Jess Glynne – Always In Between

Die sanfte Stimme in „These Days“ und perfekte Ergänzung zu Macklemore, die treibende Kraft in Clean Bandits „Rather Be“ oder die überzeugende Künstlerin in Songs wie „Right Here“ oder „Real Love“. Jess Glynne ist ein absolutes Multitalent, irgendwie überall dabei und macht das, was sie macht auch noch richtig gut. Letzten Freitag veröffentlichte die Sängerin mit „ Always In Between“ ihr zweites Studioalbum nach über drei Jahren und beweist mit diesem, wie sehr man mit sich und der Musik wachsen kann!

Was vielen zunächst verborgen bleibt, ist die Tatsache, dass Jess Glynne in Großbritannien absolut erfolgreich ist und mit sieben Nummer 1 Hits sogar den Rekord mit den meisten Nummer Eins Hits einer britischen Sängerin hält. Sie fällt eher durch Features auf, weswegen es besonders schön ist, ihr Talent auf „Alway In Between“ auch einmal ohne Clean Bandit und Co vernehmen zu können. Denn bereits mit ihrer Stimme beeindruckt Jess Glynne über alle Maße! Diese hat unheimlich viel Power und Ausdrucksstärke, was durch einen rauchigen und dunkeln Unterton untermalt wird. Sie ist zudem keine Freundin der leisen Töne, lässt ihre Stimme strahlen und perfekt mit Backgroundgesang unterlegen.

Bereits im Intro des Albums wird einem die Wucht ihrer Stimme deutlich, die sehr rhythmisch mit guten Melodien und Chorgesängen begleitet wird. Songs wie „I’ll Be There“ klingen dadurch sehr harmonisch und werden groß inszeniert. Ein erfrischender Kick sorgt zudem noch dazu, dass die Songs weder eintönig noch langweilig klingen. Jess Glynne mixt dabei aber nicht nur viel Soul und Pop miteinander, sondern bewegt sich auch im House, Dance und R’n‘B Bereich. Das große Highlight des Albums ist der Track „Thursday“, der durchweg einfach  nur brillant ist. Die Lyrics hat Jess Glynne gemeinsam mit Ed Sheeran konzipiert, was man einerseits hört, was andererseits aber eben auch das gewisse Etwas bringt. Jess Glynne zeigt sich hier und auch bei Songs wie „Broken“ von einer sehr ehrlichen und verletzlichen Seite, die stark im Kontrast zu den vorher erwähnten Songs steht.

Deswegen gehen gerade Up-Beat Nummern wie „All I Am“ in gewisser Weise auf dem Album unter. Hier präsentiert Jess Glynne zwar ebenfalls sehr rhythmische, tanzbare Tracks – allerdings fehlt die Persönlichkeit. Die Songs wirken austauschbar, obwohl sie Ohrwurmpotenzial haben und leider kann sie ihre Stimme in diesen in keinster Weise entfalten.  Zudem wirkt es durch den Anstieg der Melodie an einigen Stellen als würde zu viel geboten im Song. Gerade bei „Thursday“ zeigt Jess Glynne eigentlich das Gegenteil und wie gut dies klingen kann!

Insgesamt hat Jess Glynne ein Pop-Album geliefert, das einerseits richtig gut und andererseits auch enttäuschend ist. Sie hat eine fantastische Stimme, die sie leider nicht immer so optimal einsetzt und bringt einen großen Mix aller Genres mit. Letztendlich ist es Geschmackssache, welcher Stil nun am besten klingt, allerdings ist es schade, dass einige Songs sehr austauschbar klingen! Vor allem die ruhigeren Tracks sind aber wunderschön und definitiv einen Konzertbesuch wert!

Das Album “Always In Between” kannst du dir hier kaufen.*

Und so hört sich das an:

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https://www.youtube.com/watch?v=iQp1_GfDhwQ

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