ihrem Sound die nötige Neuausrichtung. Diese gelingt und öffnet die Band für die hiesige Indie-Szene.

Kid Dad – Bloom EP

Kid Dad ziehen es vor einzelne Singles zu veröffentlichen statt lange Zeitintervalle zwischen Releasezyklen verstreichen zu lassen. Damit nähern sich die Paderborner dem Zeitgeist, der in Indie und Rock eigentlich noch nicht wirklich Fuß gefasst hat. Ihre letzten vier Singles bündelt die Band nun mit einem zusätzlichen Song zu der EP „Bloom“. Die weicht die Kanten des bisherigen Kid Dad-Sounds angenehm auf.

Der nächste Langspieler (…) muss gewaltige Schritte wagen, damit die Paderborner sich nicht in der Eindimensionalität ihres Weiterlesen

Konzertbericht: Kummer bringt die "Kiox"-Tour nach Köln. So war das Konzert!

Kummer, Palladium Köln, 01.12.2021

Knapp zwei Jahre musste Kummer auf die Hallentour zu seinem Nummer-1-Album „Kiox“ warten. Doch im zweiten Pandemie-Herbst sollte es nun endlich soweit sein und der Tourkonvoi rollte los – ebenso die vierte Welle. Das Resultat: Gerade einmal sechs der ursprünglich geplanten 13 Shows finden statt – unter diesen ist auch das lange ausverkaufte Konzert im Kölner Palladium.

Die Anreise begleitet ein mulmiges Gefühl. Noch am selben Tag sagt Kummer über seine Social Media-Kanäle die übrigen Konzerte in Münster und Berlin … Weiterlesen

Review: "Speed Date" ist das vierte Haiyti Album seit 2020. Leider ist es auch das erste, das an Qualität einbüßt.

Haiyti – Speed Date

77 Songs binnen 74 Wochen: Das gibt 1,04 Songs die Woche. An Quantität lässt Haiytis Output offensichtlich nichts missen. Bislang galt das auch für die Qualität. Mit „Speed Date“, ihrem 25 Songs dicken siebten Album, ändert sich das nun.

Dabei stehen die Sterne für das vierte Album der Rapperin seit dem ersten Coronasommer 2020 eigentlich gut. „Speed Date“ nämlich hat Haiyti-typische Pop-Smasher. „Niemandsland“ etwa oder „Sterben“ schließen nahtlos an die Größe eines „La La Land“ und „100.000 Fans“ an. Das … Weiterlesen

Tristesse bringt Indie mit Musiknerdtum in Vereinigung. Genau dort schlummert das Potential der Berliner Band.

Tristesse – Im Schwächsten Licht EP

Tristesse sind Indie genug um hippe Cool-Kids anzusprechen und Shoegaze genug um das Interesse schüchterner Musik-Nerds zu erregen. Dementsprechend riesig ist das Potential der jungen Berliner Band.

Es braucht lediglich wenige Takte verwaschene Gitarren bis der Sturm an Melodie losbricht. Dann steigen Tristesse gänzlich in den „Rausch“ – so heißt das erste Stück des vier Song starken Debüts „Im Schwächsten Licht“ – ein. „All die Jahre tropft Blut aus der Nase; Sich ausprobieren, sich stets verlieren“, singt Band-Sprachrohr … Weiterlesen

Review: Das vierte Idles-Album "Crawler" ist unbequemer und weniger greifbar als seine Vorgänger.

Idles – Crawler

War „Ultra Mono“ eine offenherzige Umarmung, so begrüßt „Crawler“ Zuhörer*innen mit vorausgestellter Schulter. Denn: Das vierte Album der Idles ist in vielerlei Hinsicht eine Antithese zu seinem Vorgänger. An die Stelle von teils im Vocal-Booth improvisierten, mit Wortmalereien gespickten Texten treten dort poetische Ein-Zeiler und eng gestrickte Narrative. Und: Straighte Dance-Beats weichen kantigen Rhythmen und kunstigem Post-Punk.

Der Wind ist kühler, den „Crawler“ aus den Boxen in die Gehörgänge bläst. Wo der Idles-Drittling noch empowernde Demoschild-Sprüchchen aneinanderreihte und damit vielerorts … Weiterlesen