Friedberg – Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah

Friedberg

Da kann man schonmal jubeln! Erst legt Anna Friedberg eine ziemlich vielversprechende Indie-Solokarriere hin, dann startet sie mit ihren Bandkolleginnen Emily Linden, Cheryl Pinero und Laura Williams auch noch als Quartett mehr als energetisch durch. Die Anzahl der Yeahs im Titel der Debüt-EP steigt dabei proportional zu den Vorschusslorbeeren der Band. Inmitten der Popkultur konnten sich Friedberg nämlich sowohl Platzierungen bei der BBC-Adaption „Normal People“, als auch der Netflix-Serie „Biohackers“ und sogar bei FIFA20 sichern. Für den Mix von „Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah“ ist dann noch Ash Workman zuständig, der auch bei Christine & The Queens und Metronomy seine Finger im Spiel hatte und als kreativer Partner stand der Band Matt Allchin (unter anderem Florence & The Machine, Soak, George Ezra) zur Seite. Auf dem Papier also volles Hype-Potential für die Indie-Bubble. Und dahinter?

Zwischen Melancholie und Ekstase

Irgendwo dort erscheint die Platte im Kaleidoskop, die je nach Lichteinfall und Song mal farbenfroh zuckt, mal aber auch in warmen Pastelltönen schimmert. Wenn Firiedberg selbst in „Lizzy“ singt: „You’ve got so many colours but you’re only seeing blue“ hat das also auch etwas Programmatisches, denn gerade der Opener „Pass Me On“ und eben jener zweiter Track baden in düsteren Tiefen. Hier häufen sich noch sphärische Schichten zu einem nebligen Turm zusammen, irgendwo hinter Shoegaze-Gitarren huscht Friedbergs Stimme ein wenig betroffen durch den Mix. Erst zum Ende öffnet sich „Lizzy“, klingt plötzlich nach großen Hallen und schrubbt so den Tanzboden für die anstehende Party mit „Yeah“ und „Midi 8“, bei denen die Cowbells zum Glühen gebracht werden. Von einnehmenden Bass-Grooves über lässige Synthies und mitreißende Beats ist hier alles fürs Indie-Herz dabei. Im Nachgang dann noch zum behutsamen Closer „Your Hollywood“ den vergangenen Endorphin-Schaum Revue passieren lassen und das gleiche Spiel nochmal. Und das Jubeln nicht vergessen!

Die EP „Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah“ kannst du hier (Vinyl) oder hier (digital) kaufen. *

Und so hört sich das an:

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Rechte am Albumcover liegen bei Marathon.

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