Psychedelic Porn Crumpets – And Now To The Watchamacallit

Psychedelic Rock gilt nicht gerade als einfach zu durchdringendes Genre. Seit der Blütezeit in den 60er Jahren begeistern immer wieder Bands mit schwindelnden Gitarren, einer besonderen Instrumentierung und einem wirschen Songwriting. Aktuell hauchen mit King Gizzard And The Lizard Wizard und Tame Impala gleich zwei enorm erfolgreiche Acts dem Genre neues Leben ein. Genau hier setzen auch die Psychedelic Porn Crumpets an, die dem Revival gleich ein weiteres durchgedrehtes Album hinzufügen.

Dabei nehmen sich die Australier selbst so überhaupt nicht … Weiterlesen

allusinlove – It’s Ok To Talk

Vier blutjunge Musiker, ein Bandname mit einem “Love” im Titel, ein quietschbuntes Albumcover mit einem nun ja, nicht gerade künstlerisch anspruchsvollen Motiv. Man könnte allusinlove ziemlich schnell in eine Schublade stecken, diese fest zuschließen und den Schlüssel runterschlucken. Zumindest wenn man sich nur auf diese ersten Eckdaten bezieht. Wie schön, dass die Musik dieser Newcomer konträr zu diesen Eindrücken steht – was den Briten schon jetzt Supportshows für Muse und Grandson beschert hat.

Dabei setzt das Album zunächst auf Understatement, … Weiterlesen

Pip Blom – Boat

Verträumt, ehrlich, unwiderstehlich. Im Prinzip könnte man das Schaffen der Band um die 23-jährigen Sängerin und Namensgeberin Pip Blom auf diese drei Adjektive herunterbrechen. Versuchen wir dennoch die Faszination hinter den Newcomern zu erklären.

Dass Pip Blom mit ihrer nahezu naiven Art für Begeisterung sorgen, bewiesen kürzlich Support-Slots für namhafte Acts wie die Breeders, Franz Ferdinand oder Garbage. Schon Songs der ersten EPs als Band galten in Underground-Kreisen als absoluter Geheimtipp und führten somit in kürzester Zeit zum ersten Langspieler.

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minutenmusik präsentiert: Parlotones kommen wieder auf Tour!

Seit ihren großen Hits “Life Design” und “Push Me To The Floor” gehören die Parlotones zu den erfolgreichsten südafrikanischen Musik-Exporten überhaupt. Kein Wunder – die einnehmenden Indierock-Songs mit ihrem einzigartigen Charakter kriegt man so schnell gar nicht mehr aus dem Kopf. Mit ihrem aktuellen Album “China” machte die Band schon vor einigen Monaten Halt in Europa – und weil das so gut lief, kommen die Südafrikaner schon diesen Oktober für eine ausgiebige Tour zurück. Wieso man sich diese einzigartige Band, … Weiterlesen

Yonaka – Don’t Wait ‘Til Tomorrow

Auf morgen warten ist keine Option für die emsigen Energiebündel von Yonaka, die den drei EPs in den letzten zwei Jahren jetzt ihren lang erwarteten ersten Langspieler folgen lassen. Über den Status als Geheimtipp sind die Brit*innen vor allem in ihrem Heimatland schon hinaus geschossen – dank etlichen Millionen fach geklickten Songs und Support-Shows für unter anderem Bring Me The Horizon sollte die Band auch in Deutschland einigen durchaus bekannt sein. Während die bereits erschienenen EPs alle fremd produziert wurden, … Weiterlesen

Middle Kids – New Songs For Old Problems

Auf einer Party keinen Spaß haben, Zweifel am eigenen Leben haben, unglücklich verliebt sein – kennt ihr? In der neuesten EP “New Songs For Old Problems” widmen sich die umtriebigen australischen Indierocker Middle Kids altbekannten Themen – vermengen diese aber gekonnt in variantenreichen Songs und empfehlen sich damit gleich als die nächsten Geheimtipps aus Down Under.

Es ist schon fast erschreckend, wie viele spannende Acts aktuell aus Australien kommen: Amyl And The Sniffers, Tash Sultana, Press Club oder Alex Lahey … Weiterlesen

Petrol Girls – Cut & Stitch

“I think about how sound can travel, where our bodies can’t, how sound can touch, when hands can meet.” Mit diesen Worten beginnt das zweite Album der britischen Post-Hardcore-Band Petrol Girls. Der Sound der 12 auf das Intro folgenden Songs überwindet Grenzen, zersprengt Ketten, klagt an, zetert vor Wut, umarmt, stößt von sich, entlädt sich in wilden Eskapaden. Mit dieser wilden Reise durch ein Universum der wütend vertonten Gesellschaftskritik haben die Petrol Girls jetzt schon eins der größten Post-Hardcore-Alben des … Weiterlesen

Saint Agnes, MTC Köln, 20.05.2019

Die Heilige Agnes von Rom war eine Märtyrin, die im Alter von 13 Jahren vergewaltigt und hingerichtet worden ist. Ähnlich düster wie die Geschichte hinter ihrer Namenspatin ist auch der Sound der Briten Saint Agnes, die den kahlen Kellerraum des MTCs in einen brodelnden Hexenkessel verwandeln.

Zunächst entern aber The Shrines die Bühne. Das dänische Duo nutzt ihren Drum Computer für pointierte Beats, auf die sie klassische Garage-Riffs und mitreißende Hooks bauen. Die Songs gehen schnell ins Ohr und würden … Weiterlesen

Amyl and the Sniffers – Amyl and the Sniffers

Von der Straße direkt in den schmutzigsten Winkel eures Herzens: Die australische Formation Amyl and the Sniffers springt mit ihrem räudigen Debüt ungezähmt drauf los – und sorgt für Ohrwürmer und Moshpits ohne Ende. Dafür schert sich das Quartett herzlich wenig für Anbiederung, lässt aber trotzdem viele Melodien hinzu. Nur eben ziemlich schmutzige.

Mit einer massiven Instrumentalwand steigt das Album in “Start Fire 500” ein. Wäre schon zu Beginn ordentlicher Abriss, doch die größte Geheimwaffe der Band setzt erst nach … Weiterlesen

Alex Lahey – The Best Of Luck Club

Egal wie positiv oder negativ ein Gespräch ablief – in der Kneipenszene von Nashville wünschen sich Fremde stets viel Glück zum Abschied. Genau hier, in der unumstrittenen Weltstadt des Country, hat die australische Singer/Songwriterin Alex Lahey die Songs für ihr zweites Album geschrieben – der Titel funktioniert als Annekdote auf das friedliche Zusammenkommen in den Kneipen.  Wo das Debütalbum “I Love You Like A Brother” vor knapp 2 Jahren aufhörte, macht “The Best Of Luck Club” konsequent weiter. Einen musikalischen … Weiterlesen