Zum feministischen Kampftag präsentieren wir 10 Songs, die besonders zum Kampf für eine feministischere, offenere, freiere Welt beitragen.

Die Liste: 10 Songs für den feministischen Kampftag

Es ist der 8. März und damit feministischer Kampftag. Kämpfe wurden schon immer auch durch Kunst ausgetragen, weshalb wir euch hiermit zehn Songs präsentieren, die für uns besonders stark zum Kampf für eine feministischere, offenere, freiere Welt beitragen. Gleichzeitig starten wir damit ein neues Format – viel Spaß mit der ersten “Die Liste”!

Lizzo – Truth Hurts (2017)

Fest steht: Lizzo ist die unangefochtene Selflove-Queen. Für die Momente, in denen man selbst daran zweifelt, gibt es ihre Hymne “Truth Hurts”, … Weiterlesen

Kings of Leon sind mit ihrem 8. Album zurück im Ring. WHEN YOU SEE YOURSELF ist typischer Bandsound, aber auch eine Spur zurückgefahren.

Kings Of Leon – When You See Yourself

Was ist für die aktuelle Situation der passende Sound? Chillige Hintergrundbeschallung, die sich während des Home-Office abspielen lässt? Nach vorne preschende Banger, die von der Einöde ablenken? Retromucke, die einen permanent das Wort „Damals“ vors innere Auge hervorholt? Kings of Leon zocken nach viereinhalb Jahren Abstinenz wieder in Albumlänge und wirken fast schon tiefenentspannt.

Als man 2008 noch im großen Stile CDs verkaufen konnte, ging die vierte LP „Only by the Night“ der drei Brüder Followill und des gleichnamigen Cousins … Weiterlesen

Review von Blu DeTigers "How Did We Get Here?".

Blu DeTiger – How Did We Get Here?

Wer bei dem Cover mit einem eher mau produzierten Alanis Morissette-Coveralbum rechnet, hat sich aber ordentlich geschnitten. Trotz all dem Retro-Chic ist Blu DeTiger nämlich so sehr am Puls der Zeit, wie es eben geht. Der kleine Hype um die Bassistin ging nähmlich auf – man ahnt es schon – TikTok los. Man mag über das soziale Netzwerk denken, was man will, aber die dort groß gewordenen Hits haben durchweg einen überraschend hohen Qualitätsstandard. Diese Messlatte überspringt die gebürtige New … Weiterlesen

Wolf Alice

Wolf Alice sind zurück mit “The Last Man on Earth”

Was macht man eigentlich, wenn man mit dem zweiten Album schon einen der begehrtesten Musikpreise der Welt gewinnt? Wenn es nach Wolf Alice geht, die für “Visions of a Life” 2018 den renommierten Mercury Award entgegen nehmen durften, erstmal ein paar Monate zurückziehen und auf die eigenen Herzen hören. Worauf die Fans ohnehin sehnsüchtig warteten, bekommt nun inmitten des Lockdowns eine noch bedeutsamere Wirkung: Mit dem sphärischen “The Last Man on Earth” kündigen Wolf Alice nun das dritte … Weiterlesen

Review: Julien Baker veröffentlicht mit "Little Oblivions" ihr Magnum Opus – zumindest in den Augen von Autor Jonas.

Julien Baker – Little Oblivions

Konnte „Turn Out The Lights“ noch als „überladen-reduziert“ umschrieben werden, aber blieb dem reduzierten Soundbild treu, so hängt Julien Baker mit „Little Oblivions“ nun endgültig den Songwriter-Perso an den Haken und meldet auf „Bandproduktion“ um.

Natürlich war „Turn Out The Lights“ kein schlechtes Album. Den Lofi-Charme des Debüts ertränkte das zweite Album der Musikerin aus dem US-Bundesstaat Tennessee aber dennoch im Pomp. Zu breit waren die Streicher, die im Mix mit Bakers angekratzter Stimme kuschelten, zu reduziert die Songideen, um … Weiterlesen

Review: Wie ein Mixtape bringt Title Fight Co-Leader Ned Russin auf dem zweiten Glitterer Album verschiedenste Stile zusammen.

