Gerard – AAA

Endlich etwas Neues aus Österreich: Während seine ersten beiden Alben „Rising Sun“ und „Blur“ noch unter dem Namen „Gerard MC“ veröffentlicht wurden, bringt der Rapper Gerard nach „Blausicht“ und „Neue Welt“ mit „AAA“ nun sein bereits drittes Album heraus. Die Interpretation des Titels wird dabei dem Hörer überlassen: Alles Auf Anfang? Vielleicht. Denn auch wenn der Österreicher seinem Stil treu geblieben ist, bringt die Platte so einiges Neues mit sich.

Bereits in den letzten Monaten zog Gerard durch seinen Vlog „AAA“, in dem er den Entstehungsprozess des Albums dokumentierte, und vor allem durch die Gründung seines eigenen Labels „futuresfuture“ die Aufmerksamkeit auf den sozialen Netzwerken auf sich. Doch auch musikalisch war es alles andere als ruhig um ihn: Schon die drei bisher veröffentlichten Singleauskopplungen „Luftlöcher“, „Konichiwa“ und „The Streets“ ließen ein spannendes und abwechslungsreiches Album erwarten, da sie unterschiedlicher kaum sein könnten, und wir werden tatsächlich nicht enttäuscht. Während der Opener „Chaos“ noch eher ruhig und schlicht daherkommt, geht es in den folgenden Tracks umso energiegeladener weiter. Treibende und eingängige Beats und Hooks prägen das Album, dessen Song aber trotzdem nie zu aufgekratzt oder hektisch wirken. Gerard trifft stattdessen genau die richtige Mischung für ein entspanntes Album, das man gerne auch mal im Loop laufen lassen kann.

Vor allem der Song „Fliege davon“ sticht besonders heraus, da die Schönbrunner Gloriettenstürmer, die übrigens ebenfalls bei futuresfuture gesignt sind, einige Verse der Hook beisteuern. Doch auch die beiden anderen Feature-Gäste Naked Cameo und I Salute ergänzen die Rap-Platte um weitere musikalische Einflüsse. Textlich bleibt Gerard seinem Stil, in Songs Geschichten zu erzählen, treu, versteift sich allerdings auch nicht zu sehr darauf und erweitert seinen Horizont, indem er auf „AAA“ sowohl Alltagssituationen als auch Themen wie „First-World-Problems“ und nostalgische Rückblicke behandelt.

Zu hoffen bleibt also, dass Gerard mit dem ersten Album auf seinem eigenen Label an den Erfolg der beiden Vorgängerplatten anknüpfen kann. Das Potenzial dafür hat es auf jeden Fall, ganz egal wie man den Titel interpretiert.

Und so hört sich das an:

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Gerard auf „AAA“-Tour 2017:
03.12.2017 Hamburg, Prinzenbar
04.12.2017 Berlin, Musik & Frieden
05.12.2017 Köln, Yuca
06.12.2017 Stuttgart, Schräglage
11.12.2017 München, Ampere
13.12.2017 Graz, PPC
14.12.2017 Zürich, Exil
15.12.2017 Wien, WUK

Die Rechte für das Albumcover liegen bei futuresfuture.

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