Review: Mit ihrem Debütalbum dürften Cleopatrick wohl einer der heißesten Liveacts für die After-Pandemie-Zeit sein.

Cleopatrick – Bummer

Während Royal Blood das Album ihrer Karriere rausgehauen haben und die ewigen Schürzenjäger von Death From Above 1979 ihre sanfte Seite entdeckten, wildern Newcomer Cleopatrick im Power-Rock-Revier der beiden Genregiganten und machen dabei auch noch fette Beute.

Anders als bei den ähnlich schlagkräftigen Duos donnern uns die jungen Kanadier ihren stampfenden Alternative-Rock ohne Bass, dafür in der Kombination Gitarre/Schlagzeug um die Ohren. Das klingt dadurch zwar weniger nach Disco als die aktuellen Erscheinungen der beiden Referenzgrößen, heizt aber vielmehr mit … Weiterlesen

Review: "Nowhere Generation" ist das stärkste Rise Against Album der letzten 10 Jahre und trotzdem durchwachsen.

Rise Against – Nowhere Generation

Es ist eine verbreitete Bitte unter Hardcore-Punk-Nostalgiker*innen: Rise Against mögen wieder in die rauen Gewässer zurückkehren, in denen sie einst vor über zwei Dekaden in Richtung Festival-Headlinertum ablegten. Mit dem neunten Album der Chicagoer erfüllt sich dieser Wunsch zwar nicht, alte Muster werden aber dennoch bedient.

Runterskalieren

Als Radio-Punks galten Rise Against spätestens seit dem dreckig-gelben Anti-Krieg-Manifesto „Appeal To Reason“. Drei Jahre später trieb „Endgame“ diesen Versuch den leicht hardcore-lastigen Punk-Rock mit Pop-Sensibilität und großen Gesten zu untergraben noch weiter. … Weiterlesen

Wolf_Alice_Blue_Weekend

Wolf Alice – Blue Weekend

Szenenwechsel: Wo auf dem Cover des Vorgängeralbums “Visions of a Life” noch eine einsame Tänzerin in einem Wald posiert, warten wir auf “Blue Weekend” nun mit der ganzen Band Wolf Alice auf den Bus. Vielleicht ist diese radikale Neuausrichtung auch nötig, um sich von einem so großen Erfolg einer Platte zu emanzipieren, wie ihm der Zweitling der Brit:innen zuteil wurde. Mit diesem wurden die vier schlagartig zu den Everybody’s Darlings einer neuen Welle an alternativer Gitarrenmusik und machten … Weiterlesen

Review: Nach der großen Ankündigung erscheint nun endlich das sechste K.I.Z-Album „Rap über Hass“. Wir besprechen das Album gleich zweifach.

K.I.Z – Rap Über Hass [Doppel-Review]

Nach der großen Ankündigung Ende 2020 erscheint nun endlich das sechste K.I.Z-Album „Rap über Hass“. Grund genug dem ganzen gleich aus zwei Perspektiven zu begegnen.

Anna macht den Anfang:

Wer hätte gedacht, dass in Zeiten von Lockdown, Kontaktbeschränkungen und Konzertverboten eine der großartigsten musikalischen Meldungen das Land zum fanatischen Jubeln bringen könne? (Bitte was?!) Ja, ganz recht gehört: K.I.Z sind zurück – fallt auf die Knie und huldigt euren Göttern! 

Stolze sechs Jahre lang haben die Berliner Masters of Rap … Weiterlesen

Olivia Rodrigo

Olivia Rodrigo – Sour

Vor kurzem entdeckte ich ein Meme in den Tiefen der sozialen Netzwerken mit dem Satz: “I miss that crush feeling nobody told me you get older and men just stop being exciting to talk to”. Das amüsierte nicht nur mein queeres Herz, sondern bestätigte auch die Erfahrungen vieler Leute in meinem Umfeld. Teenage-Liebe also als dieses größte aller Gefühle, bei dem man sich sicher ist – so wie ich hat noch niemand empfunden. Vielleicht haben Liebeslieder von jungen Heranwachsenden deswegen … Weiterlesen