VANT – Dumb Blood

VANT - Dumb Blood

Punk muss nicht immer ranzig und schmutzig klingen, sondern darf auch mal im glänzenden Pop-Gewand erscheinen und gekonnt zum Rock herüberschielen. Ganz einfach ist das zwar nicht und oft auch nicht gerne gesehen, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Die britische Band VANT wagt und meistert diesen scheinbar unmöglichen Spagat und veröffentlicht mit „Dumb Blood“ ein Debütalbum, was auf sich aufmerksam macht, glänzt, aber gleichzeitig so punkig ist wie es nur geht. Ein Erklärungsversuch.

Schon bei den Texten des britischen Quartettes muss einem auffallen wie einfach, eingängig, trotzdem aber ehrlich, ernst und politisch relevant die Inhalte der Band sind. So singt Frontman Mattie Vant vom Frieden („Peace & Love“), über Polizeigewalt gegen Minderheiten („Put Down Your Gun“) und der in seinen Augen irrelevanten Ausübung von Religion („I Don’t Believe In God“). Mehr Punk kann man inhaltlich eigentlich nicht sein.

Auch musikalisch strotzt man nur so von reduzierter Einfachheit, simplen, aber effektiven Riffs und sich wiederholenden Songstrukturen. Die Songs unterscheiden sich in ihrem Tempo und ihren Melodien jedoch so stark voneinander, dass jeder Song für sich steht und so überhaupt nicht austauschbar klingt. Ob das flotte „Parasite“, der Vorab-Hit „Parking Lot“ mit seinem eindringlichen Ohrwurm oder der sich in der Instrumentation aufbauende Siebenminüter „Are We Free?“ – VANT können eingängige Songs schreiben, die zwar überhaupt nicht dreckig klingen, aber in ihrem Kern unglaublich schmutzig daherkommen. Kein Wunder, dass die Band auf der großen Insel schon so gefeiert wird. Mit solch einem gelungenen Debütalbum wird sich das hier bestimmt auch schnell ändern. VANT sind dort auch für ihre energiereichen Live-Shows bekannt – bleibt nur zu hoffen, dass wir in Deutschland auch bald auch wieder in den Live-Genuss der Jungs kommen.

Und so hört sich das an:

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https://www.youtube.com/watch?v=Z5wSb8UWig4

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Die Rechte für das Cover liegen bei Warner.

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