Interview: Plattenkritik mit ROAM!

Unsere Rezensionen zu aktuellen Alben findet man regelmäßig bei minutenmusik. Wir wollten jedoch wissen, was die Künstler von aktuellen Platten oder auch Klassikern halten und haben uns deshalb Alex Adam und Matt Roskilly der englischen Pop Punk Band ROAM geschnappt und ihnen einige Alben zur Diskussion gegeben:

blink-182 – California

Ich mag das Album, aber ich habe es nicht oft gehört. Als großer blink-Fan, der damit aufgewachsen ist, ist jedes Album toll. Dieses ist gut, aber wirklich durchgehört habe ich es vielleicht dreimal. Ich weiß nicht, warum, es hat mich einfach nicht so angesprungen, wie es die anderen tun. Matt Skiba ist aber klasse, ich mag sowohl ihn (Alkaline Trio) als auch blink. Das Problem ist nur, dass sie hier sehr ähnlich klingen und schwer zu unterscheiden sind. Live hab ich sie noch nicht zusammen gesehen, aber gehört, dass es super sein soll mit Matt. (Matt)

Ich hab es neulich mal auf einer Fahrt gehört, für mich klingt das eher wie B-Seiten. Ich bin sowieso nicht der größte blink-Fan, aber respektiere natürlich was sie gemacht haben. Ich war immer größerer Fan von Sum 41, Good Charlotte, Simple Plan und so. Das hier fühlt sich für mich nicht so super an. Aber ich liebe “Bored To Death“. (Alex)

ROAM – Great Heights & Nosedives

Das Album ist echt scheiße. Nein, Spaß, das ist unser Lieblingsalbum zurzeit, eines der besten die es je gab. Wir sind echt glücklich damit, vorallem “Left For Dead” mögen wir alle sehr gerne. “Flatline” und “The Rich Life Of A Poor Man” machen live auch total Spaß und kommen sehr gut an. Dreimal haben wir die Songs jetzt erst gespielt und die Reaktionen waren schon unglaublich gut.

blink-182 – Untitled

Dieses Album wiederum hat so einige Banger und ist von Anfang bis Ende super, auch wenn es ernster ist. Wenn du nicht der größte blink- bzw. Enema- oder Dookie-Fan bist, dann ist das Album hier das, was du aber magst. Da kennt man wahrscheinlich die meisten Songs von. Es hat “Feeling This“, “I Miss You” oder “Violence“, einer der besten Songs. Das hatte natürlich bestimmt auch Einfluss auf unsere Musik, auf jeden Fall ein Album unserer Jugend.

Taylor Swift – Reputation

Ich wusste nicht, dass das komplette Album schon draußen ist. Das Artwork ist cool. Die erste Single (“Look What You Made Me Do“) mochten wir beide nicht so. Es ist zwar scheiße, die Meinung zu haben, die gerade jeder hat, es war aber wirklich nicht so toll. Die zweite (“Gorgeous“) war aber gut, das war schon eher ein richtiger Song.

Kanye West – The Life Of Pablo

Das haben wir noch nicht gehört. Wir mögen wirklich einiges außerhalb des Pop-Punk Kosmos. Wir spielen und hören jeden Tag Pop-Punk, da ist es schön, mal eine Pause zu bekommen. Da hören wir viel Frank Ocean, Chance The Rapper, Post Malone. Und ich glaube, das hier geht in eine ähnliche Richtung und das Cover ist auch super. Jetzt wo ich es gesehen hab, werde ich mir das gleich runterladen – ist bestimmt gut.

The Wonder Years – The Greatest Generation

Das ist ein gutes Ding! Es ist das erste Album von ihnen, das uns wirklich gepackt hat. Es hat einige Zeit gedauert für jeden von uns. Wir haben jedes Album ein paar Mal gehört, aber bei diesem hat es Klick gemacht. Wenn man
erstmal drin ist, findet man so viel gutes Zeug. Zum Beispiel “Passing Through A Screen Door“, wahrscheinlich einer der größten Songs, den sie gemacht haben. Wir waren in Japan mit ihnen auf Tour und da hat man auch gemerkt, dass sie lieben was sie tun und leidenschaftlich dabei sind. Das Publikum war unfassbar, sehr beeindruckend. Und sie haben schon viele gute Bands mit auf Tour genommen, da sie einen großen Einfluss auf die Szene haben.

