In Dynamics – Everything I See

„This is the start of nothing. Never the start of something“ tönt es aus den Lautsprechern. Ja doch, eigentlich ist es schon ein Start, auch wenn die britische Band In Dynamics es noch nicht so ganz wahrhaben will. Mit diesen Zeilen beginnt nämlich das Album „Everything I See“ der Alternative-Rock-Band, welches vielleicht auch einen neuen Bandabschnitt einleitet. Nach zwei EPs veröffentlicht die wohl spannendste labellose Band Englands nun ihr Debütalbum, produziert von Chris Coulter, den man vielleicht schon von seiner Arbeit mit den Alternativrockern Arcane Roots kennt.

In Dynamics mischen poppige eingängige Refrains mit vertrackten Takten und anspruchsvollen Gitarrenparts und bleiben dabei, ähnlich wie die schottischen Kollegen von Biffy Clyro, auch für das Mainstream-Publikum interessant. Das mag daran liegen, dass das Trio ein unglaubliches Händchen für Rhythmik, Melodie und Songstrukturen hat. Hymnenartiger Gesang folgt auf abgehackte Gitarrenriffs, auf die dann wiederum atmosphärische gefühlvolle Parts folgen. Zum Luftholen bleibt in diesem zehn Songs langen Werk eigentlich kaum Zeit. Einzig „Leviticus“, der einzige Track, der durchgängig zurückhaltend bleibt, lädt zum Verschnaufen ein. Hier darf man sich in den Fängen der kühlen Atmosphäre verlieren. „Another Minute“ hingegen bringt einen mit seinen verspielten Gitarrenmelodien zum Headbangen, nur um dann in den Strophen wieder gefühlvoll und ruhig zu werden.

Mit „Everything I See“ legt die Band ein Album vor, welches den Musikliebhaber genauso, wie den Mainstream-Hörer interessieren sollte. Vielleicht bringt dieses den Musikern ja mal einen Vertrag mit einem Label ein. Davon gute Musik zu schreiben und zu veröffentlichen, lässt man sich aber eh nicht abbringen. Weiter so!

So hört sich das an:

https://www.youtube.com/watch?v=9h5TQSgo-UM

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