Novelists – Noir

Mit ihrem zweiten Album „Noir“ öffnen sich Novelists neue Wege. Zwar bewies die Band bereits auf ihrem ersten Longplayer, dass sie technisches Geschick mit großen Melodien und harten Riffs verbinden können – doch auf „Noir“ präsentiert sich die fünfköpfige Band noch vielseitiger. Eine Fülle an Songs ist hier definitiv nicht bewusst für den klassischen Metalcore-Fan konzipiert, sondern eher für Fans von Karnivool und Tesseract. Denn Songs, wie „Monochrome“ oder „Joie de Vivre“ werden auch den einen oder anderen Progressive Metal Fan begeistern und machen die Band auch für Tourneen mit den oben genannten Künstlern oder ähnlichen interessant. Falls ein Booker also gerade mitliest, do it 😉 Trotzdem kommen auch die klassischen Krachmachersongs nicht zu kurz – das hatten die beiden Singles „This Light, This Fire“ und „A Bitter End“ schon angedeutet.

Über die gesamte Bandbreite des Albums, welches aus 12 Songs besteht, dürfen Schlagzeuger, Sänger und Gitarristen sich verausgaben und ihr gesamtes technisches Können auspacken. So schön und lobenswert das auch ist – „Noir“ hat auch Momente, in denen man sich wünscht, dass die Band doch das eine oder andere Mal auf die Bremse gedrückt hätte. Denn viele Songs leben zwar von den packenden Melodien, verlieren sich aber gegen Ende in einem Konglomerat aus Gitarrenmelodien, die irgendwann nicht mehr beeindruckend klingt, sondern abgenutzt und langweilig.

Ein hörenswertes Album, wenn auch der erste Eindruck nicht darüber hinweg täuschen kann, dass einige der Songs noch nicht vollends zünden und „Noir“ sicher mehr als 2-3 Durchläufe braucht, damit der Hörer wirklich damit warm wird.

Und so hört sich das an:

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Die Rechte des Albumcover liegen bei ARISING EMPIRE.