Sum41 – All Killer, No Filler

Dieses Album hat uns zu einer Band gemacht! Ganz ehrlich: wenn es dieses Album nicht gäbe, gäbe es auch ROAM nicht. Das war auch eines der ersten Alben, die wir alle jemals gekauft haben. Damals habe ich noch keine Gitarre gespielt, aber nachdem ich dieses Album gehört hatte, war für mich klar, dass ich es lernen musste! Und ich brauchte unbedingt eine Band. Genau das habe ich in dem Jahr dann noch getan – eine Gitarre gekauft – und mittlerweile waren wir in zwei verschiedenen Ländern mit Sum41 auf Tour und können sie sogar unsere Freunde nennen. Das ist völlig abgefahren und fühlt sich total unwirklich an. Einmal haben wir mit ihnen gegessen und danach nur gedacht “Moment, wir haben gerade mit Sum41 zu Abend gegessen!” – mit der Band, die uns zu ROAM gemacht hat?! Aber das haben wir ihnen natürlich nicht gesagt. Wir bekommen sowas ständig als Band gesagt – wie oft hören Sum41 das wohl? Wir wollen da lieber normal mit ihnen umgehen und um ehrlich zu sein, wissen sie garantiert auch, was für einen Einfluss sie auf uns hatten. Das können sie einfach in unseren Songs schon hören.

Jimmy Eat World – Bleed American

Das war auch eines der ersten Alben, die ich mir gekauft habe! Die CD müsste auch irgendwo noch in meinem Zimmer herumfliegen. Keine Ahnung, wie alt ich damals war, aber ich liebe dieses Album – von Anfang bis Ende! Und sie waren auch eine der ersten Bands, die ich live gesehen habe! Mein erstes Konzert war damals Green Day und Jimmy Eat World waren an dem Abend zusammen mit Taking Back Sunday Support. Aber ich muss gestehen, obwohl “Bleed American” für mich eines DER Alben ist, überspringe ich mittlerweile immer “The Middle” – das kann ich echt nicht mehr hören! Aber den Rest des Albums liebe ich.

As It Is – okay.

Das Album ist richtig richtig scheiße! Wobei… sagen wir es ist okay. (Haha.) Wir müssen dazu sagen: As It Is sind sehr gute Freunde von uns! Und man kann bei “okay.” richtig hören, wie sie sich seit ihrem ersten Album musikalisch weiterentwickelt haben. Aber um ehrlich zu sein mag ich sie als Menschen lieber als als Musiker. Das Album davor hat mir besser gefallen, aber dafür ist das Artwork ganz cool!

Green Day – American Idiot

Oh, das habe ich bekommen als ich ungefähr 13 Jahre alt war! Da waren wir noch in der Grundschule. Meine Mutter hat mir das damals gekauft und meine damalige Freundin auch – also hatte ich es zwei Mal. Ich habe es aber immer auf einem richtig ranzigen CD-Player auf voller Lautstärke in meinem Zimmer gehört und es geliebt. Sie sind immer noch eine meiner liebsten Bands und werden es wohl auch immer bleiben! Aber “Dookie” ist meiner Meinung nach das noch bessere Green Day Album! Und “Warning” ist meiner Meinung nach auch ziemlich stark – sehr experimentell und völlig unterbewertet.

Neck Deep – The Peace And The Panic

Meiner Meinung nach haben Neck Deep mit diesem Album einen absoluten Volltreffer gelandet! Es ist unglaublich genial und die perfekte Brücke zwischen dem, was sie waren, und dem, was sie noch werden: eine riesige und weltweit gefeierte Erfolgsband! Sie vereinen alles, was Neck Deep bisher schon immer ausgemacht hat, aber vereinen es mit einigen neuen Pop-Einflüssen, den klareren Gitarren und mehr Clean Gesang in fulminanten Refrains. Ich meine, Neck Deep haben gerade erst eine vollkommen ausverkaufte UK Tour gespielt und das in Locations mit einer Kapazität von drei- bis fünftausend Zuschauern pro Abend. Ich denke, das sagt schon alles über diese Band.

ROAM – Backbone

Oh, clever! Ich würde sagen, “Backbone” hat all das geschafft, was es für uns schaffen musste. Es war die perfekte Einführung von ROAM und hat uns um die ganze Welt gebracht. Außerdem können wir darauf zurückblicken und genau feststellen, wo wir damals noch unsere Fehler gemacht haben. Wir können daraus unsere Schlüsse ziehen und genau benennen, an welchen Ecken und Kanten wir noch wachsen müssen um die Band zu werden, die wir sein wollen. Ich würde nicht sagen, dass mit irgendeinem der Songs auf diesem Album etwas nicht stimmt. Ich denke einige waren zwar etwas “vor ihrer Zeit” – wir haben beispielsweise Balladen drauf gepackt, weil wir dachte, das müsse man so machen, aber hätten wir eigentlich gar nicht tun müssen. Unser zweites Album wäre unter gar keinen Umständen das geworden, was es ist, wenn wir “Backbone” vorher nicht gehabt hätten! Ich spiele die Songs des Albums auch immer noch sehr gerne live, aber wir sind bereit für den nächsten Schritt und freuen uns, jetzt mit “Great Heights & Nosedives” unterwegs zu sein!

Und so hört sich das an:

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ROAM live 2018:

15.03. – Köln, Luxor (w/ Tonight Alive)
18.03. – Berlin, Cassiopeia (w/ Tonight Alive)

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