Foxing – Nearer My God

Foxing - Nearer My God

Mit traurigen Trompeten und herzzerreißenden Texten war das 2016er Album “Dealer” von Foxing ein absoluter Indie-Hit. „Nearer My God“, welches am 10. August erscheinen wird, zieht da ganz andere Saiten auf und ist nicht mehr so eindeutig in ein Genre einzuordnen. Es ist eine Mischung aus „Daisy“ von Brand New, „This is all Yours“ von Alt-J und „Holy Fire“ von Foals. Und das Beste: es hat sich auch ein Dudelsack auf das Album verirrt und so seltsam das klingt, passt es doch absolut großartig!

Foxing schaffen es mehr von der Stimmung und Atmosphäre der Live-Konzerte auf Platte zu übertragen. Außerdem besitzt jeder Song ein Detail das ihn komplett einzigartig macht und von den anderen abhebt, was es zwar teilweise schwer macht einen roten Faden durchs Album zu finden, aber gleichzeitig wird es dadurch spannender und abwechslungsreich.

„Nearer My God“ beginnt mit der wuchtigen Eröffnung „Grand Paradise“, welche sich langsam aufbaut und einen anschließend umhaut. Darauf folgt das als erste Single veröffentlichte „Slapstick“, das sich an gesampelten Vocals als zusätzlichem Instrument bedient. Es sind aber auch Trompeten zu hören und ist wohl der Song, der am nächsten am Sound der alten Alben dran ist. Die vertrackten „Lich Prince“ und „Gameshark” werden von der hervorstechenden Stimme Conor Murphys getragen und leiten zum melodischen Titelsong über, der in 5 verschiedenen Sprachen aufgenommen wurde. Wie Foxing in ihrem Podcast „Nearer My Pod“ erzählt haben, hätte der Titeltrack es jedoch beinahe nicht mit aufs Album geschafft und dabei stellt er sich inzwischen als ein echtes Highlight der Platte heraus!

Das mehr als 9 Minuten lange epochale „Five Cups“ bringt zuerst etwas Ruhe in die Platte und hat zu Beginn beinahe etwas meditatives bevor es in ein Soundgewitter ausbricht. Im Gegensatz dazu ist „Heartbeat“ der wohl poppigste Song auf dem Album, wesentlich beat-basierter und am Ende sogar mit dem Einsatz mehrerer Streicher! Und auch in den nächsten Songs werden noch einmal verschiedenste Instrumente ausgepackt. In „Trapped in Dillard‘s“ wird mit Synthie-Sounds gespielt und „Bastardizer“ überrascht mit einem Dudelsack, der erstaunlicherweise sehr gut in das Konzept passt. Drei weitere Songs später und nach einer Laufzeit von insgesamt knapp einer Stunde später endet das Album mit dem erstaunlich poppigen Post-Rock Song „Lambert“.

Foxing haben ein überraschendes, einnehmendes aber absolut gelungenes Album geschaffen, dass deine ungeteilte Aufmerksamkeit benötigt, aber diese auch verdient hat! Es fehlt zwar die Klarheit früherer Alben, aber gerade durch die größere Experimentierfreudigkeit macht es viel Spaß “Nearer My God” zu hören und bei jedem Durchlauf neue Details zu entdecken!

Und so hört sich das an:

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Die Rechte des Covers liegen bei Triple Crown Records.

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