ISLAND – Feels Like Air

Man könnte fast meinen, ISLAND seien mit ihrem Debütalbum „Feels Like Air“ etwa zehn Jahre zu spät dran. Passt es doch genretechnisch genau in die Alternative/Indie-Rock-Bewegung, von der diese Zeit, maßgeblich durch britische Bands, geprägt war und zu der diese Musik auch noch massentauglich war und gut ankam. Genauso schnell wie diese Welle jedoch über die Musikindustrie hineinbrach verschwand sie nach ein paar Jahren auch wieder und hinterließ einen Haufen Bands, die seither teilweise verzweifelt und leider nur mäßig erfolgreich nach einem Weg suchen, dieses Genre irgendwie wieder aufleben zu lassen. Und doch könnte „Feels Like Air“ kaum zeitgemäßer sein und klingt keinesfalls nach einem Abklatsch der Alben aus der Britrock-Zeit.

Und das obwohl, oder vielleicht auch gerade weil, es ganz schön lange auf sich warten ließ: Bereits 2015 und 2017 veröffentlichten die Briten ihre ersten EPs, bis zur Veröffentlichung des Debütalbums mussten sich Fans jedoch bis jetzt gedulden. Doch das hat sich definitiv gelohnt, denn mit „Feels Like Air“ liefern ISLAND eine starke Alternative-Platte ab, die es schafft atmosphärischen, hymnischen und eher ruhigen Sound mit rockigen, bluesigen, elektronischen und sogar poppigen Elementen zu verbinden und so genau den Nerv der Indie-Zeit zu treffen.

Los geht es noch mit klassischem Alternative-Rock, sehr E-Gitarren-lastig, mit vielen Drums, aber auch einigen Synthies, wie im Opener „Ride“ oder „The Day I Die“, jedoch trotzdem schon bewusst eher ruhiger gehalten. Von dort aus wird das Album von Song zu Song hymnischer und auch eine Spur poppiger, wie zum Beispiel in „Something Perfect“, bis es dann über ein sehr atmosphärisches Interlude in den zweiten, eher Indie-lastigen Teil übergeht. Dort geht es dann von poppigeren Tracks wie „Horizon“ oder „Moth“ bis zum letzten und schlichtesten Song der Platte „Lily Flower“, der nur von der Akustikgitarre begleitet wird.

Es wird also das gesamte Spektrum bedient und doch schaffen ISLAND mit „Feels Like Air“ eine sowohl unaufgeregte als auch spannende Platte, auf der man immer wieder neue Einflüsse entdeckt. Endlich gibt es wieder frischen Wind in der Indie/Alternative-Szene, denn von diesen vier Briten werden wir in nächster Zeit wohl noch so einiges hören.

Und so hört sich das an:

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ISLAND live 2018:
20.04.18 – Berlin, Musik & Frieden
21.04.18 – Dresden, Polimagie Festival @ Beatpol & Ostpol
23.04.18 – Heidelberg, Karlstorbahnhof

Die Rechte für das Albumcover liegen bei Frenchkiss Records.

 

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