Soundtrack: Various Artists – Black Panther

Marvel hat sich längst zu einem riesigen Imperium entwickelt. Seit vielen Jahren werden die Kino-Charts von den neuesten Superhelden-Geschichten beherrscht. Ob bei so einer Filmdichte eine gute Qualität beibehalten werden kann, sei mal dahingestellt. Erfolg spricht aber nun mal für sich und den hatte das Unternehmen auch mit dem Soundtrack zu Guardians of the Galaxy 1 & 2, der mit einer tollen Kompilation von 80er Jahre-Hits aufwartete. Überhaupt ist es eine gute Idee in Soundtracks zu investieren, gehören sie doch immer noch, insbesondere im Vinyl-Sektor, zu den absoluten Kassenschlagern.

Mit Black Panther bedient Marvel nun eine Sparte, die DC schon mit Wonder Woman entdeckte: auch mal den Menschen eine Stimme geben, die bisher viel zu kurz kamen im Superhelden-Universum. Bei DC waren es die Frauen, bei Marvel nun People of Colour. Dazu sollte dann natürlich auch der passende Soundtrack her – und da Marvel nun wirklich nicht über Geldprobleme klagen kann, wurde mal eben der erfolgreichste Hip-Hoper der letzten Jahre engagiert: Kendrick Lamar. MIt einem riesigen Budget durfte dieser sich nun austoben und Kollaborations-Partner für diesen Soundtrack aussuchen, die den heutigen Hip-Hop möglichst vielfältig darstellen. Ohne Frage, Kendrick hat seine Aufgabe erfolgreich gelöst!

Mit R’n’B-Durchstarterin SZA entstand der erste große Hit des Soundtracks: “All The Stars”, für Kendrick typische einnehmende Texte und Hooks treffen auf einen schön dahinfließenden Refrain der Sängerin. Aber auch die anderen Musiker*innen machen ihren Namen alle Ehre: alleine ScHoolboy Q, Khalid, Vince Staples, Anderson .Paak, Future,Travis Scott und The Weeknd können längst selbst vor ausverkaufte Hallen spielen. Auffällig in der Liste der Features ist wohl die fast ausschließliche Repräsentation von People of Colour, die dem Film-Hintergrund also sehr nahe steht. Einzige Ausnahme bildet dabei James Blake, der mit seiner elektronischen Musik längst als einer der größten Acts der Welt bekannt ist. Bei gleich zwei Tracks, “Bloody Waters” und “King’s Dead”, steuert er seine Beats bei und die passen so hervorragend zu den Musikerkollegen Anderson .Paak, Kendrick Lamar selbst und Future, dass diese beiden wohl zu den stärksten reinen Hip-Hop Songs des Albums zählen.

Ähnlich geschmackvoll zeigte sich Kendrick auch mit der Auswahl der bisher weniger bekannten Künstler auf diesem Soundtrack: vor allem “I Am” von Jorja Smith und “Redemption” mit Zacari und Babes Wodumo zeigen die gesanglichen Qualitäten der R’n’B-Sängerinnen und bleiben dabei ähnlich eingängig wie eben “All The Stars”. Während “The Ways” nach Hip-Hop aus den 90ern klingt, scheint bei “Seasons” gleich noch Afro-Soul durch. Als letzter Song dann der stärkste Moment des Albums: The Weeknd mit Kendrick vor einem starken Beat.

So entsteht eine wunderschön abwechslungsreiche Abbildung von der aktuellen Hip-Hop-Szene, die zwar das komplette Gegenteil von Guardians of the Galaxy darstellt, aber vermutlich ähnlich erfolgreich laufen könnte. Spannend bleibt dabei abzuwarten, wie diese Songs in den Film eingebaut werden, denn so ganz kann man sich die Verbindung zwischen Superhelden-Filmen und dieser Musik noch nicht vorstellen. Hat aber bis jetzt halt auch noch niemand versucht!

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Die Rechte für das Albumcover liegen bei Universal Music.

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