Sorority Noise – You’re Not As __ As You Think

Das neue Sorority Noise Album “You’re Not As __ As You Think” sollte man nicht nur nebenbei auf dem Weg zur Uni oder in der Bahn hören. Am besten nimmt man sich etwas Zeit, macht sich einen Tee und hört dann ganz in Ruhe hin, was Cam Boucher (Sänger und Gitarrist) in den 30 Minuten zu erzählen hat.

Die Indie/Emo Band Sorority Noise spricht auf der Platte, die am Freitag erscheint, ehrlich über Themen wie Suizid, Depressionen und Trauer, was durch den Verlust enger Freunde von Cam geprägt wurde. Er singt zum Beispiel  in „No Halo“ über den Moment, in dem er verdrängt, dass ein Freund verstorben ist und plötzlich aus Gewohnheit wieder vor seinem Haus steht. Doch das Album zeigt auch, dass selbst die schlimmsten Momente im Leben irgendwann vorbei gehen und alles wieder besser wird.

Das fehlende Adjektiv im Titel “You’re Not As __ As You Think” lädt dazu ein sich selber Gedanken zu machen, was hier für einen am besten passt. Und egal ob man hier „sad“, „happy“ oder „alone“ einsetzt, bleibt der Grundgedanke doch immer der selbe. Von außen betrachtet sehen viele Situationen ganz anders aus als man es selber denkt und es lohnt sich auch mal von einer anderen Perspektive auf ein Problem zu schauen.

Musikalisch kommt die Platte abwechslungsreich,mit vielen eingängigen Melodien und sehr dynamisch daher. So wird einem erst leise ins Ohr geflüstert, um dann mit harten Gitarrenwänden wieder in die Realität zurückgeholt zu werden. Das Album ist mitreißend und erinnert häufig an Brand New. Dies kann unter anderem an dem Einfluss vom Produzenten Mike Sapone liegen, der bereits bei Veröffentlichungen von Taking Back Sunday und Brand New mitgearbeitet hat. Außerde ist Sorority Noise keine Band, die besonders viel Zeit zum Aufnehmen einer Platte benötigt. Für „You’re Not As __ As You Think“ haben sie nur 10 Tage im Studio verbracht. Und damit immer noch dreimal länger als beim letzten Album „Joy Departed“ gebraucht! Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen klingt die Platte so authentisch und gefühlvoll.

Cam Boucher singt sich auf der Platte alles von der Seele, was ihn beschäftigt hat und lässt einen in seine Welt eintauchen. Es ist ein fantastisches Album mit bewegenden Melodien und starken Texten, bei denen es sich lohnt aufmerksam zu zuhören.

Und so hört sich das an:

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Sorority Noise Live 2017:

22.05.17 – Köln, Tsunami Club
23.05.17 – Hamburg, Hafenklang
24.05.17 – Amsterdam, Winston (NL)
25.05.17 – Antwerpen, Kavka (BE)

Cover: Big Scary Monsters

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