So war das JuWi-Fest Münster 2018!

Endlich ist es Juni, denn das heißt, die Festivalsaison hat offiziell begonnen. Neben dem großen Rock am Ring/Rock im Park-Duo haben auch viele andere Festivals bereits ihre Pforten geöffnet. Dazu gehören wie jedes Jahr auch diverse Veranstaltungen der größten Universitäten im Lande, die teils beeindruckende Line-Ups auf die Beine stellen – beeindruckend vor allem deswegen, da sie größtenteils von den Student*innen selbst organisiert werden. Auch das JuWi-Fest Münster konnte dieses Jahr eine tolle Mischung mit bekannten Namen wie Itchy, Ofenbach und den Giant Rooks und lokalen sowie internationalen Newcomern zusammenstellen. Dieses Line-Up konnte so schnell überzeugen, dass schon knapp eine Woche vor dem Festival ausverkauft gemeldet wurde.

Im Gegensatz zum Line-Up steht das Wetter nicht in der Macht der Veranstalter*innen und genau dieses schien ihnen anfangs einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Um 18.00 Uhr sollte das Event beginnen, um 18:20 mit Good Morning Fire Eater die erste Band spielen. Punkt 18:30 bricht ein Unwetter mit extremen Starkregen über Münster aus – und will sich knapp eine Stunde einfach nicht beruhigen. Viele hatten ihren Aufbruch gen Juridicum deswegen noch verschoben, nur wenige waren überhaupt auf dem Gelände, als die ersten Bands spielten. Schade, denn so konnten nur wenige die Alternative-Rock-Band Red Ivy erleben, die sich beim VVK-Event gegen die Konkurrenz durchgesetzt hatten und als Newcomer-Act auftreten durften. Gegen halb 8 verzieht sich der Regen endlich und die nächsten Acts werden erwartet, langsam trauen sich die Massen auch wieder Richtung Festivalgelände und so füllt sich das Areal dann in Windeseile. Auf der Electro-Stage wird es Zeit für Mond, die mit schönem Elektro-Pop überzeugen können und sogar ihre eigene kleine Fanbase mitgebracht haben. Draußen, auf der Band-Bühne, würden eigentlich die Giant Rooks spielen, doch der Regen hat schwerwiegende Folgen. Bei einem Rettungsversuch eines Instruments verletzt sich Bandmitglied Finn auf der glitschigen Bühne so heftig, dass er unmittelbar ins Krankenhaus muss – der Auftritt fällt komplett aus.

Umso mehr Leute tummeln sich im brechend vollen Innenhof bis es dann schließlich Zeit für den ersten Headliner des Abends wird: Itchy! Als Festivalveteranen wissen die Musiker einfach, wie man Massen in den Bann zieht und so überrascht es kaum, dass auch hier ein riesiger Moshpit entsteht – auch wenn ein Großteil der Leute scheinbar kein einziges Lied der Band kennt. Die Stimmung ist den gesamten Auftritt über auf einem konstant hohen Niveau, sowie auch die Band. Nach der Feststellung, dass sich hier tatsächlich hauptsächlich Jura- und BWL-Student*innen befinden, zeigt sich die Band irritiert – “Die sind doch sonst immer so langweilig”. Im Publikum kann man sogar die Musiker von Montreal entdecken, die sich den Auftritt ihrer Freunde wohl nicht entgehen lassen wollten. Musikalisch wird ein guter Mix aus Klassikern wie “Why Still Bother” und neuen Songs vom aktuellen Album “All We Know” geboten. Gitarrist Sibbi stellt sich auf einen Gitarrenkoffer und lässt sich vom Publikum tragen, die Band begibt sich für “The Sea” selbst ins Publikum, Sibbi tauscht mit Schlagzeuger Max die Positionen – die Show stimmt ebenfalls! Für alle, die mit Punk überhaupt nichts anfangen können, spielt zeitgleich im Innenhof DJ Steve Void, der die Menge gekonnt zum Tanzen bringt. Auf der Band-Bühne darf die schwedische Rock’n’Roll-Band Jetbone den Abend abschließen und begeistert mit viel Stil und Können direkt. Vor allem Fans von Bands wie The Temperance Movement oder 77 sollten sich diesen Namen merken! Gegen halb 12 wird es dann auch im Innenhof des Juridicums Zeit für den Abschluss-Headliner Ofenbach! Das französische Duo bietet neben ihren Hits “Katchi” und “Be Mine” eine Party, die jede Masse  zum Tanzen bringen würde – und zum Tanzen sind die Leute schließlich gekommen! Doch viele Anwohner*innen reichen wegen der lauten Musik um diese Uhrzeit Beschwerde ein – so dass die Musik leiser gedreht werden muss. Leider gönnen nicht alle Menschen den Veranstalter*innen den Abschluss, den sie sich verdient haben. Das Publikum feiert trotzdem ausgelassen weiter und genießt den Headliner auch ein paar Stufen leiser.

Beim JuWi-Fest ging sicherlich nicht alles rund, aber das heißt noch lange nicht, dass es nicht trotzdem ein gelungener Abend war! Nicht nur die Headliner, sondern auch die restlichen Acts konnten überzeugen und die Stimmung war ungebrochen ausgelassen – was will man mehr?

Und so hört sich das an:

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