The Script, Palladium Köln, 01.03.2018

The Script_Palladium Köln_01.03.2018

Im Jahr 2008 veröffentlichten The Script mit „We cry“ ihre allererste Single, die den Grundstein für eine bewundernswerte Karriere legte. Siebzehn Jahre Bandgeschichte, fünf Alben, 15 Singles mit etlichen Chartplatzierungen und Preisen, so wie unzählige unvergessliche Konzertabende. Nicht ohne Grund gehören The Script mittlerweile zu einer der besten Pop-Rock Bands Europas. Eben davon durften wir uns vergangen Donnerstag im Palladium überzeugen, wo The Script ein geradezu fantastisches Konzerterlebnis schafften.

Als Support Act durfte die Britin Ella Eyre ihr Talent beweisen, die im letzten Jahr mit dem Song „Came Here For Love“ die Charts dominierte. Nicht zuletzt schrieb Ella Eyre auch den deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest 2015 „Black Smoke“. Ihre Performance erwies sich als sehr Choreografie lastig, was teilweise leider eher an einen Kindergeburtstag erinnerte, als an einen Bühnenauftritt. Ebenso vermochten ihre Songtexte und Melodien schon fast in die Richtung Plastik Pop abdriften. Viel Gekreische, Radlerhosen und Zöpfchen inklusive. Mit ihrer Stimme konnte Ella Eyre hingegen absolut überzeugen, was beim Publikum vor allem bei ihrem Hit „ Came Here For Love“ gut ankam.

Ein Bild von großen, weißen Flügeln kündigte den Auftritt von The Script an, die die Bühne von Minute eins an einnahmen, als wäre es ihr Zuhause. Dass Danny O’Donoghue, Glenn Power und Mark Sheehan schon ewig zusammen Musik machen, merkte man an dieser Stelle an allen Ecken und Kanten. Ein eingespieltes Team, das bewundernswert viel Liebe und Herz in die Musik mit hineinbringt. Die Drei wirkten dabei nicht nur absolut bodenständig und charismatisch, sondern erschafften auch eine atemberaubende Atmosphäre und Harmonie. Dabei benötigten sie weder große Showeffekte, noch dutzende Kostümwechsel.

Egal ob sie dabei an diesem Abend Klassiker wie „Breakeven“ oder neue Tracks wie „Rain“ performten – es passte alles von vorne bis hinten. Die Songauswahl war nicht nur stimmig, sondern setzte auch ihre besten Songs aus allen fünf Alben gekonnt in Szene. Die Lieder ihres im vergangenen Jahr veröffentlichten Albums „Freedom Child“ fügten sich dabei perfekt mit ein und dürfen nicht ohne Grund schon alleine als Highlight bezeichnet werden. The Script haben dabei eine tolle Symbiose aus Pop, Rock und Folkklängen geschaffen, mit der sie sich deutlich von anderen Künstlern abheben.

Bewundern durfte man dabei abermals Danny O’Donoghues wahnsinnig gefühlvolle Stimme, durch die bei den meisten Balladen wie „Arms Open“ absolute Gänsehautmomente entstanden. Aber auch bei schnelleren Songs wie „Superheroes“ fand er genau die richtige Tonlage, um die Textinhalte perfekt rüberzubringen. Unterstützt wurde dies durch das fantastische Zusammenspiel von Glenn Power und Mark Sheehan an Gitarre und Schlagzeug.  Besonders die Folk-Elemente, die ab und zu mit in die Songs einfließen, entpuppten sich dabei als äußerst genial und raffiniert.  Sehr schön inszeniert waren zudem einige Acoustic Momente, bei denen The Script mitten in der Halle, vom Publikum umringt wahnsinnig gefühlsbetonte Songs wie „Never Seen Anything Quite Like You“ anstimmten.

Was The Script vor allem ausmacht und wodurch sie immer wieder eine großartige Einzigartigkeit schaffen, sind ihre Songtexte. Hier stehen nicht nur irgendwelche Musiker auf der Bühne, sondern wahre Songwriter, die es vermögen Songs mit unglaublich viel Tiefgang zu erschaffen. The Script nutzen ihre Songs, um wichtigen Botschaften Ausdruck zu verleihen, geben Hoffnung, Ratschläge und nutzen ihre Stimme. Besonders deutlich kam dies an diesem Abend bei dem Song „Arms Open“ rüber. Darüber hinaus betonten The Script aber auch immer wieder, wie wichtig ihnen Freiheit und Gleichheit sind. Sie ermutigten die Fans durchgehend an sich selber zu glauben und Ungleichheiten aus der Welt zu schaffen. Gerade dafür gebührt ihnen viel Respekt, denn das solche Botschaften in unserer Welt nicht mehr verständlich sind, mag auf der Hand liegen.

Einen krönenden Abschluss fand das Konzert mit dem bisher wohl größten Hit der Band „Hall of Fame“. Dieser zeigte einmal mehr die magische Stimmung auf, die The Script mit ihrer Musik verbreiteten. Die Band präsentierte sich insgesamt so authentisch, sympathisch und voller Energie, dass man an dem Konzert nur Spaß haben konnte. Egal ob leise oder laute Töne, Songs über Herzschmerz oder die Weltlage – The Script treffen immer den Puls der Zeit, machen unglaublich gute Musik und einen einzigartigen Sound. Mit diesem Konzert haben sie abermals ihre Qualität als Band unter Beweis gestellt und einen fantastischen Konzertabend geschaffen. Wir freuen uns schon auf das nächste Album!

So hört sich das an:

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