Glitterer – Life Is Not A Lesson

„Life Is Not A Lesson“ ist knackig zusammengeschustert wie ein Mixtape mit dem Besten aus Indie, Punk und Rock. Doch wer braucht heutzutage noch liebevoll kuratierte, auf individuelle Interessen zugeschnittene, Songsammlungen?

Personalisierte Mixtapes haben in der verführerisch glitzernden Streaming-Welt tatsächlich kaum eine Chance. In der haben algorithmusbasierte Playlists die Aufgabe übernommen, Freund*innen neue Musik nahe zu bringen. Richtig gute Mixtapes hingegen für bestimmte Stimmungslagen, ein ganz anderes Phänomen, für die gibt es Platz. Der Mensch schlägt eben noch immer den … Weiterlesen

Eut - Party Time

Eut – Party Time

Ein Albumcover mit Statement-Charakter trifft auf einen Titel, der sich ja schon fast lächerlich offensichtlich gegen den aktuellen Zeitgeist stellt. Eut scheint es auf ihrem zweiten Album nun wirklich nicht an Selbstbewusstsein zu mangeln. Aber dafür gäbe es offensichtlich auch gar keinen Anlass. Denn wären Viren kleine Partytiere, läge es in der Macht von “Party Time”, die ganze Welt in zehn Songs von Corona freizutanzen. Aber da die kleinen Viecher ja leider kleine Spielverderber sind, können sich wenigstens die menschlichen … Weiterlesen

Run River North

Run River North – Creatures In Your Head

Wenn alle Monster im Kopf so aussehen wie die auf dem Cover von Run River North, wäre die Welt ein ganzes Stück angenehmer. Auf dem zugehörigen Soundtrack “Creatures In Your Head” ist der Griff in die Farbpalette musikalisch parallel zur Cartoon-Optik äußerst bunt. Dabei scheint sich diese Hingabe zu mythischen Kreaturen bei dem Trio als fester Teil der DNA etabliert zu haben. Ursprünglich hieß die Band gar Monsters Calling Home, nach der Umbenennung in Run River North behielten sie den … Weiterlesen

Review: Das zweite Album von Search Yiu pflegt mit seinem besinnlichen Sound alte Wunden statt sie aufzureißen.

Search Yiu – SY (+ Gewinnspiel)

Leidvolle Kunst ist kein seltenes Gut: Von Munchs berühmtem „Der Schrei“ über einen Großteil des Emo-Segments der Musik hin zu Horror-Filmen gibt es eine Vielzahl prominenter Beispiele für äußerst populäre und doch erschreckend bedrückende Kunst. Doch warum zieht den Menschen das Leid an? Diese Frage treibt nicht nur Künstler*innen selber sowie verquere Feuilletonist*innen umher, sondern spielt auch in privaten Kontexten durchaus eine Rolle. Gibt uns das Erleben solcher Kunst vielleicht etwas mit, was wir alleine nicht aufbringen können? Das zweite … Weiterlesen

Steiner & Madlaina - Wünsch mir Glück

Steiner & Madlaina – Wünsch mir Glück

Hach, für das verflixte zweite Album hätte man einigen Acts wirklich mehr Glück wünschen sollen. Was da auf dem Debüt so liebevoll angelegt wurde, versemmelt der Zweitling nicht selten komplett. Vorbei der Traum von der neuen Lieblingsband. Vielleicht ist Steiner & Madlaina dieses Schicksal erspart geblieben, weil sie die Aufforderung zum Daumen Drücken direkt in den Titel nehmen, vielleicht aber auch wegen ihres unterhaltsamen Zynismus. Wahrscheinlich aber vor allem, weil sie einfach verdammt gute Musikerinnen sind. So haben Madlaina Pollina … Weiterlesen