City Light Thief, Artheater Köln, 04.05.2018

City Light Thief, Artheater Koeln, 04.05.2018

Eine Album-Veröffentlichung möchte auch gefeiert werden! Das dachten sich City Light Thief im letzten Jahr, als sie die Zukunft ihrer Band planten. Bis Mai würde man sein neues Album, an dem man bereits Ewigkeiten arbeitet, ja locker fertigstellen, also könnte man da dann ja eine kleine, feine Release-Party im Kölner Artheater spielen. Je näher man dann jedoch dem Datum des Abends kam, umso klarer wurde, dass vor allem eine physische Veröffentlichung auf Schallplatte und CD zeitlich nicht mehr hinhauen würde. Also entschied man sich dazu, das Album, sobald man die Masterspuren erhalten habe, erstmal nur auf allen digitalen Plattformen anzubieten. So weit war es dann genau eine Woche vor der groß angekündigten Show, Brücken- und Feiertage und andere Komplikationen führten letzten Endes jedoch dazu, dass das dritte City Light Thief Album „Nothing Is Simple“ – was ein treffender Titel – erst einen Tag vor der großen Zelebration erscheint. Man hatte also noch einmal Glück im Unglück und Sänger Benjamin Mirtschin darf diese doch kuriose Veröffentlichungsstrategie später während ihres Release-Konzertes Anfang Mai auf der Bühne erläutern.

Mirtschin wirkt generell während seiner Ansagen etwas unsicherer als beim Performen der Songs. Das macht aber ja auch nichts – die Menschen sind ja wegen der Musik angereist. Und die ist hervorragend. Teilweise gleich drei Gitarren, Bass und Schlagzeug prasseln auf die Zuhörer ein und umhüllen ihn mit einer wohlig warmen Umarmung aus Soundfläche und Brachialität, die vom punktgenauen Spiel von Drummer Robert Matyjaszczyk vorangetrieben wird. Zwischenzeitlich sorgen auch zwei Synthesizer für etwas mäßigere Töne. Gesanglich setzt das Sextett ebenfalls auf dynamisches Zusammenspiel. Auch hier wird Frontmann Mirtschin von seinen Kollegen kräftig unterstützt, die mal abwechselnd, mal gemeinsam ihre Kehlen erheben. Für zwei Songs bekommt man dann noch Unterstützung von der Singer-Songwriterin Anika C. Harley, die auch schon auf der neuen Platte ein paar Gastvocals beisteuern durfte.

Der Abend ist schlussendlich nicht nur eine Würdigung der neuesten Arbeit City Light Thiefs, sondern der gesamten Bandlaufbahn. Neben den vielen neuen Stücken streut die Band immer wieder ältere ein und verbindet beides zu einer stringenten Mischung, die knapp 90 Minuten lang eine spannungsvolle Dramaturgie aufbaut. Lobte Andy, Sänger der Screamo-Band Kepler, zuvor während ihres 30-minütigen Warm-Ups den internationalen Sound des Hauptacts, erwiderte dieser später die Komplimente und betonte wie schön es sei endlich mal mit der tollen Band zusammenzuspielen. Nicht nur hier fühlt sich vieles eher so an, als sei man Teil einer Familienfeier, zu der man auch einige Freunde eingeladen hatte und auf der ziemlich starke Bands spielen, als auf einem Konzert voller Fremder. Dieser Spirit zieht sich durch den gesamten Abend. So können Partys gerne immer sein!

Das Album “Nothing Is Simple” kannst du hier kaufen.*

Im August wird die Platte außerdem auch physisch über Midsummer Records erscheinen.

Und so hört sich das an:

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City Light Thief live 2018:

07.07. – Hardcore Help Fest

Foto von Jonas Horn.

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