Circa Waves – Different Creatures

Circa Waves - Different Creatures

Circa Waves gibt es noch gar nicht allzu lange. Die britische Indie-Rock Truppe hatte sich erst vor knapp vier Jahren gegründet. Dennoch konnte man rasant Erfolge verbuchen. Einen Major-Vertrag mit Universal Music, Support Shows für Royal Blood, Coldplay und The 1975 und ihre bislang größte Headline-Show in der 5000-Mann fassenden Brixton Academy in London nach dem Release ihres Debütalbums „Young Chasers“. Die Musikfans auf der Insel nehmen den direkten Indie-Rock mit Alternative-Einschlag dankend an, bringen das Debüt in die Top-10 und verkaufen massenweise Shows aus. In Deutschland ist dem Quartett noch nicht so richtig der Durchbruch gelungen. Das ist aber auch gar nicht schlimm und macht die Musik der Liverpooler Band keineswegs schlechter. Kleine schwitzige Club-Shows haben ja auch so ihren Reiz. Nach diesem rasanten Start, der von Erfolg nur so gekrönt scheint, erscheint jetzt bereits das zweite Album der Indie-Rocker.

„Different Creatures“ heißt das Ding und ist ein vielseitiges Indie-Album geworden, das von direkten Rock-Nummern („Wake-Up“) über Akustik-Balladen („Love’s Run Out“) alles bietet. Der Fokus liegt hier eindeutig noch darauf, möglichst ausdrucksstarke Tracks mit E-Gitarre, Bass und Schlagzeug zu schreiben. Das ist auch gut so. Starke Rock-Songs schreiben können Circa Waves nämlich sehr gut. Hier werden ihnen die Indie-Kids sicherlich auch wieder aus den Händen fressen. Im Gegensatz zum Vorgänger legt man diesmal noch mehr einprägsame Melodien über die rockigen Instrumentals. Wollte man auf dem Erstling in die Indie-Disko, will man jetzt in die Arena oder gar ins Stadion. Die Stimme von Sänger Kieran Shudall kann dabei kurz ganz emotional und dünn klingen, bloß um im nächsten Moment messerscharf durch die Gitarren zu schneiden.

Circa Waves wagen auf ihrem zweiten Album nicht viel. Müssen sie aber auch nicht. Fans der Band feiern diese ja für ihre direkten Rock-Songs – eine weitere Indie-Rock-Band, die sich von den Gitarren ab und dem Indie-Pop zuwendet, braucht echt keiner. Gerade deshalb ist „Different Creatures“ ein Album, welches ehrlich ist, durch seine einprägsamen Melodielinien glänzt und auch live wunderbar funktionieren sollte. Im April spielt das Quartett auch vier Shows in Deutschland, auf denen sich dann zeigen wird, ob auch wir bereit für die geballte Indie-Power sind.  Einen guten Nachfolger für ihr erfolgreiches Debüt haben sie auf jeden Fall geschrieben.

Und so hört sich das an:

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Circa Waves Live 2017:

18.04.2017 – Hamburg, Molotow
19.04.2017 – Berlin, Privatclub
25.04.2017 – München, Kranhalle
26.04.2017 – Köln, MTC

Die Rechte für das Albumcover liegen bei Universal Music.

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