Blackout Problems

Blackout Problems, Junkyard Dortmund, 19.07.21

(Die gesamte Galerie findet ihr unter dem Text.) 2019 brachten die Blackout Problems uns KAOS. Inzwischen haben sie DARK rausgebracht und sind damit endlich live auf den Bühnen Deutschlands unterwegs. Am Montag waren sie in Dortmund, wo auf dem Gelände des Junkyards aktuell Corona konforme Open-Air Konzerte stattfinden können.

Zwischen ausrangierten Autoreifen, Fahrrädern, einem alten Schulbus und allerlei anderem „Schrott“ können in dieser urigen Location endlich wieder Konzerte gefeiert werden. Doch der Graben zwischen Publikum kann dieses Mal nicht physisch … Weiterlesen

DZ Deathrays Bandfoto 2021

Interview mit DZ Deathrays über „Positive Rising“

(ENGLISH VERSION BELOW) Weil die DZ Deathrays ungewöhnlich viele Songs für ihr viertes Album hatten, teilten die australischen Dance-Punks „Positive Rising“ in zwei Teile auf, die in recht kurzen Abständen veröffentlicht werden sollten. Doch so wie bei vielen warf die Pandemie die Pläne der dauertourenden Australier durcheinander. Wie sie für das Projekt zum Trio heranwuchsen, warum Hunde immer eine wiederkehrende Rolle in ihren Songs spielen und wie die Band den Lockdown produktiv nutzte, erzählte uns Gitarrist und Sänger Shane Parsons Weiterlesen

DZ Deathrays – Positive Rising: Part 2

Die australischen Dance-Punks DZ Deathrays machen auf dem zweiten Teil ihres Rock-Epos „Positive Rising“ wie immer alles richtig und bringen diesmal ihre Garagenparty zumindest atmosphärisch auf die Stadionbühne.

Die richtige Dosis

Mit ihrem jugendlich lärmigen Debüt „Bloodstreams“ von 2012 legten Shane Parsons und Simon Ridley als DZ Deathrays noch sämtliche Garagen in Schutt und Asche, wenn die Eltern mal nicht da waren und drehten bei Auftritten teils so laut auf, dass sie schon mehrfach von der Bühne flogen. Das sich … Weiterlesen

Review: Meteorologisch ist er schon einige Tage da, jetzt kommt er auch bei Kapelle Petra: Der Sommer.

Kapelle Petra – Der Sommer EP

Der Sommer ist da! Gut, das mag jetzt nicht unbedingt die bahnbrechendste Erkenntnis sein, das haben Meteorologen und das Thermometer längst erfolgreich verifizieren können. Gemeint ist hier aber auch gar nicht die Jahreszeit an sich, sondern die neue EP von Kapelle Petra, die gemäß der vier Jahreszeiten auch vier EPs veröffentlichen. Frei nach dem Motto „alles zu seiner (Jahres-)Zeit“ erschien nun „Der Sommer“ und löst damit den Vorgänger „Der Frühling“ ab. Darauf zu finden sind erneut vier Stücke, die einen … Weiterlesen

Review: Das Debüt des Peter Muffin Trios um Die Nerven Bassist Julian Knoth ist mehr als ein großer Spaß.

Peter Muffin Trio – Stuttgart 21

Im Januar noch veröffentlichte Julian Knoth aka Peter Muffin eine humorvolle Quatsch-Platte im Alleingang, nun steht er mit seinem Bruder Philipp Knoth und der Videokünstlerin Caroline d’Orville als das Peter Muffin Trio vor dem Mikrofon. „Stuttgart 21“ heißt das Debütalbum der drei Musiker*innen. Das wäre laut der Band ohne Produzent Nicolas Epe eine schrullige Punk-Platte geworden. Eigentlich.

Zu seiner eigen Glück ist das Debüt des Peter Muffin Trios nun doch weit mehr als stumpfer Punk. Mehr als deutlich macht das … Weiterlesen

Review: The Murlocs aus Melbourne überzeugen auf ihrem fünften Album "Bittersweet Demons" mit sonnigem Psych-Pop.

