Kool Savas, Kantine Augsburg, 24.01.2017

Kool-Savas_Press_Credit-Katja-Kuhl

Als Autor dieser Zeilen erwähne ich vorweg: Sollte der Eindruck aufkommen, dass HipHop nicht unbedingt meine Kernkompetenz ist, dann sei gesagt, dass das stimmt. Und dennoch befinden sich einige Acts des Genres im persönlichen Geschmack. Einer davon ist eben Kool Savas. Schon an der Jahrtausendwende zu Schulzeiten gern gehört, hat er sich bis heute im eigenen Geschmack gehalten – und auch ohne über all die Jahre jede einzelne Veröffentlichung mitbekommen zu haben, war die Freude groß, als ein Konzert in der näheren Umgebung angekündigt war. Also in den Zug gesetzt, nach Augsburg-Oberhausen gefahren und den Fußweg zur Kantine absolviert, wo bei der Ankunft kurz nach halb acht bereits Montez als erster von zwei Support-Acts auf der Bühne stand und der Menge einheizte.

Überhaupt, der Blick in die Menge: Obgleich der bereits erwähnten langen Zeit, die Savas bereits aktiv ist, war es ein erfreulich gut gemischtes Publikum in der Kantine, bei dem man sah, dass auch stets Fans nachgekommen sind. Zwar warteten diese natürlich auf den Hauptact des Abends, aber auch der zweite Support-Act Bosco & Vega wurde dankend angenommen und gefeiert während ihres 20-minütigen Sets, das im fliegenden Wechsel direkt auf Montez folgte. Ein Blick auf die Uhr: 20:10 Uhr. Es folgte eine kleine Pause, bei der man durch die anwesenden Raucher die Möglichkeit hatte, einen besseren Platz in der mit 600 Zuschauern ausverkauften Kantine zu finden, bevor Savas um 20:25 Uhr samt DJ und Laas Unltd. als Unterstützung die Bühne betrat und loslegte.

Im Mittelpunkt stand dabei vor allem das aktuelle Album Essahdamus, mit dem das Publikum bereits merklich gut vertraut war. Hier wurde bereits gut mitgesungen, Stillstand gab es weder auf noch vor der Bühne und auch ohne die Feature-Gäste vom Album funktionierten die Stücke prima. Großer Jubel vor allem aber auch bei älteren Stücken, was beispielsweise Alle schieben Optik gut zeigte oder auch der Gang ganz weit zurück mit Schwule Rapper. Selbst LMS fand seinen Weg in die Playlist, begleitet von einem „Sorry Mädels!“. Auch generell war die Kommunikation immer wieder gut anzumerken, bei einem Medley holte er sich eine junge Dame namens Lena aus dem Publikum auf die Bühne, die mitsingen durfte und ihren Job echt gut machte, wofür sie mit einem T-Shirt belohnt wurde. Aber nicht nur sie durfte ein Shirt mitnehmen, sondern auch andere, denn es wurden zudem so einige in die Menge geworfen.

Das Thema Medley zeigte sich noch ein weiteres Mal und hier wurde deutlich, wie viele Stücke Savas inzwischen hat, dass er diese in Medleys unterbringen muss. Das Repertoire erschöpfte sich aber nicht nur bei den Savas-Stücken, mit beispielsweise Schau nicht mehr zurück gab es auch etwas von Xavas zu hören. Bei all dem war klar, dass es nicht ohne Zugabe geht hier. Natürlich gab es diese auch und es durfte munter weitergefeiert werden. Mit einem frenetisch gefeierten Limit war dann um 22:05 Uhr Schluss – ein glückliches Augsburger Publikum wurde zurückgelassen. Ein wirklich schöner Konzertabend mit einem ausdauernden und gleichermaßen gelungenen Set!

So klingt er live:

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Foto: Katja Kuhl

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