The Rural Alberta Advantage, zakk Düsseldorf, 18.01.2017

Mein persönlicher Startschuss für das Konzertjahr ist gefallen: Das Indie-Trio The Rural Alberta Advantage hat mich und gut 250 andere Musikbegeisterte vorgestern in den Club des Düsseldorfer zakk gelockt. Gemeinsam ging es auf eine musikalische Reise in die kanadische Prärie.

Als Einstimmung durfte aber zunächst Ryan O´Reilly einige Songs zum Besten geben. Der britische Singer-Songwriter überzeugte mit seinen Folksongs, die wunderbar unaufdringlich, aber trotzdem nicht unbedeutend wirkten. Mal melancholisch angehaucht, mal mit einem charmanten Augenzwinkern – er traf immer die richtigen Töne, um das Publikum um den Finger zu wickeln. Ein talentierter Musiker, den man sich merken sollte – und nach seiner eigenen Aussage nicht mit seinem millionenschweren eishockeyspielenden Namensvetter verwechseln sollte!

The Rural Alberta Advantage eröffneten ihre Show mit dem Song „Our Love“ vom 2014 erschienenen Album „Mended with Gold“. Ein perfekter Einstiegssong, bei dem alle drei Bandmitglieder ihre Stärken sofort zeigen konnten: Getrieben von Pauls kraftvollem Schlagzeug, untermalt von Robins sanftem Hintergrundgesang und ihren Fertigkeiten am Keyboard und geprägt von der markanten Stimme von Sänger und Gitarrist Nils. In dieser Konstellation boten die Kanadier eine gelungene Mischung mit Songs ihrer drei bisher erschienenen Alben, aber auch einigen noch unveröffentlichten Stücken dar. Die Setlist enthielt von eingängigen und tanzbaren Nummern („Runners in the Night“) über ruhigere Momente (z.B. ein akustisches „Eye of the tiger“-Cover) bis hin zum knallenden „The Dethbridge in Lethbridge“ alles, was das Indie-Herz begehrt. Textlich ging es dabei meist um die Heimat des Trios, eben jene namensgebende kanadische Provinz Alberta, um Freundschaft und (verlorene) Liebe. Nicht zuletzt dadurch wurde oft eine Gänsehaut-Atmosphäre geschaffen, die gleich zwei große Höhepunkte vorweisen konnte: Zunächst im Finale des Songs „Frank, AB“, als Nils dem Publikum voller Inbrunst und ohne Mikro die letzten Zeilen entgegenschmetterte und letztendlich bei der Zugabe in Form des rein-akustisch und mitten im Publikum gespielten Songs „Good Night“.

Nach dieser Tour wird die Band die Arbeit am vierten Studioalbum fortsetzen, was gleichzeitig das erste Werk in der aktuellen Besetzung sein wird. Dass Robin erst im September letzten Jahres ihre Vorgängerin Amy am Keyboard ersetzte, merkte man während der Show allerdings kaum. Die drei wirkten wie ein perfekt eingespieltes Team. Sie selbst erklären diese Harmonie damit, dass Robin schon seit Jahren zum Freundeskreis der Band gehöre. Das war nur eine der vielen Fragen, die das Publikum nach dem Konzert loswerden konnte, denn die Musiker suchten so aktiv das Gespräch mit den Fans, wie ich es bisher bei kaum einer anderen Band erlebt habe. Ein schöner und sympathischer Abschluss für unsere gemeinsame musikalische Reise nach Alberta!

So hört sich das an:

Website: The RAA / Ryan O´Reilly
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