So war das Green Juice Festival 2016!

Das Green Juice Festival in Bonn gehört seit Jahren zum festen Bestand der Musikszene im Rheinland. Jedes Jahr gelingt es den Machern ein anschauliches Line-Up für einen erschwinglichen Preis, der in diesem Jahr 13 Euro betrug, zu buchen. Spielten in der Vergangenheit schon Bands, wie FJØRT, Heisskalt, Itchy Poopzkid oder Jupiter Jones auf der Bühne des kleinen Ein-Tages-Events, welches mitten in einem Wohngebiet stattfindet, feierten dieses Jahr über 7000 Besucher unter anderem die Punkrocker von den Donots, die Hamburger Le Fly und die Progrocker The Intersphere.

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Wie bereits erwähnt befindet sich das Festival mitten in einem Wohngebiet, genau genommen auf einer großen Wiese zwischen einigen Wohnhäusern. Dementsprechend erstaunlich war es, wie rücksichtsvoll sich die Besucher des Festivals in der Nachbarschaft verhalten haben und ebenso, wie tolerant die Bewohner des Stadtteils Villich waren. Dass eine so große Veranstaltung in der Nachbarschaft geduldet wird, ist in vielen Stadtteilen undenkbar. So muss das sein!

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Auf dem Gelände befinden sich zwei Bühnen. Die Deutsche Post Mainstage, auf der die Bands spielen, und die VRS-Bühne, auf der in den Umbaupausen elektronische Klänge dargeboten werden. Flash Forward sollte die erste Band sein, die wir auf dem Green Juice Festival zu sehen bekommen sollten. Die Band von Niederrhein konnte mit ihrem Mix aus Pop-Punk und Alternative-Rock schon für Circle-Pits und Moshpits sorgen und erstmalig gute Stimmung aufkommen lassen.

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Daraufhin betraten auch schon die Jungs von City Light Thief die Bühne, die leider mit der Bühnentechnik zu kämpfen hatten. Einen Song musste die Band, die schon mehr als 200 Konzerte Bühnenerfahrung aufweisen kann, sogar abbrechen, weil sie selber nichts ihrer gespielten Musik hören konnte. Dennoch gelang es der Band sympathisch mit der Situation umzugehen und das Beste aus den gegebenen Bedingungen zu holen. Guter Auftritt.

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Als nächstes sorgten KMPFSPRT für Stimmung vor der Bühne. Knappe 50 Minuten präsentierte die Kölner etliche Tracks aus ihren zwei Alben und ihrer Debüt-EP. Dass die Stimmung vor der Bühne so gut war, lag nicht nur am Heimvorteil der Band, sondern auch an der sehr starken Performance. Bassist Dennis lies den Bass um sich kreisen, Sänger Richard machte einen kleinen Ausflug in das Publikum – inklusive Crowdsurfing – und Gitarrist David reckte nicht nur einmal die Faust in den Himmel und grölte mit – dies ist laut den Texten der Band das beste Ventil um Emotionen abzubauen.

Es folgte ein solider Auftritt der Spaßpunker Schmutzki, die in den letzten Jahren durch Zeltplatzkonzerte auf diversen Festivals auf sich und ihren „Schmutzki-Mob“ aufmerksam gemacht hatten. Entweder man freundet sich mit der Attitüde der Band an – mehr als Saufpunk bietet die Musik der Band nämlich nicht – oder eben nicht. Auf Festivals kann eine Show der Musiker aber auf jeden Fall Spaß machen. Auf einem Festival nächstes Jahr gerne wieder!

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The Intersphere spielten als nächstes und bewiesen mal wieder, warum sie nicht selten als perfekte Live-Band bezeichnet werden. Die Performance wies zwar keine besonderen Aktionen auf, jedoch präsentieren die Musiker die Lieder so perfekt, dass sie tendenziell auch so auf einer Platte der Band hätte gepackt werden können. The Intersphere sind eben eher eine Band für Musik-Nerds, als eine Festivalband. Trotzdem nahm das Publikum des Green Juice Festivals die Musik in Scharen auf und nickte fleißig mit. Starker Auftritt!

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Mit Le Fly sollte dann auch schon der Co-Headliner des Abends folgen. Die Hamburger Band, die Rap mit Rock und Reggae mischt, weiß wie man Stimmung macht und verbreitet immer gute Laune. Mit lustigen Sprüchen und Animationen wurde selbst der kleine kritische Teil der Crowd mitgenommen, sodass letztendlich jeder tanzte. Wer eine riesige Party feiern möchte ist auf Le Fly Konzerten auf jeden Fall gut aufgehoben.

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Dass die Donots auch die größten Massen im Griff haben ist schon lange bekannt. So haben die Münsteraner letztes Jahr schon die Hauptbühne von Rock Am Ring eröffnet, vor der sich quasi das ganze Festivalpublikum versammelt hatte. Auf dem Green Juice Festival bewiesen sie jedoch erneut, dass sie wissen, wie man die Menge mitnimmt. Selbst im zweiten Zuschauerberreich vor der Bühne entstand ein gigantische Moshpit – von vorne bis hinten hatte die Band um Ingo Donot jeden in den Bann gezogen. Spätestens als die Punker ihren Hit „Stop The Clocks“ anstimmten, war auch der letzte Kritiker überzeugt. Einfach mal wieder ein genialer Auftritt, aber wie soll man von den Donots auch enttäuscht werden?

Das Green Juice Festival ist jedes Jahr einen Besuch wert. Mit einem ähnlichem Line-Up, in dem sich wieder einige Perlen befinden, und der guten Organisation wird es nächstes Jahr, in dem das Festival am 19.08 stattfindet, bestimmt nochmal voller vor der Bühne in Villich werden. Hoffentlich beschweren sich die Nachbarn dann nicht! Wir werden auf jeden Fall wieder am Start sein!

So sah das letztes Jahr aus:

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Fotos von Jonas Horn.

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