Tash Sultana – Flow State

Tash Sultana – das ist so ein typisches Internet-Phänomen. Binnen kürzester Zeit verbreiteten sich Videos der Straßenauftritte und rasch wurde klar, dass hier etwas ganz Großes auf uns zukommt. Überwältigend bleiben die Zahlen dennoch: kein Act schaffte es zuvor, so eine große Welttournee noch vor Release des Debütalbums auszuverkaufen. Tash schon. Bekannt wurde Tash durch Live-Auftritte und dem wahnsinnigen Talent an der Loop Station. Was kann das Album nun von dieser Energie auffangen? Werden die Zuschauer*innen in Zukunft auch zuhause etwas von einem der größten Newcomer des Jahres anhören?

Einflüsse gibt es hier en masse, keine Frage. Vorrangig bietet “Flow State” eine zurückgelehnte Mischung aus R’n’B und Reggae-Akkorden. Trotzdem klingt es immer wieder stark nach Indie und Singer-Songwriter. Zu den entspannten Rhythmen säuselt Tashs androgyne Stimme ihre Lyrics, bis dann gegen Ende der Songs die Gitarre losgelassen wird – und wie! Durch die größten Riff-Eskapaden und wahre Finger-Picking-Meisterwerke wird das Publikum geführt, dass einer*m ganz schwindelig wird. Mal nehmen die elektronischen Beats überhand, wie in “Murder To The Mind”, mal bestimmen die physischen Instrumente. “Flow State” klingt mal total modern – verbindet das aber mit Gitarren, die so auch von Santana stammen könnten. Andere Bands bringen zu viert drei Instrumente ein – Tash schafft im Alleingang 15. So überschreitet der Sound gängige Genre-Klänge: “Seven” fungiert als rein instrumentaler Track, der mit sehnsüchten Streicher-Klängen und modernen Beats arbeitet – Atmosphäre pur. Man bekommt es schon etwas mit der Angst zu tun bei so viel Talent. In “Pink Moon” schreit Tash sich alle Gefühle aus dem Leib, hier steht zum ersten Mal wirklich die Stimme im Mittelpunkt – und kann auch schon mal unter die Haut gehen. “Mystik” baut tanzbare Rhythmen in den Sound, dennoch bleibt der Song zu vertrackt, um für eine Eskapismus-Party zu dienen. Vor dem Outro erklingt “Blackbird”, ein knapp 9 minütiges Stück, das mit orientalischen Saiteninstrumenten arbeitet und diese in ausufernden Jams leitet. An einigen Stellen wirkt das Album durch die etwas leiernde Art der Songs allerdings etwas dröge, man neigt dazu, auch mal wegzuhören – ein Nachteil des alleine Zuhause-Hörens.

“Flow State” ist kein einfaches Album. Und sicherlich auch keins, das auf den ersten Blick hitverdächtig klingt. Dennoch wird ein Trademark-Sound geboten, das Album läuft harmonisch und hält sich fern von stumpfer Radiomusik. Tash Sultana ist ein typisches Internet-Phänomen, das vor allem durch Live-Auftritte erfolgreich wurde. Das Album fängt dieses einzigartige Talent dennoch beeindruckend fest und kann Fans von komplexer Musik sicherlich auch begeistern.

Das Album “Flow State” kannst du dir hier kaufen.*

Und so hört sich das an:

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Tash Sultana live 2018:

  • 06.09.2018 Palladium Köln (ausverkauft)
  • 07.09.2018 Palladium Köln (ausverkauft)
  • 08.09.2018 Palladium Köln (ausverkauft)
  • 10.09.2018 Columbiahalle Berlin (ausverkauft)
  • 11.09.2018 Columbiahalle Berlin (ausverkauft)

Rechte am Albumcover liegen bei Lonely Lands Records.

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