The Murlocs – Bittersweet Demons

Schnappt euch ein eiskaltes Victoria Bitter und genießt mit dem fünften Album der Band aus Melbourne sonnendurchfluteten Psych-Pop, der wie für die Party am australischen Surferstrand gemacht ist. Prägende Stilmittel von The Murlocs bleiben das schwindelerregende Mundharmonikaspiel und der temperamentvolle Gesang von Sänger/Gitarrist Ambrose Kenny-Smith. Im Gegensatz zu den Garage-lastigeren Veröffentlichungen bisher ist „Bittersweet Demons“ weniger ungezügelt und auch die Fuzz-Pedale bleiben diesmal größtenteils im Gitarrenkoffer. Dafür bauen die Australier ihre Songs auf sanfte Piano-Melodien und verschmelzen diese mit … Weiterlesen

Vanilla Ninja sind zurück!

Viele von uns haben sicherlich eine Liste an Bands, die den eigenen Musikgeschmack nachhaltig geprägt haben. Musiker*innen, die wichtig für die eigene Entwicklung waren, aber auch prägende Bands, bei denen man die Chance verpasst hat, sie live zu erleben. Für mich – und sicherlich auch viele andere junge Mädchen – waren Vanilla Ninja eine davon!

Kaum eine Band hat mich und meinen Musikgeschmack als Teenager so sehr geprägt wie die estnische Poprock-Band, die 2003 mit ihrer Single “Tough EnoughWeiterlesen

Northern Light – Into The Dark

Auf den Zug aufspringen, der aktuell einen Durchbruch verhofft, oder doch bei dem Stil bleiben, für den das Herz schlägt? Diese Frage stellt sich, wenn eine Band Zeit und vor allem Geld in die erste EP steckt. Die Jungs von Northern Light gehen mit „Into The Dark“ zweiteren Weg. Mit überzeugenden Live-Auftritten beschreiten sie diesen sicherlich auch bald erfolgreich.

Die Platte umfasst fünf Lieder, die sämtliche Einflüsse, Vorlieben und Interessen der Band aufzeigen. Der Opener „Northern Light“ bringt das direkt … Weiterlesen

Review: Aus dem rosanen Nebel treten Garbage als radikale Allies hervor, die bei jedem heutigen Protestmarsch herzlich willkommen wären.

Garbage – No Gods No Masters

So klingt das also, wenn Dinos den Urknall überleben. Als Garbage 2018 auf Tour zu ihrer Jubiläumsausgabe des großartigen “Version 2.0” in Köln halt machten, wartete die Meute noch ausschließlich auf die alten Tracks der 90er. Eine klassische Erwartungshaltung an eine Band, die seit über zwei Jahrzehnten große Hallen auf dem Globus füllt. Und auch irgendwo nur nachvollziehbar, dass sich viele Acts diesem Druck beugen und ihre neuen Studioalben ziemlich stiefmütterlich behandeln. Nachvollziehbar, aber irgendwann auch ziemlich öde. Umso schöner … Weiterlesen

Ohne große Vorab-Promo veröffentlichen King Gizzard ihr neues Album "Butterfly 3000". Das ist gut, aber nicht grandios.

King Gizzard & The Lizard Wizard – Butterfly 3000

Es ist ein King Gizzard-typischer Move: Ihr 18. Album kündigt die australische Band nur mit Titel und Veröffentlichungsdatum an. Den Rest – die Tracklist, die Musik, das Cover – erfahren Fans erst am Tag der Veröffentlichung selber. „Butterfly 3000“, wie das Studioalbum heißt, ist auch sonst wieder typisch untypisch, gerade in den Momenten aber am schwächsten, in dem es zu sehr an alte Muster erinnert.

Nach den fast schon wohlbekannten mikrotonalen Ausflügen auf dem Geschwister-Doppel „K.G.“ / „L.W.“ ist „Butterfly … Weiterlesen