You Me At Six – VI

You Me At Six gehören zu der Riege der britischen Alternative-Acts, die nicht nur das junge Publikum immer wieder in ihren Bann ziehen konnten. Ihre Kollegen Deaf Havana und The Hunna machten dieses Jahr den Sprung von ihren Gitarren zu astreinen Pop-Sounds. Mit ihrer Vorab-Single “Fast Forward” beruhigten You Me At Six zunächst die Gemüter der Fans – ganz so poppig würde das sechste Studio-Album wohl nicht werden.

Nun ist “VI” draußen und schlägt irgendwie doch in eine ganz andere Richtung als die Vorgänger. Vom eben genannten Opener geht’s häufig in gänzlich andere Gefilde: “Back Again” kokettiert mit 80’s Sounds und Kopfstimme, “I O U” erinnert stark an den momentan angesagten R’nB-Sound, “Pray For Me” ist astreiner Pop. Dabei können You Me At Six natürlich einen großen Vorteil für sich verbuchen: Frontmann Josh Franceschi singt sich mit seiner schönen Stimmfarbe durch alle Höhen und Tiefen wie ein ganz Großer! So ganz überzeugen möchte das neue Sound-Gewand aber irgendwie nicht, die Songs sind dabei einfach zu gewollt Charts tauglich und stehen zusammenhangslos nebeneinander- ein wirkliches Album-Konzept scheint es hier nicht wirklich zu geben. Glücklicherweise stechen neben dem Opener aber auch noch andere Songs positiv heraus – “3 AM” ist zwar auch nicht gerade Alternative, aber ein klarer Ohrwurm, “Predictable” geht zumindest etwas mehr in die alte Richtung.

Ein Soundwechsel muss nichts Schlimmes bedeuten. Popmusik ist nicht per se stumpf und langweilig. Wenn es dabei aber so lieblos an den Mainstream angepasst zugeht und mal eben 10 Songs in 33 Minuten runtergerattert werden, vermisst man die alten You Me At Six ja doch irgendwie. Alleine wenn man den Closer “Losing You” mit “Give” der letzten Platte “Night People” vergleicht, fällt die extreme Pop-Produktion auf. Vom zwar schon gefühlvollen und besonderen Sound geht es über in herzloses, vorproduziertes Material mit stumpfen Pop-Rhythmen und Stimmverzerrer. 2018 ist kein gutes Jahr für die einstige Alternative-Riege. So ganz will ihr neuer Sound nicht zünden – da kann man nur hoffen, dass die alte Stärke bald wieder gefunden wird, denn all die großartigen Bands möchte man dann doch nicht so ganz aus den Augen verlieren.

Das Album “VI” kannst du dir hier kaufen.*

Und so hört sich das an:

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You Me At Six live 2019:

  • 15.01.2019 Essigfabrik Köln
  • 18.01.2019 Grünspan Hamburg
  • 24.01.2019 Columbia Theater Berlin
  • 31.01.2019 Flex Wien
  • 02.02.2019 Technikum München
  • 04.02.2019 Werk 2 Leipzig
  • 05.02.2019 Batschkapp Frankfurt

Rechte am Albumcover liegen bei Underdog Records.