JoJo – Good To Know

Cover von Jojos Good To Know

“I’m getting good at holding it in. All my emotions, all my feelings. But the more that I fight them the bigger they seem. What really kills me is all the small things.”

Ein kometenhafter Aufstieg und ein harter Fall. Im Jahr 2004 avancierte JoJo durch den Song „Leave (Get Out)“ zum Superstar des Jahrzehntes. Zwei Alben später verschwand sie wieder von der Bildfläche. Bedingt durch einen Rechtsstreit mit ihrem damaligen Label, war es ihr nicht möglich offizielle Musik zu veröffentlichen. Und das über zehn Jahre lang. Ihre Fans beglückte sie dennoch mit etlichen Songs und kostenlosen Mixtapes. Mit „Mad Love“ feierte JoJo 2016 ihr großes Comeback. Mit neuem Plattenlabel. Mit neuen großartigen Songs. Jetzt, sechzehn Jahre nach „Leave (Get Out)“, veröffentlicht JoJo mit „Good To Know“ ihr viertes und bisher reifstes Album.

Wenn einer in den vergangenen Jahren gelernt hat, dann ist es wohl JoJo. Ihre musikalische Karriere liest sich wie ein Krimi und dennoch hat JoJo nie aufgegeben. Der Albumtitel „Good To Know“ vereint alles, was JoJo in den zurückliegenden Jahren gelernt hat. Auf elf Tracks nimmt sie die Zuhörer mit in ihre ganz eigene Welt, versprüht viel Positives und präsentiert sich reifer denn je. Was sofort auffällt: JoJo ist mit einer dieser Stimmen gesegnet, die man einfach nicht wieder vergessen kann. Ihre Stimme ist gleichzeitig kraftvoll, soulig, emotional, einfühlsam und reif. Sie schafft es ohne Umschweife sich in das Bewusstsein des Hörers zu singen und dieses nicht mehr zu verlassen. Besonders gut ist dies auf der Ballade „Small Things“ zu hören, in der JoJo die komplette Bandbreite ihres Könnens auspackt. Gerade die hohen Töne klingen phänomenal. Sie rufen einen Gänsehautmoment nach dem nächsten hervor. Auch bei „Don’t Talk To Me“ schafft JoJo grandiose Übergänge zwischen hohen und tiefen Tönen.

Musikalisch bewegt sich JoJo abermals zwischen Pop- und R’n’B Klängen. Gerade die R’n’B- Töne treten auf „Good To Know“ vermehrt auf, was an einigen Stellen JoJos Potenzial deutlich unter den Scheffel stellt. So vergisst man das einzige Feature auf dem Album „Comeback“ mit Tory Lanez und 30 Roc leider sehr schnell wieder. Keine Frage, auch die R’n’B Nummern passen zu JoJo. Ihre Stimme und ihr Talent entfalten sich aber deutlich besser in den großen souligen Nummern. Mit „Man“ veröffentlichte JoJo bereits vorab eine Single, die unheimlich catchy daher kommt und nur so vor Power strotzt. Gerade die Mischung aus Up-Beat Nummern und Balladen macht das Album sehr rund. JoJo macht ihr eigenes Ding, schafft eine wunderbare Symbiose und vermag es einzigartig zu klingen.

Lyrisch wächst JoJo absolut über sich hinaus. Die Sängerin veranschaulicht auf dem Album deutlich, wie erwachsen sie geworden ist und wie viel Reife sie in die Songs mit hineingesteckt hat. Unheimlich reflektiert und ehrlich teilt sie ihre Gedanken über das Leben. Darüber hinaus präsentiert sie sich als äußerst starke Persönlichkeit. Im Vordergrund stehen dabei vor allem die Selbstliebe und Selbstakzeptanz, zu denen JoJo immer wieder aufruft. Sie scheint verstanden zu haben, worum es im Leben geht. Dies teilt sie auf sehr kreative und bewundernswerte Weise mit. Grandios getextet ist dahingehend vor allem „Lonley Hearts“. So singt JoJo: „How can I work on me if I’m workin on your body? I thought we were meant to be but we never really got it, did we?”. Auch das Outro “Proud” ruft zur Selbstliebe auf und beinhaltet viele wichtige Botschaften. JoJo macht ganz klar deutlich, dass man nicht von jedem Menschen gemocht werden muss, im Hier und Jetzt leben soll sowie stolz auf sich und andere sein soll.

Über vier Jahre hat JoJo gebraucht, um ein neues Album zu veröffentlichen. Mit „Good To Know“ ist ihr abermals ein unheimlich stimmiges Werk gelungen. Sie präsentiert auf den elf Tracks, was sie in den vergangenen Jahren gelernt hat. Nimmt die Hörer mit auf eine Reise zur Selbstliebe und Selbstakzeptanz und zeigt einmal mehr, dass sie eine absolute Vorbildfunktion inne hält. Einzig zu bemängeln ist die Länge des Albums, die recht knapp ausfällt. Außerdem gehen R’n’B Songs wie „Comeback“ leider etwas unter. Gerade bei den souligen Balladen zeigt JoJo aber einmal mehr, dass sie zu den besten Sängerinnen der letzten zwanzig Jahre gehört. Hinter „Good To Know“ steckt eine sehr starke Persönlichkeit, die noch viel stärkere Songs schreibt!

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