Turnover, Blue Shell Köln, 19.09.2017

Turnover, Blue Shell Koeln, 19.09.2017

Letzten Dienstag versammelte sich wieder einmal die komplette alternative Emo-Community im Blue Shell in Köln, um dem Konzert einer amerikanischen Band zu lauschen. Turnover aus Virginia Beach, Virginia, luden ein, um vor ausverkauftem Haus neue Songs aus ihrem Ende August erschienen Album „Good Nature“ zu präsentieren. Das war vor allem eins: ziemlich unspektakulär.

Zuerst durften jedoch erst einmal Palladino aus New York und Emotional aus San Francisco die kleine Bühne des Clubs nutzen, um den Zuschauern ihre Musik zu präsentieren. Erstere spielten eine Mischung aus R&B und shoegazigen Sounds, die oftmals auch ohne Gitarren auskam. Für einige Songs half Turnover Sänger Austin Getz den drei Mitgliedern der Band an der E-Gitarre aus, die restlichen Stücke wurden nur von Schlagzeug, Bass und Keyboards getragen. Hatte das Trio zu Beginn mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen, konnte man im Verlauf doch eine positive Resonanz beim Publikum erzielen.

Emotional, von den Outfits sehr an den alternativen Style des Publikums angepasst, präsentierten der Menge darauf eine Mischung aus Emo und Lo-fi, bevor Turnover den aus den Nähten platzenden Raum übernahmen. Diese spielten darauf knapp 55 Minuten lang Songs aus dem neuen Werk und dem Vorgänger „Peripheral Vision“. Das Publikum tanzte und sang vor allem die Lieder von zweiterem lauthals zurück. Musikalisch schaffte man es die Dream-Pop- und Shoegaze-Songs perfekt darzubieten. Bei den komplexen Melodien, die man auf dem aktuellen Werk – übrigens überaus gelungen – findet, gar nicht mal so schlecht!

Showmäßig bot der Auftritt der Band um Jesus-Imitator Getz jedoch nicht wirklich viel. Auf eine Lichtshow wurde gänzlich verzichtet und großartig viele Ansagen gab es nicht. Scheint einfach nicht die Art der Band zu sein. Für eine knappe Stunde hat das so recht gut funktioniert ohne zu langweilen, bei einer längeren Spielzeit könnte das Ganze dann aber ein wenig eintönig werden. Große Fans der Band werden bei den Konzerten des Trios aber trotzdem auf ihre Kosten kommen. Kehrt die Band in Zukunft noch einmal nach Deutschland zurück, wird die Stimmung auch bei den neueren Songs vermutlich ähnlich aufgeladen sein, wie diesmal beim alten Kram. Wirklich lange ist „Good Nature“ ja noch nicht erhältlich.

Und so hört sich das an:

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Foto von Jonas Horn.

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