Bastille – Doom Days

Bastille - Doom Days

Konzeptalben erlebten vor allem ab der Mitte des letzten Jahrhunderts ihre Hochzeit – während die Beatles oder Pink Floyd zu dieser Zeit Alben veröffentlichten, deren Songs eine Einheit bildeten oder sogar eine Geschichte erzählten, stößt man bei aktuellen Veröffentlichungen eher auf eine lose Aneinanderreihung von Songs, die für sich alleine stehen – kein Wunder im Zeitalter von Streamingdiensten und Co. Bastille jedoch haben darauf keine Lust. Hinter ihrer neuen Platte „Doom Days“ verbirgt sich ein Konzeptalbum wie es im Buche steht: Roter Faden, Storytelling, und auch thematisch und stilistisch passen die elf Songs perfekt zusammen.

Erzählt wird – wie der Albumtitel schon andeutet – eine Geschichte mit weltuntergangsähnlicher Stimmung. Angst, Zweifel und Hoffnung sind dabei nicht weit entfernt von Gesellschaftskritik. Phänomene wie Klimawandel und Umweltverschmiutzung werden ebenso aufgegriffen wie die heutige Sensationsgier und Socia-Media-Abhängigkeit – besonders deutlich wird das im Titeltrack „Doom Days“, in dem es ganz konkret um die Beschreibung einer apokalyptischen Szenerie geht. Die Stimmung wirkt getragen, fast schon düster, und man merkt: Das hier ist kein belangloses und inhaltsleeres Pop-Gedudel, sondern die Songs haben eine wirkliche Botschaft.

Dabei bewegen sich die Briten stilistisch irgendwo zwischen ihren ersten beiden Alben „Bad Blood“ und „Wild World“ – einige Songs erinnern an die Anfänge der Band, während andererseits auch neue Einflüsse eine Rolle spielen. Hitverdächtige Pop-Hymnen sind – trotz Weltuntergangsstimmung – mit „Million Pieces“ und „Quarter Past Midnight“ ebenso enthalten wie wunderschöne ruhige Balladen („Divide“, „4 AM“) oder klassische Indie-Nummern („The Waves“). Trotz des Konzepts schaffen Bastille es also, die Platte nicht langweilig zu werden und gestalten sie so abwechslungsreich, wie man es schon von ihren vorherigen Alben gewohnt war.

Bastille zeigen mit „Doom Days“, dass Konzeptalben auch in heutigen Zeiten des Streamings und der Playlists noch wunderbar funktionieren können und eine sehr angenehme Abwechslung zu zusammengewürfelten Platten ohne Zusammenhang bilden. Das dennoch keinesfalls eintönige Album dürfte vor allem die Fans des ersten Albums der Band begeistern – ebenso wie jeden Liebhaber von gutem Indie-Pop.

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Die Bildrechte für das Albumcover liegen bei Universal Music.

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