White Lies – FIVE

Seinem fünften Album einfach mal den Titel “FIVE” zu verpassen, ist bei dem Sound der White Lies eigentlich nur folgerichtig. Wieso sich großartig mit irgendwelchen kreativen Titeln herumschlagen, wenn der Inhalt ohnehin schon absehbar ist? Klingt auf den ersten Blick zunächst vielleicht etwas hart, aber im Endeffekt ist es überhaupt kein schlimmes Urteil. Ganz im Gegenteil!

Wenn eine Band die Zusammenführung von Post-Punk und New Wave im 21. Jahrhundert immer wieder fabulös gemeistert hat, dann sind das nämlich die White Lies. Und genau deswegen ist es für Fans der Band und Musikrichtungen ein ziemliches Freudenspiel, das gleich schon der Opener “Time To Give” diesem Versprechen Folge leistet und in knapp 7 Minuten Spielzeit den großen Sound-Idealen der 80er Jahre seinen Tribut zollt. Mit einem derart einnehmenden Arrangement der Synthesizer zu einer breitflächigen Hommage beginnt das Album also schon mittendrin. “Never Alone” denkt diesen Epos gleich weiter, indem er die tanzbaren Beats mit melancholischem Gesang versieht – zu trauriger Musik tanzt es sich schließlich nicht erst seit Robyns “Dancing On My Own” am besten. Doch plötzlich schleicht sich ein kleiner Sound-Cut in das Album: “Finish Line” und “Kick Me” legen die Synthies zur Seite, um sich auf Akkustik-Gitarren zu fixiren und sogar einem Jazz-Klavier Raum zu lassen. Diese Antithese geht hervorragend auf, gerade “Finish Line” erinnert teils stark an den Sound, den man bei den ersten Alben der Editors so lieb gewonnen hatte. Die White Lies können also einiges mehr als nur die Revival-Party mit Hits zu beschallen, das bewies die erste Hälfte der Platte also schon mal. Ab dem wirklich unglaublich eingängigen Hit “Tokyo” entscheidet sich die Platte dann aber dann doch für die Tanzfläche ohne großartige Experimente oder Ausbrüche. Einzig der Closer “Fire and Wings” arbeitet wieder verstärkt mit Gitarren und bricht aus dem recht unbekümmerten 80s-Sound aus.

Man konnte zuvor schon erahnen, was dieses Album bieten wird. Und das ist nichts Schlechtes – denn die White Lies wissen, wie ein qualitativ anschauliches Revival zu klingen hat. Dass die zweite Hälfte der Platte dabei den eher leichten Weg geht, sei geschenkt, denn einige kleinere Experimente kann das Album ja dennoch bieten. Und nun auf zur Tanzfläche!

Das Album “FIVE” könnt ihr hier kaufen.*

Und so hört sich das an:

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https://www.youtube.com/watch?v=BwM_mK1HJaA

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White Lies live 2019:

  • 22.02.2019 Kantine Köln
  • 23.02.2019 Matrix Bochum
  • 24.02.2019 Markthalle Hamburg
  • 03.03.2019 Huxleys Berlin
  • 15.03.2019 Neue Teatherfabrik München
  • 16.03.2019 Werk 2 Leipzig
  • 18.03.2019 Schlachthof Wiesbaden

Rechte am Albumcover liegen bei PIAS.

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